Start mit einem ökumenischen Bärlauch-Pesto: 3 Priener Pfarrer auf Pilgerreise

Selfie am Zielort in Lindau (von links): Karl-Friedrich Wackerbarth, Andreas Sargant und Klaus Hofstetter.
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Selfie am Zielort in Lindau (von links): Karl-Friedrich Wackerbarth, Andreas Sargant und Klaus Hofstetter.
  • Anton Hötzelsperger
    vonAnton Hötzelsperger
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Die drei Geistlichen der christlichen Kirchengemeinden Priens, Karl-Friedrich Wackerbarth, Klaus Hofstetter und Andreas Sargant gingen auf eine gemeinsame Pilgerreise ins Allgäu. Das haben sie erlebt.

Prien/Allgäu – Bei einem ökumenischen Bärlauch-Pesto-Essen bei Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth von der Evangelisch-Lutherischen Christusgemeinde Prien vor gut einem Jahr entstand der Gedanke, die noch junge Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen Chiemsee weiter zu vertiefen. Die Idee war, dass Wackerbarth mit seinen Kollegen Pfarrer Klaus Hofstetter von den katholischen Pfarrverbänden Westliches Chiemseeufer und Bad Endorf und mit Apostel Andreas Sargant (vormals Gemeindevorsteher) der Neuapostolischen Gemeinde in Prien) eine Woche auf eine Pilgerreise geht, um sich auszutauschen.

Aus geplanten sieben wurden nur drei Tage

Aus geplanten sieben Tagen wurden zwar nur drei Tage und zwei Übernachtungen – aber dennoch war das Experiment nach übereinstimmender Einschätzung der drei Geistlichen durch und durch gelungen.

Nachdem Wackerbarth mit seiner Frau Christine schon gute Erfahrungen auf dem Jakobs-Weg gemacht hat zwischen Augsburg und Bodensee, fiel die Wahl auf den westallgäuischen Lindenberg als Ausgangspunkt und – weil es auch ein Stück Urlaub sein sollte – auf ein Hotel mit Frühstück und freier Abendgestaltung.

Bei der Vorbereitung galt Arbeitssteilung

Schon bei der Vorbereitung galt Arbeitssteilung: Hofstetter bereitete die geistigen Impulse vor, Wackerbarth sorgte für die Reise-Logistik und Sargant spielte den Chaffeur bis hin zu den jeweiligen Wander-Ausgangspunkten.

Die Planungen verliefen gut, doch dann kam Corona und das Virus erwischte auch Apostel Sargant persönlich. Nach der Genesung noch etwas geschwächt, pilgerte dieser trotzdem mit. „Das Wetter war zum Teil heiß, und wir legten öfter eine Rast ein, dennoch hatte ich nach drei Tagen Blasen an den Füßen“, berichtete er nach der Rückkehr im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung.

Füße nach drei Tagen hochbeleidigt

Auch Wackerbarth meinte, dass seine Füße nach den drei Tagen mit jeweils rund 15 Kilometern „hoch beleidigt“ gewesen seien, lediglich Hofstetter erklärte: „Ich fühlte mich fit und konnte sogar beim zweiten Wandertag für mich alleine noch einen längeren Abstecher machen, während sich meine Mitbrüder ausruhen wollten.“

Nach der Rückkehr bei den gemeinsamen Betrachtung der Reise.

Das Programm begann in einem kleinen Dorf westlich der Stadt Lindenberg mit einem gemeinsamen Lied aus einem Pilger-Liederheft. Am zweiten Tag gingen die Geistlichen einen Rundweg um den Kneipp-Kurort Scheidegg und am dritten Tag ging es für das Trio leicht bergab, vorbei an der Kapelle St. Wendelin in Richtung Lindau am Bodensee.

Ein gemeinschaftlicher Rückblick

„Die vielen Kirchen und Kapellen, die stillen Stellen unter anderem an Wildbächen, sie waren der Rahmen für unsere innere Einkehr“ – so die Geistlichen im gemeinschaftliche Rückblick. Sie genossen vor allem die drei Tage frei von Terminen. Die Kalender der Kirchenvertreter sind normalerweise voll.

„Die geistige Einkehr in einer Lourdes-Kapelle, eine selbst mitgenommene Mittagsbrotzeit auf einem Baumstamm, der genussvolle Blick auf Blumen am Wegesrand oder auf schindelverkleidete Häuser – all dies tat uns gut“.

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