Sportliches Schmuckstück für Inzell

Mit einem gemeinsamen Schuss ins Tor wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Mit dabei auch Sportstaatssekretär Bernd Sibler (Zweiter von rechts), Bürgermeister Martin Hobmaier (Dritter von rechts) und BLSV-Präsident Günther Lommer (Sechster von rechts). Foto mergenthal
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Mit einem gemeinsamen Schuss ins Tor wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Mit dabei auch Sportstaatssekretär Bernd Sibler (Zweiter von rechts), Bürgermeister Martin Hobmaier (Dritter von rechts) und BLSV-Präsident Günther Lommer (Sechster von rechts). Foto mergenthal

Mit dieser "großartigen Halle" erhalte Inzell "neben der eindrucksvollen neuen Eislauf-Arena ein weiteres sportliches Schmuckstück", sagte der bayerische Sportstaatssekretär Bernd Sibler: Nach nur elf Monaten Bauzeit wurde die neue Dreifeldsporthalle im BLSV-Sportcamp Inzell nun mit Vertretern der Politik, der Sportverbände und der beteiligten Firmen ihrer Bestimmung übergeben.

Inzell - Neben dem Neubau der Halle für brutto 3,55 Millionen Euro inklusive Nebenkosten wurden im Sportcamp umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Insgesamt investierte der Bayerische Landessportverband in Inzell 5,8 Millionen Euro. Der Freistaat bezuschusste alles mit 2,68 Millionen Euro, davon allein die Halle mit 1,7 Millionen Euro. Haupt-, Gäste- und Personalhaus sowie Tischtennishalle wurden energetisch saniert. Das Haupthaus wurde innen komplett saniert. Künftig versorgen zwei neue Heizzentralen auf Hackgutbasis das Camp, das so jährlich 400 Tonnen Kohlenmonoxid einspart.

Die Geschossfläche der Halle mit einem umbauten Raum von 19000 Kubikmetern beträgt etwa 2500 Quadratmeter. Sie verfügt über eine Außen- und eine Innenkletterwand sowie ein "Flying Fox", kann für die Bereiche Turnen, Ballsport und "Erlebnis" geteilt und auch von Vereinen der Region gemietet werden. Durch die drei zusätzlichen Gymnastikräume im Versorgungsanbau können sechs Gruppen gleichzeitig die Halle nutzen - für das Sportcamp, in dem oft mehr als 300 Gäste gleichzeitig nächtigen, ein großer Vorteil. Auslöser des Neubaus war, dass die alte Halle nicht schneelasttauglich war.

Jährlich nutzten in 67000 Übernachtungen über 20000 Sportlerinnen und Sportler die hervorragenden Trainings- und Freizeitmöglichkeiten zu jeder Jahreszeit im Inzeller Camp, betonte Sibler. Über 200 Sportvereine, aber auch 120 Schulen hätten es in den vergangenen Jahrzehnten besucht. Er würdigte in seiner Festrede auch die gesellschaftliche Bedeutung des Sports, der gerade der Jugend Sozialkompetenz und "olympische Werte" vermittle, sowie die Leistungen des BLSV: Mehr als 12000 Vereine, darunter rund 300000 Ehrenamtliche, mit rund 4,4 Millionen Mitgliedern sorgten für ein "dichtes Netz an attraktiven Sportangeboten". Da für den BLSV alleine die vielfältigen Herausforderungen nicht zu stemmen seien, fördere der Freistaat Bayern den Sport "intensiv und konsequent". Er habe vergangenes Jahr rund 43 Millionen Euro Zuwendungen an die bayerischen Vereine und Verbände geleistet.

Für Bürgermeister Martin Hobmaier passt dieser Neubau bestens zum Leitmotto des Inzeller Tourismus: "Inzell, das sportliche Familiendorf in den bayerischen Alpen". Über zehn Prozent aller Übernachtungen in der Gemeinde entfielen auf das BLSV-Feriendorf, "eine tolle Leistung". Es sei richtig, in die Qualität und das Erlebnis zu investieren. Die Gäste des Sportcamps seien die Touristen von morgen, betonte er und begrüßte die gute Kooperation zwischen dem Camp, das auch Einrichtungen wie die Max-Aicher-Arena, den Soccerpark oder den Moorerlebnispfad nutzt, und der Gemeinde.

Pfarrer Gerhard Salzeder betete als Vertreter der Kirchen in seiner Segnung darum, dass die Halle ein Ort wird, wo Menschen miteinander Freude und Bestätigung im Sport finden.

Gute Wünsche gab es auch von Fritz Lück vom beauftragten Architektenbüro sowie von Joachim Netzschert, Geschäftsführer des Generalunternehmers Deuter Bau AG: Zusammen mit Bauleiter Max Attenberger überreichte er an Camp-Leiter Wolfgang Schreiner und BLSV-Geschäftsführer Lorenz Kaffl zwei Sicherheits-Rucksäcke. Zahlreiche Bälle als Eröffnungsgeschenke überreichten der Basketball- und der Volleyballverband.

Mitgestaltet wurde die Feier durch die Holzner Stubenmusi und eine Boogie-Rock-n'-Roll-Show der Tanzsportgemeinschaft München, in die auch Sibler und BLSV-Vertreter einbezogen wurden. Mit einem gemeinsamen Schuss ins Tor die "offizielle Aufnahme des Spielbetriebs" zelebriert. vm

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