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Radeln fürs Klima

Stadtradeln Prien startet am 8. Mai wieder

Die rund 50 Teilnehmer bei der Fahrt ins Priener Hinterland nach Atzing, hier geht es gerade durchs Eichental. Die Veranstaltung war im vergangenen Jahr der Auftakt zum Stadtradeln.
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Die rund 50 Teilnehmer bei der Fahrt ins Priener Hinterland nach Atzing, hier geht es gerade durchs Eichental. Die Veranstaltung war im vergangenen Jahr der Auftakt zum Stadtradeln.
  • Tanja Weichold
    VonTanja Weichold
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21 Tage lang sollen die Priener in Teams per Wadenkraft Kilometer sammeln, anstatt ins Auto zu steigen. Damit soll das Bewusstsein für den Klimaschutz geschärft werden. Im vergangenen Jahr war die Aktion ein großer Erfolg. 28.000 Kilometer haben die Radfahrer zusammengebracht, das hätte mit dem Auto vier Tonnen Kohlendioxid verursacht.

Prien – Radeln fürs Klima und fürs Wohlbefinden: Nach dem großen Erfolg im vergangenen Oktober organisiert die PrienMarketing GmbH (PriMa) heuer zum zweiten Mal die Beteiligung der Marktgemeinde an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“.

Die Teilnahme ist denkbar einfach: online anmelden, App herunterladen oder auf Vertrauensbasis die Kilometer selbst eintragen. Einige Teilnehmer vom vergangenen Jahre haben gegenüber der Chiemgau-Zeitung bereits angekündigt, auch in diesem Jahr wieder dabei sei zu wollen.

„Ehrensache, daran teilzunehmen“

Der stellvertretende Betriebsleiter des Prienavera, Michael Heizer, zum Beispiel taucht wieder ein ins Vergnügen an der frischen Luft. „Ich fahre gerne Rad. Vergangenes Jahr habe ich mit Kollegen mitgemacht. Auch heuer bin ich dabei.“ Gleiches gilt für Marion Hengstebeck.

Die Sprecherin der Priener Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sagt: „Natürlich war ich sofort begeistert ... Ehrensache, daran teilzunehmen.“

Ohne die Aktion ins Auto gestiegen

Ohne die Aktion hätte sie die Fahrten in die Arbeit nach Bernau angesichts der kühlen Temperaturen im vergangenen Oktober eventuell doch mit dem Auto zurückgelegt. So aber sei sie angespornt gewesen, in die Pedale zu treten.

„Und es hat viel Spaß gemacht“, berichtet sie: „Jeder gesparte Auto-Kilometer gibt einem das gute Gefühl, etwas für seine Gesundheit und das Klima getan zu haben. Selbstverständlich werde ich wieder mit von der Partie sein und möchte zusätzlich möglichst viele Menschen dazu animieren, teilzunehmen.“

Aufmerksamkeit auf das Radeln im Alltag lenken

Grünen-Marktgemeinderätin Sonja Werner radelte vergangenes Jahr im Team „de Preana Greana“ und sie ist heuer ebenfalls wieder dabei, wie sie ankündigt: „Ich fahre ohnehin viel Rad, von daher hat die Teilnahme an der Aktion Stadtradeln nicht wirklich etwas für mich geändert.

Aber es hat Spaß gemacht, mit einem Team daran teilzunehmen, und vor allem lenkt es dringend benötigte Aufmerksamkeit auf das Thema Radeln im Alltag.“ Sie schiebt gleich noch eine politische Botschaft nach: „Die Marktgemeinde Prien muss viel radlfreundlicher werden – für den Klimaschutz, den Gesundheitsschutz und eine erheblich höhere innerörtliche Aufenthaltsqualität.“

Mit dem Titelverteidiger vom Radsportverein ist wieder zu rechnen

Vorsitzender Winfried Kober liebäugelt damit, dass der Radfahrverein (RFV) Prien seinen Siegertitel vom vergangenen Jahr in der Teamwertung mit den meisten Kilometern verteidigen kann. Als Lehrer des Priener Ludwig-Thoma-Gymnasiums (LTG) drückt er aber auch der Schule als letztjährige Zweitplatzierte die Daumen. Da heuer mehr Vorlaufzeit zum Stadtradeln ist, kann er sich vorstellen, dass sich bei 1.000 Schülern noch mehr als vergangenen Herbst beteiligen.

Fest steht, dass der RFV schwer zu „knacken“ sein wird, denn naturgemäß bringen die Mitglieder mit ihrer Leidenschaft fürs Radfahren viele Kilometer zusammen. Die Aktion Stadtradeln in Prien finde er sehr gut, führt er weiter aus: „Gerade im Sommer sind die Straßen oft voll, da tut es Prien gut, aufs Rad umzusteigen, da ist man oft schneller, als mit dem Auto.“

Wadenkraft statt vier Tonnen CO2

Im vergangenen Jahr beteiligten sich insgesamt 28 Teams von Schulen, Vereinen und aus Firmen beim Stadtradeln. Sie brachten nur mit ihrer Wadenkraft insgesamt fast 28.000 Kilometer zusammen. Wäre die gleiche Strecke mit dem Auto fahren geworden, hätte das einen Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) von etwa vier Tonnen verursacht, sagte dazu PriMa-Geschäftsführerin Andrea Hübner.

Die ersten Teams haben sich schon angemeldet

Magdalena Berka leitet das Projekt bei der PriMa. „Für heuer haben sich schon die ersten Teams angemeldet“, berichtet sie. Ziel der Aktion sei, bewusst aufs Auto zu verzichten und dem Klima Gutes zu tun. Zweiter Aspekt sei die sportliche Betätigung an der frischen Luft – vor allem nach dem „Corona-Winter“, da viele Aktivitäten bislang eingeschränkt oder gar nicht möglich sind.

21 Tage lang bewusst auf das Fahrrad umsteigen und das Klima schonen

„Jeder Kilometer zählt, erst recht, wenn du ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hättest.“ Mit dieser Botschaft wirbt die Prien Marketing GmbH (PriMa) auf ihrer Internetseite für die Aktion „Stadtradeln“, die in Prien heuer von Samstag, 8., bis Freitag, 28. Mai 2021, stattfindet. Zum Auftakt gibt es am 8. Mai um 10 Uhr beim Haus des Gastes eine Veranstaltung gemäß geltender Corona-Bestimmungen. Der Link zur Anmeldung findet sich ebenfalls auf der Internetseite. Login-Daten vom vergangenen Jahr können wieder verwendet werden. Jede Person benötigt einen eigenen Zugang, um seine Kilometer anzugeben.

Wer dies nicht von Hand machen möchte, kann sich die App „Stadtradeln“ aufs Handy laden, die automatisch per Start- und Zielklick die Kilometer mitzählt und übermittelt.

Ein Team muss mindestens aus zwei Personen bestehen. Die drei besten Teams, die die meisten Kilometer zurückgelegt haben, werden von der PriMa prämiert. Vergangenes Jahr radelte sich der Priener Radsportverein mit fast 1.900 Kilometern an die Spitze, gefolgt vom Ludwig-Thoma-Gymnasium mit 42 Radlern und der Wasserwacht Prien-Rimsting. Bianka Krumrey schaffte es als Teammitglied der Wasserwacht alleine auf über 1.700 Kilometer.

Seit dem Jahr 2008 lädt das Klima-Bündnis mit zahlreichen Mitgliedskommunen aus ganz Europa bundesweit dazu ein, als Vorbild für den Klimaschutz in die Pedale zu treten und verkehrsbedingte Umweltschäden zu reduzieren.

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