Stadt investiert weiter in die Bildung

Den Schulstandort sichern, das in die Jahre gekommene Gebäude aufhübschen: Das Schulhaus in Kammer soll saniert werden. wittenzellner

Traunstein – Viel Geld nimmt die Stadt Traunstein für die Bildung in die Hand.

Nachdem im vergangenen Jahr schon die Kohlbrennerschule und die Ludwig-Thoma-Schule saniert und erweitert wurden, kommen nun die zwei weiteren Schulgebäude dran: Die Stadt wird die Grundschule in Haslach barrierefrei erweitern und auch die Grundschule in Kammer soll saniert werden.

Im Raum steht in Kammer auch der Neubau des Schulhauses. Ein nun vorliegendes Sanierungskonzept für das Bestandsgebäude sieht für die Sanierung Bruttokosten von rund 980 000 Euro vor – ohne grundsätzlich möglichen Einbau eines Aufzuges zur barrierefreien Anbindung aller Klassenzimmer. Genaue Substanzuntersuchungen gibt es noch nicht, die knappe Million Euro ist lediglich eine Kostenannahme. Nicht zuletzt aufgrund der derzeit guten Auftragslage im Handwerk dürfte der Bau am Ende noch deutlich teurer werden. Das kommende Jahr steht nun im Zeichen der Planung und Auftragserteilung, im Jahr 2020 soll die Sanierung dann durchgeführt werden. Öffentliche Mittel dürfen erwartet werden.

In der Aussprache regte Ernst Haider (Unabhängige Wähler) an, bei den Förderstellen zuerst einmal für einen Neubau anzufragen. Oberbürgermeister Christian Kegel wies warnend da rauf hin, dass die Gefahr bestehe, dass der Schulstandort Kammer von den Genehmigungsstellen in Zweifel gezogen werden könne. „Den Charme des alten Schulhauses aufpeppen“ war der bevorzugte Wunsch von Robert Sattler (SPD). Christa Fuchs (CSU) sah vor allem auch die technische Ausstattung als dringlich an. Thomas Stadler (Bündnis 90/ Die Grünen) brachte einen Turnhallenbau ins Gespräch.

Die Stadträte nahmen einstimmig von dem Sanierungskonzept Kenntnis. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, geeignete Grundstücke für einen Neubau zu untersuchen. Dieser solle auch in die Überlegungen des Dorfentwicklungskonzeptes einbezogen werden.

Im April soll es mit der barrierefreien Erweiterung der Grundschule Haslach losgehen. 17 Monate Bauzeit sind veranschlagt, vorgesehen ist, dass der Schulbetrieb und die Nutzung im Neubau zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 aufgenommen werden soll. Vorbereitende Maßnahmen wie Umsetzen der Container, Mittagsbetreuung und Rodung der westlichen Waldfläche sind im vergangenen Jahr bereits erfolgt.

Die Kostenberechnung liegt bei knapp 3,69 Millionen Euro. 13 Gewerke wurden in drei öffentlichen und fünf beschränkten Ausschreibungen sowie fünf freihändigen Vergaben durchgeführt, wobei bei dem Kostenanschlag von 3,79 Millionen Euro derzeit Mehrkosten von knapp 100 000 Euro (2,6 Prozent) bestehen.

Die Auftragsvergaben gehen überwiegend an Betriebe im südostbayerischen Raum beziehungsweise aus dem Landkreis. wz

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