Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Aus dem Gemeinderat Schleching

Steinschlagrisiko: Gutachter sperrt Verbindungsstraße „Achberg-Unterwössen“

Die Straße am Achberg bleibt nach dem Winter gesperrt. Wie es mit der Straße weitergeht, ist derzeit offen.
+
Die Straße am Achberg bleibt nach dem Winter gesperrt. Wie es mit der Straße weitergeht, ist derzeit offen.
  • vonSybilla Wunderlich
    schließen

Die Verbindungsstraße „Achberg-Unterwössen“ hat den Winterfrost nicht gut überstanden. Ein Gutachter gab die Straße im derzeitigen Zustand nicht für den öffentlichen Verkehr frei, da ein erhebliches Steinschlagrisiko besteht.

Schleching – Die Sicherheitsnetze biegen sich bereits unter der Last von Geröll und Schmutz. Der Schlechinger Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung bei zwei Gegenstimmen dafür aus, ein Ingenieurbüro damit zu beauftragen, die Kosten für eine etwaige Sanierung zu ermitteln.

Unterhöhlungen und Überhänge

Die Straße wird im Winter gesperrt und muss vor der Öffnung jedes Jahr im Frühjahr überprüft werden. Gutachter Klaus Smettan hatte nun in großen Bereichen der steinschlaggefährdeten Böschung eine starke Erosion ausgemacht. Unterhöhlungen und Überhänge mit absturzgefährdeten Blöcken seien die Folge.

Des Weiteren seien die im Jahr 2003 angebrachten Vernetzungen vollständig mit gelöstem Material gefüllt und dadurch überlastet. In den bislang nicht gesicherten Bereichen schreiten laut Gutachter Verwitterung und die Auflockerung des Geländes fort.

Aufwändige Sanierung notwendig

Smettan erklärte dem Schlechinger Gemeinderat, dass in den betreffenden Bereichen umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erforderlich seien, wenn der Weg für den öffentlichen Verkehr ausreichend „verkehrssicher“ gemacht werden soll. Er schätzte die Kosten dafür grob auf zwischen 65.000 bis 125.000 Euro.

Bürgermeister Josef Loferer (CSU) sprach im Vorfeld der Sitzung mit Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller von den Bayerischen Staatsforsten, wie er mitteilte. Höglmüller habe erklärt, dass der Forst die Straße wieder übernehmen würde, diese dann aber nicht mehr für den öffentlichen Verkehr geöffnet werde. Dies würde bedeuten, dass die Achberger Bürger den Weg nicht mehr als Verbindungsweg nach Unterwössen nutzen dürften, was erhebliche Umwege bedeuten würde.

Das könnte Sie auch interessieren: Obstanger erhalten oder Wohnraum schaffen?

Geschäftsleiterin Regina Mayer klärte über die lange Historie der 550 Meter langen wassergebundenen Kiesstraße auf. Der Weg sei erstmalig 1961 vom Landratsamt Traunstein ins Bestandsverzeichnis für öffentliche Feld- und Waldwege in gemeindefreien Gebieten aufgenommen worden. 1965 sei die Übernahme ins Verzeichnis der Gemeinde Oberwössen erfolgt. Die Gemeinde Schleching übernahm die Straße nach der Gebietsreform in ihr Bestandsverzeichnis.

Baulast liegt bei der Gemeinde Schleching

Die Baulast liegt laut Mayer seit 1983 allein bei der Gemeinde Schleching. Bei der damaligen Sanierung beziehungsweise dem Ausbau der Straße habe sich der Forst mit 25 Prozent beteiligt und eine weitere Beteiligung von 20 Prozent in Aussicht gestellt, wenn die Gemeinde die Straßenbaulast und Verkehrssicherheit übernimmt.

Im Gemeinderat löste das Thema eine längere Diskussion aus. Martina Hammerl-Tiefenböck (UBS) schlug vor zu prüfen, ob eine öffentliche Förderung – eventuell über die Dorferneuerung – möglich ist. Andi Hell (UBS) fragte nach einer Zwischenlösung, die aber laut Mayer bei den angegebenen Kosten von bis zu 125.000 Euro liegen würde.

Die Straße ist wichtig für die Anwohner

Felix Laubhuber (SPD) wies darauf hin, wie wichtig die Straße für die Achberger sei und schlug vor, wenn die Höhe der Kosten für die Sanierung geklärt sei, diese in den Haushalt in zwei Jahren aufzunehmen. Elfie Bachmann (UBS) erinnerte sich, dass es vor einiger Zeit eine Anliegerversammlung mit verschiedenen Optionen gab. Mayer versprach, sich darüber zu informieren.

Zeitnahe Entscheidung gefordert

Timo Kleinschroth (UBS) berichtete, dass er vor kurzem 15 E-Bike-Fahrer auf der Straße gesehen habe und mahnte wegen der gefährlichen Situation zu einer zeitnahen Entscheidung.

Vorgeschlagene Zwischenlösungen lehnte Bürgermeister Loferer ab, da er als Bürgermeister bei der unklaren Sicherheitslage, besonders auch wegen dem felsigen Grund, nicht die Verantwortung und Haftung übernehmen könne.

Mehr zum Thema

Kommentare