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HAUSHALT IM GEMEINDERAT

Staudach-Egerndach muss wegen Corona an die Rücklagen

Der Wegfall von Einnahmen vieler Gewerbe hat auch in Staudach einen Einbruch bei der Gewerbesteuer zur Folge.
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Der Wegfall von Einnahmen vieler Gewerbe hat auch in Staudach einen Einbruch bei der Gewerbesteuer zur Folge.
  • VonTamara Eder
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Die Gemeinde Staudach-Egerndach schafft es heuer nicht, den Verwaltungshaushalt ohne Rücklagen ins Plus zu bringen. So wirkt sich Corona auf die Finanzen aus.

Staudach-Egerndach – Um den Haushalt ging es in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Staudach. Beim Verwaltungshaushalt solle im besten Fall ein Plus stehen. „Doch dieses Jahr werden wir das durch die Folgen der Pandemie nicht erreicht“, so die Bürgermeisterin Martina Gaukler (CSU).

Den Haushaltsplan erläuterte Kämmerin Karoline Speckbacher. Sie führte an, dass aus dem Vermögenshaushalt rund 83 000 Euro dem Verwaltungshaushalt zugeführt werden müssten, um ihn auszugleichen. Der Verwaltungshaushalt umfasst 2,12 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt rund 679 000 Euro.

Musikschule kostet 50000 Euro

Bei ihren Ausführungen ging Speckbacher auf die Posten ein, die sich im Vergleich zu den anderen Jahren abhoben. So stehen in der Rubrik „Brandschutz“ nicht nur rund 27 000 Euro für erforderliche Umbaumaßnahmen im Feuerwehrhaus drin, sondern auch 2000 Euro für einen neuen Hydranten. Speckbacher führte hier an, dass jährlich ein Hydrant ausgetauscht werde und so die Funktionalität erhalten bliebe.

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Für die Musikschule gibt die Gemeinde über 50 000 Euro aus. In 2019 waren er rund 37 000 Euro und vergangenes Jahr 47 000 Euro. Doch auch für die Sanierung des Kriegerdenkmals sind 2700 Euro veranschlagt. Für den Ausgleich der Aufwendungen im Kindergarten werden dieses Jahr 60 000 Euro eingeplant. Da die Gemeinde die eigene Schule teilweise an den Schulverband vermietet habe, stünden im Haushaltsplan dafür über 23 000 Euro Mieteinnahmen, so die Bürgermeisterin.

Wanderwege und Straßenunterhalt

Damit die Wanderwege im Gemeindegebiet weiterhin in einen ordentlichen Zustand bleiben, sind für den Unterhalt über 10 000 Euro vorgehalten und für anfallende Arbeiten zum Straßenunterhalt ungefähr die Summe in der gleichen Höhe.

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Für den Abwasserkanal stehen für die Sanierung 53 000 Euro. Doch resultiere diese Summe aus der Endabrechnung der vorangegangenen Maßnahmen und würden wohl keinen Ausschlag auf die Abwassergebühren haben, schob die Kämmerin ein. Im Einzelplan für den „Fremdenverkehr“ sticht die die Zuweisung an den Achental Tourismus von knapp 42 000 Euro ins Auge.

Nur knapp die Hälfte an Gewerbesteuer

Der Grund, warum die Gemeinde dieses Jahr nicht aus eigener Kraft ausgleichen kann und auf die Rücklagen zurückgreift, liegt am Rückgang der Gewerbesteuer. Kratze die Summe vor zwei Jahre knapp an der 200 000 Euro Marke, lag sie im vorigen Jahr bei 160 000 Euro und ist im Haushalt 2021 mit 94 000 Euro veranschlagt.

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Was natürlich zur Folge hat, dass die Zahlung der Gewerbesteuerumlage im Vergleich zu den Vorjahren nur noch rund ein Viertel beträgt und mit voraussichtlich 10 000 Euro zubuche schlägt. Auch wenn sich die beschlossene Änderung der Zweitwohnungssteuer durchaus positiv auswirkt und sie sich zum Vorjahr fast verdoppelt hat und somit auf 15 000 Euro beläuft, hat das kaum eine Auswirkung auf den Gesamthaushalt.

Letztlich muss der Verwaltungshaushalt mit einer Zuführung von 83 000 Euro aus dem Vermögenshaushalt ausgeglichen werden. Wie Speckbacher anmerkte, werde wohl 2022 ein weiterer Ausgleich aus dem Vermögenshaushalt erforderlichen werden. .

Neues Fahrzeug für die Feuerwehr

Im Vermögenshaushalt sind als besondere Punkte die 88 000 Euro Investitionszuweisung auf der Einnahmeseite vom Land für das neue Feuerwehrfahrzeugt und die dafür 266 000 Euro auf der Ausgabenseite zu sehen, was laut Speckbacher von der Gemeinde zu tragen ist.

Im Bereich Schulen sind für den Bereitbandausbau 36 000 Euro angedacht. So könne sofort agiert werden, wenn der Ausbau komme, so die Kämmerin. Für die Sanierung der Brücke vom Madereybach bei Avenhausen sind knapp 36 000 Euro eingestellt und für die erforderlichen Instandhaltung des Kanals 50 000 Euro.

Einstimmig angenommen

Durch die Entnahme von 402 000 Euro aus den Rücklagen wird der Vermögenshaushalt ausgeglichen. Was aus den vorgenannten Gründen nicht wehtue, so die Kämmerin und bezog sich dabei auf die Zahlung von Strafzinsen, dem Verwahrentgelt. Wie Speckbacher anführte, werden die Rücklagen im laufenden Jahr auf 1,8 Millionen Euro zurückgehen. Der Haushaltsplan wie auch der Finanzplan wurden vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

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