In Staudach fällt wegen der Corona-Krise auch die Erstkommunion aus

Die Plakatwand zeigt, welche Veranstaltungen die Schüler gerne besucht hätten. Darunter auch ein wichtiges Thema für die Kinder: Die Erstkommunion. RE

Leere, traurige Plakatwände, keine größeren Veranstaltungen der Kirche in diesem Jahr. Und doch haben die Kinder die Vorstellung, wie es ohne Corona-Krise hätte sein können

Staudach-Egerndach –. Nun zieren Gemälde von Schülern die Wände die Schule und zeigen, worauf sich die Kinder freuen.

Die Idee stammt von Bürgermeisterin Martina Gaukler. Die Plakatwand war im vergangenen Jahr voller Veranstaltungshinweise. Dieses Jahr wurden alle Veranstaltungen abgesagt und die Wand blieb leer. Sie überlegte, wie sie schön gestaltet werden könnten und fragte in der Schule nach, ob die Kinder während der Notbetreuung nicht Lust hätten, selbst Plakate zu entwerfen. Lehrerin Julia Stiegler gefiel die Idee und animierte die Schüler, sich Veranstaltungen zu überlegen, die sie gerne besucht hätten.

Ein großes Thema dabei war, so berichtete Gaukler, die Erstkommunion. Auf dieses Ereignis hatten sich die Kinder bereits vorbereitet und jetzt im Mai wäre der große Tag gekommen. Natürlich wird die Erstkommunion irgendwann nachgeholt, dennoch waren die Schüler der dritten Klasse traurig, dass ihr besonderer Tag gestrichen wurde. In Bildern wurde dieser Tag nun malerisch durchgespielt.

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Aber auch andere Veranstaltungen vermissen die Kinder. Da wurde der Vereinshoagart gemalt, bei dem die Trachtenkinder gemeinsam tanzen und das Waikiki-Fest der Feuerwehr dargestellt. Selbst das Oktoberfest und die „Lange Nacht“ in Grassau, sowie das beliebte Schulfest sind auf den Bildern zu sehen. Deutlich wird, wie sehr die Schüler diese besonderen Tage vermissen.

Dennoch ist nicht nur die Sehnsucht nach diesen Veranstaltungen zu spüren, sondern auch die Vorfreude auf die Treffen, und wenn man beim Maibaumaufstellen zusehen und mitfeiern darf. Durch die insgesamt 15 Plakatbilder wird deutlich, welches Leben selbst in einer kleinen Gemeinde herrscht und wie sehr die Vereine, deren Arbeit derzeit ebenfalls ruht, dazu beitragen.

Bürgermeisterin Gaukler ist begeistert von den Schülerwerken, die nun wesentlich zum bunten Aussehen der Gemeinde beitragen und Vorfreude bereiten. „Manchmal ist es gar nicht so schlecht, verzichten zu müssen, damit man lernt und erkennt, was man alles genießen darf“, sagte sie.

Die Bilder sind sowohl an den Plakatwänden, wie auch an der Tourisinformation, dem Gasthof „Zum Ott“ und Gasthof „Mühlwinkl“ zu sehen. tb

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