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Gerichtsgutachterin greift durch

Schock für Grassau: Sporthalle im Chiemgau ist ab sofort geschlossen

Nichts geht hier mehr, bis das endgültige Gutachten da ist. Die Grassauer Sporthalle ist seit gestern wegen der bekannten Risse im Leimbinder der Dachbalken gesperrt.
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Nichts geht hier mehr, bis das endgültige Gutachten da ist. Die Grassauer Sporthalle ist seit gestern wegen der bekannten Risse im Leimbinder der Dachbalken gesperrt.
  • VonTamara Eder
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Bürgermeister Stefan Kattari aus Grassau ist „geschockt“: Zwar war bekannt, dass Leimbinder am Dachgebälk der neuen Turnhalle Risse aufweisen, doch bislang konnte die Halle ohne Gefahr weiter genutzt werden. Jetzt ist damit Schluss.

Grassau – Die Nachricht, dass mit sofortiger Wirkung die Turnhalle nicht mehr genutzt werden darf, traf die Marktgemeinde Grassau gestern unerwartet. Sie ist das Ergebnis der ersten Stellungnahme der Gerichtsgutachterin. Im laufenden Gerichtsverfahren um schadhafte Leimbinder am Dachgebälk (wir berichteten) galt es, diese Leimbinder von der unabhängigen Gutachterin untersuchen zu lassen.

Diese war nun vor Ort und ordnete prompt die sofortige Sperrung an.

Damit war nicht zu rechnen

Bürgermeister Stefan Kattari zeigte sich „erschrocken“ über dieses Ergebnis, „mit dem nicht zu rechnen war“.

Nachdem die Risse in den Leimbindern vor zweieinhalb Jahren erkannt wurden, musste die Turnhalle zunächst gesperrt werden. Nach weiteren Untersuchungen konnte die Sporthalle dann für den Betrieb wieder freigegeben werden.

Bis zu einer Schneelast von fünf Zentimetern

Lediglich bei einer Schneelast von über fünf Zentimetern musste die Nutzung in der Halle eingestellt werden. Nun aber ist eine Nutzung bis auf Weiteres nicht mehr möglich.

Dies habe die Gutachterin bei der Begehung festgelegt, informierte der Rathauschef gestern unsere Zeitung. „Das bedeutet nicht, dass eine Gefahr besteht, sondern fußt lediglich auf der Sorgfaltspflicht der Gutachterin“, bekräftigt Kattari im gleichen Atemzug. Die Schule ist bereits in Kenntnis gesetzt. Die anderen Nutzer der Halle werden jetzt informiert. „Über die Gründe der Rissbildung kann keine Aussage getroffen werden“, so Kattari weiter.

Sicher ist, dass die komplette Turnhalle nun untersucht wird. Selbst aktiv zu werden und die Leimbinder zu reparieren, sei nicht möglich, da wichtige Beweismittel zerstört werden könnten und auch, weil es sich hier um ein laufendes Gerichtsverfahren handle.

Noch viele Wochen bis zum Gutachten

Zudem sei die Gemeinde nicht bereit, die Schäden auf eigene Kosten reparieren zu lassen. Bis zum endgültigen Gutachten, vermutet Kattari, werden wohl mehrere Wochen vergehen. Erst dann könne ein Statiker beauftragt werden: „Das Ergebnis ist völlig offen“. Er bedauerte zutiefst, dass nun alle Sportler und Schüler, die zuletzt so viele Einschränkungen hinnehmen mussten, wieder auf ihre Turnhalle verzichten müssen: „Mir tut das so leid!“

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