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Jugendliche aus Israel, Palästina und Irak in Ruhpolding

Stiftung "Wings of Hope" leistet Beitrag zum Frieden

Ruhpolding - Bereits zum dritten Mal lädt die Stiftung "Wings of Hope" ab dem heutigen Montag für zwei Wochen junge Juden, Christen und Muslime aus Kriegsgebieten zu einer Sommerakademie auf den Labenbachhof in Ruhpolding ein. Die Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren stammen aus dem Irak, Palästina, Israel und Bosnien-Herzegowina. Sie arbeiten mit praktischen, alltagstauglichen Konzepten an der überwindung ethnischer und religiöser Konflikte.

Zurück in ihren Heimatländern werden sie in ihren Funktionen als junge Führungspersönlichkeiten aktiv am Aufbau tragfähiger Zivilgesellschaften beteiligt sein.

"Wings of Hope", deren Arbeit sich darauf konzentriert, Kindern des Krieges aus dem Trauma der Gewalt zu helfen, hofft gerade vor dem Hintergrund des Nahostkonfliktes und der Situation im Irak mit solchen Begegnungen zum Frieden beitragen zu können.

In diesem Jahr erhalten mehr als 30 junge Führungskräfte die Chance, einander besser zu verstehen, den toleranten Umgang miteinander praktisch zu erproben und Freundschaften über Grenzen hinweg aufzubauen.

Im Zentrum der Aktivitäten der Stiftung "Wings of Hope Deutschland" stehe seit 2008 die Arbeit in Israel und Palästina, sagte Vorstand Peter Klentzan. Er selbst koordiniert seit April vergangenen Jahres die Projekte in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten und Teilen Israels direkt vor Ort, von Bethlehem aus. Die junge Generation von Palästinensern und Israelis hätten kaum noch Möglichkeiten, im eigenen Land zusammenzukommen. Die "Wings of Hope"-Sommerakademie biete hier ein einzigartiges Forum der Begegnung, so Klentzan.

Zum Tag der offenen Tür am Sonntag, 16. August, sind auch Repräsentanten der Allianz Kulturstiftung, die in diesem Jahr die Sommerakademie fördert, und der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" eingeladen. Damit haben sowohl die Teilnehmer der Akademie als auch die Besucher die Gelegenheit zu einem interessanten Einblick in 60 Jahre Außenpolitik der Bundesrepublik Deutschland.

Diese Stiftungen verstehen ihr Engagement als Antwort auf die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges. "Wir stellen unsere Arbeit auf die Basis des Stuttgarter Schuldbekenntnis der Evangelischen Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg: Aussöhnung in Europa, mit Israel und im ehemaligen Palästina zwischen beiden Volksgruppen als zentrales Anliegen der weltweiten ökumenischen und interreligiösen Friedensarbeit", sagte Klentzan zum Selbstverständnis der Stiftung "Wings of -Hope".

Die Evangelischen Kirchen in Bayern und Württemberg tragen auch den Löwenanteil der Finanzierung der Sommerakademie. hbw

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