Station erhalten

Zum Bericht "Bald keine Babys mehr aus Prien" im Lokalteil:

Vielen Dank für die Berichterstattung über die geplante Schließung der Geburtsstation Prien, über die bis dato nur Gerüchte kursierten. Wir als Priener sollten diese Abwertung des Standorts Prien nicht einfach hinnehmen!

Die Arbeitsbedingungen der freiberuflichen Hebammen sind vor allem aufgrund der explodierenden Kosten für die Berufshaftpflicht deutschlandweit katastrophal; die Antwort darauf kann doch keine massive Schließung der Geburtsstationen im ländlichen Raum sein.

Dass die Bevölkerung dies nicht wünscht, zeigt zum Beispiel die in kürzester Zeit äußerst erfolgreiche Online-Petition change.org/hebamme mit bereits zirka 300000 Unterschriften.

Da es sich nicht um eine Privatklinik handelt, sondern der Landkreis Träger der Romed-Kliniken ist (und der Landrat turnusmäßiger Vorsitzender des Aufsichtsrates), wäre eine politische Lösung im Sinne des Erhalts der ländlichen Infrastruktur durchaus möglich.

Diesen Weg wählt zum Beispiel der Landkreis Zwiesel. Damit die Geburtsstation zum Juli 2014 wieder öffnen kann, übernimmt das Kreiskrankenhaus Zwiesel einen Großteil der Berufshaftpflichtversicherung, zahlt den Hebammen mehr und hat eine Vermittlungsprämie von 3000 Euro für jede Hebamme ausgelobt.

Andrea Almer

Prien

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