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Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat wegen des Brandes im sogenannten „Pfarrerbauernhof“ Anklage gegen einen früheren Bürgermeister der Gemeinde Schneizlreuth erhoben.

Traunstein/Schneizelreuth - In der Nacht von 22 auf 23.Mai 2015 kam es im Gemeindegebiet von Schneizlreuth zu einem Brand in einem von einer Veranstaltungsagentur auch zur Beherbergung von zahlreichen Gästen genutzten historischen Gebäude.

Dabei verstarben sechs Personen, die durch Flammen und Rauch im Schlaf überrascht wurden. Weitere Personen wurden verletzt.

Während eines ersten Strafprozesses im Januar/ Februar 2016 gegen den Betreiber der Veranstaltungsagentur ergaben sich Hinweise auf Straftaten in diesem Zusammenhang durch frühere Mitglieder der Gemeindeverwaltung. Daraufhin wurden gegen einen ehemaligen Ersten Bürgermeister und einen ehemaligen Geschäftsleiter der Gemeinde Schneizlreuth Ermittlungen wegen des Verdachtes der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet.

Bei dem früheren ersten Bürgermeister ergab sich darüber hinaus der Verdacht der falschen uneidlichen Aussage als Zeuge vor dem Landgericht Traunstein. Die Ermittlungen der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein und der Staatsanwaltschaft Traunstein sind nun abgeschlossen.

Verfahren in Teilen eingestellt

Das Ermittlungsverfahren gegen den früheren Geschäftsleiter wurde mangels Tatnachweises eingestellt. Bezüglich des früheren Ersten Bürgermeisters besteht der Verdacht, dass er pflichtwidrig das Landratsamt nicht über den baurechtswidrigen Zustand des Pfarrerbauernhofs informierte und auch die Durchführung einer Feuerbeschau in diesem Objekt unterließ. Zudem habe er, so die Staatsanwaltschaft, seinen Kenntnisstand vom Umfang der Nutzung des Gebäudes zu Übernachtungszwecken im Rahmen seiner gerichtlichen Zeugenaussage unzutreffend dargestellt. Gegen ihn hat die Staatsanwaltschaft im Dezember 2016 Anklage zum Landgericht Traunstein erhoben. Ihm wird fahrlässige Tötung in sechs Fällen, fahrlässige Körperverletzung in achtzehn Fällen und falsche uneidliche Aussage zur Last gelegt. re

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