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Zehn Jahre "Reiten für Behinderte"

Stefanie Hertel gratuliert dem Verein

Die Volksmusiksängerin Stefanie Hertel hatte die Schirmherrschaft für das Jubiläumsfest des Fördervereins "Reiten für Behinderte" übernommen. Vereinsvorsitzender Franz Geyer dankte ihr für das Engagement. Foto  tamara eder
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Die Volksmusiksängerin Stefanie Hertel hatte die Schirmherrschaft für das Jubiläumsfest des Fördervereins "Reiten für Behinderte" übernommen. Vereinsvorsitzender Franz Geyer dankte ihr für das Engagement. Foto tamara eder

Der Förderverein "Reiten für Behinderte" mit Sitz in Grassau feierte sein zehnjähriges Bestehen im Gasthof "d'Feldwies". Vorsitzender Franz Geyer, der nach zehn Jahren seinen Rücktritt ankündigte, berichtete, nach großen Anfangsschwierigkeiten stehe der Verein heute finanziell ausgerüstet da und könne vielen, die finanziell dazu sonst nicht in der Lage wären, eine Reittherapie ermöglichen.

Grassau/Übersee - Schirmherrin der Veranstaltung war die Volksmusikikone Stefanie Hertel, die den Förderverein im Jahre 2006 eine Spende von 37500 Euro zukommen ließ (wir berichteten mehrmals).

Ihr Großvater, erzählte die Sängerin, sei evangelischer Diakon gewesen und habe sich sehr engagiert. So habe sie miterleben können, mit welchen Kleinigkeiten benachteiligten Menschen eine Freude bereitet werden könne. Sie berichtete, wie Franz Geyer, vor einigen Jahren Kontakt zu ihrem Mann Stefan Mross aufgenommen und um Spenden für den Verein nachgefragt habe. So sei besagter Gewinn bei Jörg Pilawas Prominentenquiz dem Verein zugute gekommen.

Laut Geyer sei der Förderverein kein Wunschkind gewesen, sondern eine Notgeburt. Die Reittherapie habe auf der Kippe gestanden, da die Krankenkassen eine Kostenübernahme verweigert hätten. Als dann der Förderverein in Grassau im Gasthof "Hansbäck" aus der Taufe gehoben wurde, stand als nächstes die finanzielle Ausstattung auf dem Programm. Er, Geyer, habe über 350 Bettelbriefe geschrieben und während das normale "Fußvolk" bereit war, etwas zu geben, sei die Resonanz bei den Besserbetuchten eher gering gewesen.

Eine "pensionierte Fee", so Geyer habe 2000 Eurogestiftet, die Aktion "Sternstunden" ein "halbes" Therapiepferd ermöglicht. Der Chor "Sowieso" unterstützte den Verein mit einem Benefizkonzert und auch vom Traunsteiner Justizpalast erreichen regelmäßig Spenden den Verein. So sei aus dem kränklichen Säugling ein Prachtexemplar geworden. Ein besonderes Weihnachtsmärchen sei auf ein Treffen mit dem jungen Traunsteiner und Volksmusikstar Stefan Mross entstanden.

Der 74-Jährige wünschte der neuen Vorstandschaft viel Glück. Seinen Dank richtete er an Angelika Drost, die mit großer Vehemenz die Geschicke des Vereins vorangetrieben habe und an seinen Vize Dr. Winfried Drost sowie an die vielen Therapeuten. "Reittherapie ist kein Beruf, sondern Berufung", schloss er. "Glaubt an das Gute im Menschen, akzeptiert behinderte Menschen in eurer Mitte." Ein Grußwort richtete auch Siegi Götze, Behindertenbeauftragter des Landkreises an den Förderverein und dankte allen, die "mit so viel Liebe und Akribie Mensch und Tier zusammengeführt haben". Auch er informierte, dass seine Zeit im Landratsamt auslaufet, doch sich eine Nachfolgerin im Amt gefunden habe, die sich bereits einarbeitet. Dies zeige, dass dem Landratsamt die Arbeit mit Menschen mit Behinderung sehr wichtig sei. tb

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