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URSPRUNG LIEGT IM WELTALL

Sternenstaub: In Siegsdorf die Wunderwelt der Mineralien entdecken

Achat bildet selten große Kristalle. Er füllt meist Hohlräume aus und bildet dadurch ausdrucksstarke „Muster im Stein“.
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Achat bildet selten große Kristalle. Er füllt meist Hohlräume aus und bildet dadurch ausdrucksstarke „Muster im Stein“.
  • VonFranz Krammer
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Sonderausstellung „Sternenstaub – Kristalle“ im Siegsdorfer Naturkunde-Mammut-Museum ist jetzt frei zugänglich zu sehen.

Siegsdorf – Mit der neuen Sonderausstellung „Sternenstaub – Kristalle“ haben die Verantwortlichen des Siegsdorfer Naturkunde-Mammut-Museums für die Besucher ein besonderes Thema in den Mittelpunkt gerückt. „Unsere Erde, ihre Kristalle und auch ihre Bewohner sind aus Sternenstaub, den chemischen Elementen entstanden“, sagt dazu Hanni Steigelmann, stellvertretende Museumsleiterin, der Chiemgau-Zeitung.

„Vielen wird es wohl nicht bewusst sein, dass alle feste Materie, die uns Menschen umgibt, ihren Ursprung im Weltall hat.“ Seit Mittwoch, 2. Juni, dürfe das Museum wieder ohne Anmeldung besucht werden, so Hanni Steigelmann. „38 Personen ab sechs Jahren dürfen dann zeitgleich im Haus sein und bleiben, solange sie möchten.“ Schwierig werde es nur bei Regenwetter, „dann kommt es zu langen Wartezeiten von ein bis zwei Stunden, weil viele Menschen ins Museum wollen“. Ihr Tipp: „Später Nachmittag geht fast immer.“

Mit Hubble-Fotos in die Ausstellung

Auch der „SteinZeitGarten“ ist geöffnet und jeden Donnerstag wird für die jungen Besucher der beliebte Steinzeittag mit Lagerfeuer und vielen weiteren Überraschungen angeboten.

Der Zugang zur Sonderausstellung, die bis März 2022 zu sehen sein wird, wird laut Steigelmann mit einer Bilderserie des Weltraumteleskops „Hubble“ zum Thema „Sternenstaub – Ursprung aller Materie und allen Lebens“, eröffnet.

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Zur Ausstellung erläutert die stellvertretende Museumsleiterin einige Fakten: Über 100 chemische Elemente bilden den Rahmen unserer Welt, nur wenige treten in der Natur in reiner Form wie etwa Kohlenstoff auf. „Edelmetalle wie Gold und Silber kennt jedes Kind, aber wozu braucht und nutzt der Mensch sonst Elemente?“

Vom „Sternenstaub“-Silizium zum Mikrochip – eindrucksvoll wird in der Ausstellung verdeutlicht, wie vielfältig Elemente von Menschenhand genutzt werden. Krammer

Aluminium als Trinkflaschen, Quecksilber in Thermometern, Graphit als Bleistiftminen oder Silizium zur Herstellung von Mikrochips; eindrucksvoll werde verdeutlicht, wie Elemente vielfältig und oft auch unbewusst von Menschenhand genutzt würden.

Basis für das Leben auf der Erde

Sehr viel häufiger aber gibt es Verbindungen von zwei oder mehr Elementen, aus denen sie der Mensch in ihrer reinen Form gewinnen kann. Diese Verbindungen sind die Basis für das vielfältige Leben auf unserer Erde, haben die Erdkruste aufgebaut und treten häufig in Form von Kristallen auf. „Auf dieser bunten und formenreichen Wunderwelt der Mineralien liegt der Schwerpunkt der Ausstellung“, betont Steigelmann.

Viel Glitzer erwartet die Besucher im Bereich „Kalzit und Quarz“ mit Bergkristall, Amethyst oder Rosenquarz und der bunten Vielfalt der Kalzite. Kalzit, „der kleine Stein“ stelle sich zwar in vielen Farben vor, sei aber deutlich weicher als Quarz, der auch bei der Glas- und Porzellanherstellung unverzichtbar ist. „Die Mineralien beeindrucken mit roten Granaten in allen Größen, leuchtend grünem Smaragd, dem rosigen Rhodochrosit oder strahlendem Grün und Blau von Malachit und Azurit. Die Vielfalt der Farben und Formen ist ein Augenschmaus und bietet zudem immer wieder Überraschungen, wie etwa die winzigen Nierensteine oder das lebenswichtige Salz“, erklärt die Expertin

Schenkung an die Gemeinde Siegsdorf

Mit Pyrit und Markasit, den Kristallen des Feuers, hatten die Museumsmacher in den vergangen Jahren Gelegenheit, sich ausführlich mit der Entstehung des Feuers zu beschäftigen. Eine Vitrine ist ganz dieser „zündenden Materie“ gewidmet. Und wenn man dann, wie am Anfang der Ausstellung dargestellt, noch weiß, dass all die ausgestellten Materialien und beteiligten Elemente durch das Leben und Sterben von Sternen entstehen, erhält die ganze Pracht eine weitere Dimension.

Die Ausstellung wurde nach Worten Steigelmanns durch die Schenkung der „Sammlung Vigo Koppitz“ an die Gemeinde Siegsdorf ermöglicht. Aus einer unglaublichen Vielfalt von Mineralien konnten Dr. Robert Darga und sein Team passende Stücke auswählen und mit Exponaten aus dem Bestand des Museums und des Fördervereins zu einem interessanten und lehrreichen Gesamtkunstwerk ergänzen.

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