Startschuss in Reit im Winkl: LaBrassBanda auf Biergartentour

Frontmann Stefan Dettl: „Wir sind sehr dankbar, in dieser besonderen Zeit für Euch spielen zu dürfen.“
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Frontmann Stefan Dettl: „Wir sind sehr dankbar, in dieser besonderen Zeit für Euch spielen zu dürfen.“

Konzertreihe soll Wirten helfen – Startschuss in Reit im WinklDie Gruppe LaBrassBanda geht auf Biergarten-Tour quer durch Bayern. Unter dem Motto „Rettet die Wirte und die Kultur“ will die Gruppe auch ihr neues Album „Danzn“ präsentieren

Von Martin Tofern

Reit im Winkl – „Vor ein paar Wochen haben wir im Biergarten gesessen und gesehen, dass sich noch nicht so viele Leute da reintrauen. Da haben wir überlegt, wie wir den Wirten helfen können“, sagt Stefan Dettl, der Frontmann von LaBrassBanda.

Zusammen mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und den Wirten hat die Band ein Konzept erarbeitet, wie die Konzerte unter Einhaltung der Corona-Regeln ablaufen können. „Der Weg, mit Politik und Behörden zusammenzuarbeiten, ist viel cooler als einfach nur zu protestieren“, erklärt Dettl.

„Das Natürlichste von der Welt“

Und es passt der Band sicher auch gut ins Konzept, dass die neue CD „Danzn“ just zu Start der Tour durch die Biergärten auf den Markt kommt. „Es gibt natürlich nichts Besseres als so eine Tour, um die CD vorzustellen“, betont Dettl. „Das ist jetzt unsere Promo-Zeit.“ Eigentlich hätte die CD schon im Mai herauskommen sollen, doch die Veröffentlichung war wegen Corona verschoben worden. Jetzt stehen gut eine Woche lang drei kurze Konzerte pro Tag auf dem Programm, manchmal sogar vier, zum Beispiel in vier Münchener Biergärten.

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In sieben Tagen kommt LaBrassBanda so auf 27 Auftritte. Dettl ist überzeugt, dass er und die Band das leicht schaffen können: „Für uns ist es das Natürlichste von der Welt, herumzureisen und Konzerte zu spielen.“

Den Anfang auf der Biergarten Tour macht die Gruppe in der Alpengaststätte Hindenburghütte in Reit im Winkl und zwar am Freitag, 24. Juli, um 12 Uhr mittags. „Ich kenne Stefan Dettl seit vielen Jahren, weil ich selbst Musik mache“, sagt der Wirt Günter Dirnhofer. Er könne die Unterstützung der populären Band brauchen, denn „Mitte März war bei uns Schicht im Schacht, obwohl wir damals noch eine gute Schneelage hatten.“ Jetzt soll das Konzert das Geschäft wieder ein bisschen ankurbeln. Seit 30 Jahren macht Dirnhofer in seiner Gaststätte musikalische Veranstaltungen von Jazz über Rock bis hin zu volkstümlicher Musik.

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Der Gastwirt ist überzeugt, dass das Konzert für alle sicher sein wird. „Wir haben einen sehr großen Außenbereich.“ 200 Leute dürfen das Konzert verfolgen. „Aber wir müssen uns ganz akribisch an das Hygienekonzept halten, da sind wir sehr genau.“ Und so plant er, dass er den Biergarten für Außenstehende dicht macht, wenn 200 Leute da sind. Ob wirklich so viele Leute kommen werden, könne er nicht sagen. „Das Wetter wird eine entscheidende Rolle spielen.“

Das Konzert dauert eine halbe Stunde. Frontmann Stefan Dettl spielt wie gewohnt Trompete und singt. Begleitet wird er von Manuel Winbeck an der Posaune, Manuel da Coll am Schlagzeug, Fabian Jungreithmayr am Bass, Stefan Huber an der Tuba sowie von Jörg Hartl und Korbinian Weber an der Trompete.

Zusammenspiel von Bier, Essen und Musik

Wer schon mal ein Konzert von LaBrassBanda miterlebt hat, weiß, dass die Truppe normalerweise ziemlich laut spielt. „Das ist von Konzert zu Konzert unterschiedlich“, erklärt Dettl. Die Band gehe auf das jeweilige Publikum und die Akustik ein. In einem engen Amphitheater mit steilen Zuschauerrängen wie etwa in Kiel könnten sie nicht so druckvoll spielen wie in freiem Gelände.

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Gastwirt Dirnhofer zieht die leisere Variante vor. Deshalb habe er in der Hindenburghütte auch noch nie eine Silvesterveranstaltung gemacht. Ihm gehe es um das Zusammenspiel von Bier, Essen und Musik. „Alles in allem sehe ich der Veranstaltung ganz gelassen entgegen“.

Nach dem Konzert gibt es noch eine Autogrammstunde, dann ziehen LaBrassBanda weiter zum nächsten Biergarten, dem Almdorado in Übersee. Das Schlusswort hat wieder Stefan Dettl: „Wir sind sehr dankbar, in dieser besonderen Zeit für Euch spielen zu dürfen.“

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