Diskussionen über Bebaungsplan in Rimsting gehen weiter - Nochmalige Auslegung

Steinig ist der Weg zur neuen Halle

Rimsting - Steinig ist der Weg der Gemeinde, die eine neue Turnhalle in Rimsting bauen will. Nach wie vor für Diskussionen sorgt der Bebauungsplan, den sie aufstellen will.

Nach zweimaliger Beteiligung der Bürger und Behörden muss er jetzt zum dritten Mal öffentlich ausgelegt werden. Allerdings können Einwendungen nur zu den geänderten und ergänzten Teilen vorgebracht werden. Der Bebauungsplan ist nun nicht, wie sonst üblich, einen Monat im Rathaus einsehbar, sondern nur zwei Wochen bis Freitag 5. Dezember.

Die Anregungen, die im Rahmen der zweiten öffentlichen Auslegung eingegangen waren, behandelte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Nach der Abwägung ließen der Gemeinderat, Bürgermeister Josef Mayer und die Verwaltung keinen Zweifel, dass jetzt für die dritte notwendige öffentliche Auslegung ausschließlich naturschutzfachliche Belange, besonders von der Unteren Naturschutzbehörde beim Landratsamt Rosenheim, zu diskutieren seien. Von Seiten der Bürger seien zuletzt keine Bedenken oder Anregungen mehr vorgebracht worden.

In seiner Stellungnahme bemängelte die Untere Naturschutzbehörde, dass für die Ortsrandeingrünung an der süd- und westlichen Grundstücksgrenze keine ausreichenden Flächen zur Verfügung stünden. Im Westen betrage die Eingrünung nur sechs Meter. Der Gemeinderat erklärte, dass der Zuschnitt des Grundstückes keine anderen Abmessungen der Grünflächen zulasse. Die Turnhalle sei - dem Gelände angepasst - etwas "eingegraben", um die optische Wirkung am Ortsrand zu verbessern.

Das Gremium folgte der Empfehlung der Naturschutzbehörde, die Pflanzliste zu ergänzen. Zur Begrünung der Parkplätze werden keine Obst-, sondern Laubbäume verwendet.

Des Weiteren kritisierte die Behörde die Planung für die Darstellung der Ausgleichsfläche, die für die Baumaßnahme notwendig ist. Der Gemeinderat stellte klar, dass die Ausgleichsfläche vollständig vorhanden sei. 1910 Quadratmeter betrage nach den Richtlinien die notwendige Ausgleichsfläche. Die Gemeinde habe im Westenbachtal ein Grundstück von 8790 Quadratmeter. 5124 Quadratmeter seien bereits abgebucht, 3666 stünden zur Verfügung.

Die Regierung von Oberbayern hatte grundsätzlich keine Bedenken gegen die Planung, wies jedoch auf die unmittelbare Nähe des geplanten Biomasseheizkraftwerkes und die Wohnbebauung hin. Die Gemeinde habe eine schalltechnische Untersuchung in Auftrag gegeben, die auch der Immissionsbehörde beim Landratsamt vorgelegt worden sei, so der Gemeinderat.

Das Gremium billigte einstimmig die vom Planungsbüro überarbeite Planung. th

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