Steckerlfischessen to go ist großer Erfolg

Die Schützengesellschaft Hart bei Chieming organisierte ein Steckerlfischessen der etwas anderen Art. Mit einem Hygiene- und Abholkonzept konnten sie so trotz Corona für ihre Mitmenschen grillen.
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Die Schützengesellschaft Hart bei Chieming organisierte ein Steckerlfischessen der etwas anderen Art. Mit einem Hygiene- und Abholkonzept konnten sie so trotz Corona für ihre Mitmenschen grillen.

Chieming – Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen war den Verantwortlichen der Schützengesellschaft (SG) Hart bei Chieming schnell klar gewesen, dass das traditionelle Steckerlfischessen nicht in der gewohnten Form stattfinden kann.

Den treuen Besuchern wollte man den Genuss der leckeren Grillspezialität aber nicht vorenthalten und so beschloss das Team um Schützenmeister Hans Mörner, das Steckerlfischessen to go, also nur zum Mitnehmen, anzubieten. Die Idee stieß bei den Bürgern auf große Resonanz, und so verkaufte die SG am Ende sogar mehr Fische als beim bisher üblichen Veranstaltungsformat, nämlich genau 210.

Auf dem Vorplatz des Schützenheims und Feuerwehrhauses – dort, wo normalerweise beim Steckerlfischessen reihenweise Bierbänke aufgestellt sind und sich die Gäste in geselliger Runde unterhalten – herrschte gähnende Leere: Ein Desinfektionsmittel-Spender an der Zufahrt, Abstands-Klebestreifen auf dem Boden und vor den riesigen Toren des Feuerwehrhauses, die Grillstation mit einem Verpack- und einem Bezahltisch – das war’s.

In den Tagen zuvor hatte Mörners Handy geglüht: Fische gab es nur auf Vorbestellung und zu einer fest vereinbarten Abholzeit, um größere Menschenansammlungen zu vermeiden. Auf die Minute pünktlich hatten die Grillmeister Elija von le Suire und Maria Schauer die bestellten Fische fertig, die Hans Mörner und Thomas Haindl verpackten und in Tragetaschen verstauten.

Sophie Haindl und Sabine Wastlhuber an der Kasse kümmerten sich ums Finanzielle.

Das Corona-Konzept ging voll und ganz auf, auch weil alle Kunden pünktlich zum Abholen kamen und sich an die Abstands- und Hygieneregeln hielten. Als am späten Abend alle Steckerlfische über die Verkaufstheke gewandert waren, sprachen Mörner und seine Vorstandskollegen allen Käufern und Helfern ein „Vergelt’s Gott“ aus. Trotz guter Einnahmen hoffen bei der SG nun alle, dass sie das Steckerlfischessen im kommenden Jahr wieder in der gewohnten Form anbieten können. Denn das Zusammensitzen und das gemeinsame Feiern gehe der Dorfgemeinschaft schon ab, so Mörner.

Weil die Rückmeldungen so positiv waren und viele Fisch-Abholer auf eine baldige Wiederholung drängten, laufen bei der SG bereits die Überlegungen, im September vielleicht ein „Steckerlfischessen reloaded“ anzubieten. rse

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