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Weit gereister Wintergast zu beobachten

Spießenten besuchen den Chiemsee: Schokoladenbrauner Kopf und verlängerte Steuerfedern

Ein Spießentenpaar im Chiemsee.
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Ein Spießentenpaar im Chiemsee.

Mit der Spießente (Anas acuta) ist zurzeit ein weitgereister Wintergast am Chiemsee zu beobachten.

Chiemsee - Der fast Stockenten-große Vogel besiedelt große Teile Nordamerikas, ist mit einer kleineren Population auf Grönland zu finden, brütet auf Island und in vielen Ländern von Nord-Osteuropa bis nach Asien.

Der größte Teil der europäischen Brutpopulation (320.000 bis 360.000 Paare) kommt in Russland und Skandinavien, insbesondere Finnland, vor. Die bei uns zu beobachtenden Vögel dürften von dort stammen, wenngleich die Spießente auch ganz vereinzelt in Deutschland, vor allem an der schleswig-holsteinischen Wattenmeerküste, brütet (etwa 30 bis 40 Brutpaare).

Die Geschlechter dieses im Vergleich zur Stockente schlankeren und eleganter auftretenden Vogels können auch in der jetzigen Jahreszeit bei uns am Chiemsee eindeutig anhand ihres unterschiedlich gefärbten Gefieders (deutlicher Geschlechtsdimorphismus!) auseinander gehalten werden.

Herausragende Schwanzfedern gaben Ente ihren Namen

Die Männchen haben einen runden, schokoladenbraunen Kopf an dessen hinteren Seiten das Weiß von Brust und Hals als schmaler Längsstreifen hineinreicht. Der stahlblaue, schlanke Schnabel ist auffallend lang. Der Körper selbst ist eher grau gefärbt mit einer feinen schwarzen Maserung und auf dem Rücken sind die langen, spitzen, herabhängenden, schwarz gezeichneten Schulterfedern zu erkennen. Der Schwanz ist außen weiß, mit deutlich verlängerten, schwarzen Steuerfedern, die spießartig herausragen.

Dieses Merkmal brachte der Ente auch ihren Namen ein. Bei den eher einheitlich grau-braun gescheckten Weibchen ist dieser Spieß nur angedeutet. Ihr kleiner Kopf setzt sich durch seine fast einfarbig hellbraune Färbung vom Körper ab. Die Spießente zählt zu den Gründelenten, also den Entenarten, die mit der „Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh´“-Methode nach Nahrung suchen. So ist sie am Chiemsee hauptsächlich in den seichten Buchten des Südufers zu sehen, wie etwa im Irschener Winkel.

Spießenten kommen jährlich zu Besuch

Hier wurden bei der jüngsten Wasservogelzählung Mitte Februar 20 Tiere beobachtet. Aufgrund ihres im Vergleich zu anderen Gründelenten recht langen Halses ist die Spießente in der Lage auch in Gewässerbereichen mit bis zu 50 Zentimeter Tiefe noch nach Nahrung zu suchen.

Die Spießenten können jedes Jahr ab Mitte September bis Anfang April als Wintergast am Chiemsee beobachtet werden. Das durchschnittliche Maximum liegt bei 50 Individuen.

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