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ZERTIFIKAT ÜBERGEBEN

Sternenpark auf der Winklmoos

Als Sternenpark zertifiziert ist nun die Winklmoos-Alm. Darüber freuten sich (von links) Initiator Manuel Philipp, Dritter Bürgermeister Max Weiss, Astrophysiker Dr. Andreas Hänel und Tourist-Info-Leiter Florian Weindl. sh

Ein international anerkannter Sternenpark ist die Winklmoos-Alm jetzt – und zwar der erste in den Alpen, und der vierte in Deutschland. Dies belegt ein Zertifikat der „International Dark Sky Association“ (IDA), einer Vereinigung von Astronomen, deren Ziel eine geringere Lichtverschmutzung durch Verwendung von Beleuchtung mit weniger Abstrahlung himmelwärts – und damit ein dunklerer Himmel – ist.

Reit im Winkl– An der Kirche „St. Johann im Gebirg“ überreichte Astrophysiker Dr. Andreas Hänel das Zertifikat an Dritten Bürgermeister Max Weiss. Physiker und Astronom Manuel Philipp erklärte als Initiator des neuen Sternenparks, wie es dazu gekommen war. Bei einem Urlaub vor zweieinhalb Jahren habe er die Winklmoos-Alm bei Nacht erlebt und sei tief beeindruckt vom dortigen Sternenhimmel gewesen. „Das Almgebiet auf der Winklmoos-Alm präsentiert sich mit einem wunderbar dunklen Nachthimmel mit sehr geringer Lichtverschmutzung, wie er in Bayern und Deutschland nur noch in sehr wenigen Gebieten zu finden ist“, findet er.

Mit seiner Idee, einen Antrag auf Zertifizierung zu stellen, stieß er bei Tourist-Info-Leiter Florian Weindl auf offene Ohren. Doch die Vorgaben sind streng. Ein Antrag an die IDA kann nur gestellt werden, wenn mindestens 67 Prozent aller Lichtquellen in dem Areal „sternenparkkonform“ sind.

Die insgesamt 240 Lichtquellen in den 34 Gebäuden der Winklmoos-Alm wurden erfasst und begutachtet. „Über 100 Lichtquellen haben wir in den vergangenen zwölf Monaten umgerüstet“, so Manuel Philipp.

„Der fast 90 Seiten starke Antrag war ein hartes Stück Arbeit“, so Dr. Andreas Hänel, Sprecher der Fachgruppe „Dark Sky“ der Vereinigung Sternenfreunde e.V. Die Optimierung und Umrüstung der Lichtquellen musste mit möglichst geringem zeitlichem und finanziellem Aufwand bewerkstelligt werden. „Es geht hier nicht nur um die Sterne, es geht auch um den Schutz der Natur und der Region“, so Hänel. Die Natur brauche die Dunkelheit. Der Sternenpark biete dank sehr geringer Lichtverschmutzung eine außergewöhnliche Naturlandschaft und einen atemberaubenden Blick in die Sterne.

Der Sternenhimmel zeige, so Dritter Bürgermeister Max Weiss, wie gesundheitsfördernd der bewusste Umgang mit künstlichem Licht ist. Er dankte den Initiatoren für die Antragstellung und den Vertretern der Almbauern, des Alpenvereins und allen Haus- und Grundeigentümern für die Mithilfe bei den erforderlichen Maßnahmen.

Für Tourist-Info-Leiter Weindl ist der Sternenpark ein weiteres attraktives Angebot für Gäste. Es sollen Infotafeln aufgestellt werden, und auch regelmäßige Sternenwanderungen sind geplant.

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