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Steinzeitfunde von der Krautinsel

Steinzeitliche Fundstücke von der Krautinsel im Chiemsee zeigt bis 7. September die Sonderausstellung „Steinzeit auf der Krautinsel“ im Traunsteiner Heimathaus. Buthke
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Steinzeitliche Fundstücke von der Krautinsel im Chiemsee zeigt bis 7. September die Sonderausstellung „Steinzeit auf der Krautinsel“ im Traunsteiner Heimathaus. Buthke

Traunstein – Über die „Steinzeit auf der Krautinsel“ informiert noch bis 7. September eine Sonderausstellung im Stadt- und Spielzeugmuseum des Traunsteiner Heimathauses.

Gezeigt werden rund 500 Fundstücke wie Geräte, Schmuck, Waffen, Nahrungsmittel und Keramik, die ein Privatmann in den vergangenen Jahrzehnten auf seinem Grundstück auf der Krautinsel im Chiemsee gefunden hat.

„So etwas Schönes habe ich in meinen 25 Jahren als Museumsleiter nicht erlebt“, äußerte sich Dr. Jürgen Eminger begeistert bei der Eröffnung. Dass diese fachkundige Sonderausstellung zustande gekommen sei, verdanke man einer hochmotivierten Gruppe von Mitgliedern des Chiemgauer Archäologie-Stammtisches unter der Leitung von Andrea Krammer als „Prima inter pares“, so Dr. Eminger.

Diplom-Geologe Dr. Robert Darga, Leiter des Naturkunde- und Mammut-Museums in Siegsdorf, stellte in seinem Festvortrag fest, die Steinzeit (circa 9500 bis 2300 vor Christus) sei im Chiemgau eine überschaubare Zeit. Deshalb sei es eine Ausnahme, dass die Krautinsel Objekte aus der Steinzeit liefere. Viele Sammler gingen recht locker mit ihren Steinzeitfunden um. Deshalb sollte man eine gewisse „Fundhygiene“ betreiben. Das meiste wurde deshalb nicht mehr gefunden, weil die Fundstücke aus Stein für die Schäftung mit Organischem wie Holz verbunden gewesen seien.

Daher sei der „Fundkontext“ wichtig und es brauche eine Fundplanung. So sei beispielsweise die altsteinzeitliche Fundstelle in Siegsdorf schwierig, weil sie mit einem Bagger ausgegraben worden sei.

Die Frage sei immer, ob die Exponate authentisch seien, denn an einer Fundstelle kämen oft Stücke aus unterschiedlichen Zeitepochen zusammen. BJR

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