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DWD warnt vor schwerem Gewitter in Teilen des Landkreises Rosenheim

Starkregen, Sturmböen und Hagel

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Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
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START-UP

Ein Rimstinger Gründer setzt auf Acryl, Farbe und Licht

Gründer Thomas Oberloher aus Rimsting mit einer seiner Designleuchten aus Acryl, Modell „Amber“.
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Gründer Thomas Oberloher aus Rimsting mit einer seiner Designleuchten aus Acryl, Modell „Amber“.
  • Elisabeth Sennhenn
    VonElisabeth Sennhenn
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Gründer Thomas Oberloher aus Rimsting lässt Kunststoff leuchten. Die Objekte seiner Ein-Mann-Firma Polear Design sind aus recycelbarem Material und begeistern Privatleute wie Unternehmen. Doch die Messenfehlen dem Start-up, um bekannter zu werden.

Rimsting – Acryl hat zwar als Material für Sicht- und Spuckschutz in Zeiten von Corona reißenden Absatz gefunden, ist aber schon lange in vielen Branchen beliebt. Außer als Glasersatz wird es in der Industrie und in der Medizin eingesetzt. Und weil es vielseitig verwendbar ist, ruft es immer wieder kreative Köpfe auf den Plan.

Einer von ihnen ist der Rimstinger Thomas Oberloher. Der 34-Jährige hatte schon lange ein Faible für beleuchtete Glasvitrinen und tüftelte 2016 an einem Objekt, bis ihm dabei regelrecht ein Licht aufging: „Mit Acryl geht das alles viel besser.“

Psychologie der Farben: Türkis und Goldgelb fürs Gemüt

2017 hatte er ein erstes Vitrinenmodell aus dem Kunststoff entworfen, das er mit einem im Sockel versteckten, extrem leistungsstarken LED-Leuchtband ausstattete.

Neben seinem Vollzeitjob als Maschinenbauer verbrachte Oberloher von da an viel Zeit in seiner kleinen Werkstatt daheim. Sein Portfolio hat er inzwischen um Designleuchten nach dem gleichen Prinzip erweitert: Transparentes Acryl wird stimmungsvoll beleuchtet, wobei hier die Farben je nach Wunsch und per Fernbedienung wechseln können: „Ich persönlich liebe Türkis und Goldgelb“, verrät der Gründer, und dass er sich mit der Wirkung von Farben auf das psychische Wohlbefinden befasst.

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Sein kleines Unternehmen nennt er Polear Design. 2019 nahm er erstmals an der Münchener Messe „Heim und Handwerk“ teil, ein voller Erfolg: Ein Startup-Magazin wählt ihn zum Gründer der Woche, Privat- wie Geschäftsleute werden auf Polear Design und die Objekte aufmerksam. Oberloher versieht diese auch mit Gravuren, vom bayerischen Hirsch-Motiv bis zum Firmenlogo.

Ein Gesamtkunstwerk mit mehreren Partnern

Alles in allem sind die Vitrinen und Leuchten sozusagen ein Gesamtkunststück, an dem mehrere Rimstinger Firmen ihren Anteil haben: Die Frästechniker Joachim Reiß und Jakob Blieml, Prankl Maschinenbau, Laserveredelung Steinberger sowie der Kunsthandwerker und CNC-Experte Michael Pöll aus Prien-Bachham. Im Moment fehlen Oberloher die Messen: „Vielleicht“, so hofft er, „klappt es ja wieder in diesem Jahr.“ Vorsorglich hat die Messe in München auf ihrer Website als Veranstaltungsdatum den 1. bis 5. Dezember eingetragen.

Derweil konzentriert sich Oberloher, der weiter als Maschinenbauer in Rimsting arbeitet („ich finde es erst mal wichtig, mit einem Fuß im festen Job zu bleiben“) auf seinen Onlineshop und auf neue Ideen: „Ich habe in den vergangenen Monaten an einer neuen Produktreihe gearbeitet. Einen beleuchteten, individuell anpassbaren Brillenständer. Er wird wie die Leuchten mit Lasergravur veredelt.“ Geschäftsräume von Optikern und Brillenläden ließen sich durch den rund 1,80 Meter hohen Ständer optisch aufwerten.

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Er ist froh, auf das Material Acryl gekommen zu sein: „Es kann komplett eingeschmolzen und wiederverwendet werden“, beschreibt er einen Vorteil. Diesen bestätigt der deutsche Acrylhersteller Evonik: Acrylglas sei ein vollständig rezyklierbarer Werkstoff.

„Wenn das verwendete Material, zum Beispiel Polymethylmethacrylat oder PMMA, zur Gruppe der Thermoplasten gehört, kann man es beliebig oft einschmelzen und neu formen“, erläutert der Verband der Kunststoff verarbeitenden Industrie Bayern (KVI). PMMA sei auch als „Plexiglas“ benannt, mittlerweile ein geschützter Begriff.

Kunststoffe sollen Umwelt weniger belasten

Beim Thema Kunststoff kommt auch der Gedanke an die Umweltverträglichkeit auf: „Es gibt Anwendungen, in denen der Einsatz von Kunststoffen durchaus zum Klimaschutz beitragen kann, da sie durch ihr geringeres Gewicht Treibstoff beim Transport einsparen“, erläutert KVI-Sprecher Kwam Walton.

Das bewertet auch die Deutsche Umwelthilfe e.V. als gute Eigenschaft. Laut Walton bemühe sich die chemische Industrie nicht nur, die Kunststoff-Kreislaufwirtschaft weiter zu fördern und forsche an Bio-PMMAs, die kein Erdöl als Ausgangsstoff benötigten. Europäische Erzeuger wollten zudem den Eintrag von Plastikgranulat in Nord- und Ostsee auf Null bringen.

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