Staudach-Egernach: Fahrzeuge werden in Tiefgarage untergebracht

Im Mühlstetterfeld ist der Parkdruck hoch und bei unsachgemäß abgestellten Fahrzeugen könnte es zu Problemen bei Noteinsätzen kommen.
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Im Mühlstetterfeld ist der Parkdruck hoch und bei unsachgemäß abgestellten Fahrzeugen könnte es zu Problemen bei Noteinsätzen kommen.

m Laufe der Bauausführung für ein Wohnhaus mit sieben Wohneinheiten und somit 14 erforderlichen Stellplätzen im Mühlstetterfeld kam von den Bauwerber der Gedanke, die Stellplätze nicht nur oberirdisch, sondern eine Tiefgarage zu errichten, führte Bürgermeisterin Martina Gaukler (Einheitsliste) bei der Gemeinderatssitzung aus.

Staudach-Egerndach– I Da es sich bei einer Realisierung um eine Nachverdichtung handeln würde, müsste der Bebauungsplan „Mühlstetterfeld I“ geändert werden. Im Wesentlichen geht es bei der Änderung um die Grundflächenzahl (GRZ). Sie gibt den Flächenanteil eines Baugrundstückes an, der überbaut werden darf. Im Bebauungsplan ist sie auf 0,18 festgelegt und müsste auf 0,35 erhöht werden.

Die Erhöhung der GRZ ist laut Geschäftsleiter Florian Stephan erforderlich, da der Baukörper der Tiefgarage ebenso die ungehinderte Versickerung von Regenwasser verhindert und so als Versiegelung gesehen werden muss. Auch wenn dieser anschließend aufgeschüttet und begrünt werde, fügte er an.

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In der Diskussion zeigte sich, dass das Vorhaben, die Fahrzeuge in einer Tiefgarage unterzubringen, durchwegs begrüßt wurde. Doch merkte Gaukler an, dass dadurch ein Präzedenzfall geschaffen werde und in der Folge andere Bauwerber mit gleichem Recht behandelt werden müssten.

Gemeinderat Herbert Weber (Einheitsliste) sprach den Parkdruck in diesen Bereich an. Er gab auch zu bedenken, dass es nicht auszuschließen sei, wenn Fahrzeuge am Wendekreis abgestellt seien, es bei Notfalleinsätzen zu Problemen kommen könnte. Zweite Bürgermeister Peter Schwarz (Einheitsliste) bezog sich auch auf den hohen Parkdruck durch die vielen Wohnungen, die sich dort befinden würden. Er fände eine Tiefgarage gut, da die Fahrzeuge dann aus dem Sichtfeld wären. Der Gemeinderat stimmte uneingeschränkt für die Bebauungsplanänderung. mp

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