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2,9 Millionen Euro für Sanierung und neues Nebengebäude

Statisch in gutem Zustand

Chieming - Das Rathaus soll saniert und das Nebengebäude ersetzt werden. Dafür hat sich der Chieminger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. In dem Nebengebäude befindet sich das Bauamt, in früheren Jahren war dort das Postamt untergebracht.

Zuvor hatte Architektin Ulrike Heidi Oel aus Tittmoning das Ergebnis einer von der Gemeinde gewünschten Kostenermittlung vorgestellt. Demnach würde ein Rathausneubau einschließlich Ersatz des Nebengebäudes rund 4,3 Millionen Euro kosten, eine Sanierung des Rathauses mit Neubau des Nebengebäudes rund 2,9 Millionen Euro.

Obwohl das Rathaus in den 1960er-Jahren gebaut wurde, sei das Gebäude statisch in einem guten Zustand, sagte die Architektin. Schlechte Wärmedämmung, feuchte Kellerräume, der Zustand des Daches, alte Elektroleitungen und fehlende Barrierefreiheit machen aber eine Modernisierung und Generalüberholung nach den neuesten Erkenntnissen unbedingt nötig. Die Büros der Kämmerei und der Kasse wie auch das Vorzimmer des Bürgermeisters seien zu klein, der Flur im Rathaus diene mehr dem Abstellen von Gerätschaften, weite Wege sind zu gehen, aber auch die Helligkeit im Hausgang fehle.

Bürgermeister Benno Graf kündigte an, dass noch heuer die Planung erstellt werden soll. Im nächsten Jahr werde das Nebengebäude abgerissen und ersetzt. Dann schließe sich die umfassende Sanierung des Rathauses an und spätestens Ende 2015 erwarte er die Fertigstellung der gesamten Bau- und Umbaumaßnahme.

Heizungsplaner Anton Stadler aus Traunstein stellte mögliche Heizungssysteme für das Rathaus mit Nebengebäude vor und sprach sich für eine Pelletsanlage oder eine Wärmepumpenanlage aus. Nach seinen Ausführungen würde eine Pelletsanlage brutto etwa 184000 Euro, eine Wärmepumpanlage 245000 Euro kosten. Die jährlichen Betriebskosten schätzt er bei beiden Heizungssystemen etwa gleich hoch ein. Eine neue Heizungsanlage sei schon aus energetischen Gründen "dringend notwendig", da die bisherige Heizung nach seinen Berechnungen seit Jahren einen hohen Wärme- und damit auch -Kostenverlust einfahre. Der Heizkessel stamme aus dem Jahr 1983, die Nutzungsdauer sei bereits wesentlich überschritten, die Umwälzpumpen sind veraltert und die Heißwasserleitungen nicht isoliert. Seine Aussagen untermauerte der Heizungsexperte mit Bildern, die den Zustand des bestehenden Heizungssystems aufzeigten.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um die Wasserversorgung der Harter Gruppe. Mehrheitlich beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, eine Vereinbarung zur Betriebsführung der Wasserversorgungsanlage der Gemeinde durch den Zweckverband abzuschließen. Graf erwähnte, diese Zwecksvereinbarung sei ein erster Schritt, nach seinen Worten werden noch weitere mit dem Zweckverband zur Wasserversorgung der Harter Gruppe folgen.

Mehrheitlich wurde auch der zehnten Fortschreibung des Regionalplans für den Bereich Südostbayern, Teilabschnitt Windenergie, zugestimmt. Der Bürgermeister sagte, die Stellungnahme der Gemeinde Chieming hätte beim bereits erfolgten Anhörungsverfahren die volle Zustimmung erhalten. oh

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