SPD Ruhpolding am Rand der Leistungsfähigkeit

Für 50 Jahre Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein erhält Jubilar Ludwig Huber (links) eine besondere Ehrung von Vorsitzendem Johannes Hillebrand.
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Für 50 Jahre Mitgliedschaft im SPD-Ortsverein erhält Jubilar Ludwig Huber (links) eine besondere Ehrung von Vorsitzendem Johannes Hillebrand.

Ruhpolding – „Das Jahr 2019, zusammen mit dem bisherigen Jahr 2020, war mit Sicherheit eines der arbeitsreichsten Jahre in der Geschichte des Ortsvereins“, erklärte der Vorsitzende Johannes Hillebrand in seinem Bericht bei der Jahresversammlung der SPD Ruhpolding.

Die 100-Jahr-Feier im vergangenen Herbst und die anschließenden Kommunalwahlen haben den Ortsverein an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht. Klar habe die Wahl nicht das gewünschte Ergebnis erbracht. Dafür habe der Ortsverein in dieser Zeit fünf neue Mitglieder gewonnen.

Bei der Hauptversammlung standen Wahlen an. David Maier ist nun Beisitzer und darüber hinaus waren die Delegierten zur Wahlkreiskonferenz für die Aufstellung des Bundestagskandidaten zu bestimmen. Die Versammlung entsandte Sepp Konhäuser, David Maier und Margarete Schürholt.

Sigi Haitzer erstattete einen kurzen Bericht über die Arbeit im Gemeinderat und stellte fest, dass die Bereitschaft zur Zusammenarbeit fraktionsübergreifend zu erkennen sei. Ein aktuelles Thema, das den Gemeinderat in nächster Zeit beschäftigen werde, sei der Ausbau des 5-G-Funknetzes. Hier habe die Bürgerinitiative „Lebenswertes Ruhpolding 5-G- frei“ einen Bürgerantrag eingereicht.

Der stellvertretende Landrat Konhäuser berichtete aus dem Kreistag. Dort sei die SPD-Fraktion auf nur sieben Mitglieder geschrumpft. Konhäuser gab ein Plädoyer für mehr Zukunftsinvestitionen ab. „Wir müssen verhindern, dass der ländliche Raum abgehängt wird. Was für ein Vorteil gute Lebensverhältnisse auf dem Lande sind, habe die Pandemie deutlich gezeigt.“ Familienbeauftragte Maria Haßlberger erläuterte, in Ruhpolding gebe es etwa eintausend Kinder und Jugendliche. Für sie müsse ein gemeindlicher Jugendpfleger oder ein Jugendsozialarbeiter eingestellt werden. Soziale Notlagen seien individuell. Damit jeweils die passenden Hilfen organisiert werden können, brauche es ein Sozialbüro. Es gibt außerdem 2600 Bürger, die über 60 Jahre alt und immer mehr auf Hilfe angewiesen sind. Das könne ein Quartiersmanager leisten. Eine Daueraufgabe sei die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für die vielen Haushalte mit geringem Einkommen. In der Kinderbetreuung müsse man feststellen, dass die Zahl der Plätze in Kindergärten und -krippen immer zu gering sei. In letzter Minute vor Beginn des Kindergartenjahres konnte noch der Waldkindergarten verwirklicht werden.

Letzten Endes waren auch noch Ehrungen zu verzeichnen. Fünfzehn Jahre in der SPD sind Horst Badura, Peter Laise und Alois Schwarz. Seit 35 Jahren ist Monika Huber Mitglied. Für 45 Jahre wurden Georg Eisenberger, Franz Schneider und Irene Sorger geehrt. Als ganz besondere Freude bezeichnete der Vorsitzende Hillebrand die 50-jährige Mitgliedschaft von Ludwig Huber, bekannt als „Binder Lugg“.

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