Beliebte Abkürzung

Spatzenwegerl in Ruhpolding nach Felssturz seit dem Sommer gesperrt

Ursula Gutsmüthl findet es schade, dass das beliebte Spatzenwegerl seit Juni nicht begehbar ist. Besonders Senioren fehlt diese Möglichkeit, um in den Ort zu kommen.
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Ursula Gutsmüthl findet es schade, dass das beliebte Spatzenwegerl seit Juni nicht begehbar ist. Besonders Senioren fehlt diese Möglichkeit, um in den Ort zu kommen.

Eine beliebte Abkürzung kann man in Ruhpolding nach wie vor nicht benutzen. Im Sommer war ein Fels auf das Spatzenwegerl gestürzt. So geht es weiter mit der Sperrung.

Ruhpolding – „Ich finde es ausgesprochen schade, dass das Spatzenwegerl schon so lange gesperrt ist“, sagt Ursula Gutsmüthl. Die 85-jährige Rentnerin erzählt vom Felssturz , der im Sommer für Aufsehen gesorgt hatte. Im Juli hatte sich ein zentnerschwerer Gesteinsbrocken oberhalb des Hangs gelöst und krachte über das Spatzenwegerl hinweg in die Begrenzungsmauer des Krankenhauses Vinzentinum. Verletzt wurde niemand.

Sorge vor Schäden und Haftung

„Betreten verboten, Felssturz“ warnt seitdem ein Schild davor, den Weg zu benutzen. Dabei ist das Spatzenwegerl für Fußgänger, Radfahrer und Kinder eine beliebte Verbindung zwischen der Vinzenzistraße und der Kirchberggasse. Viele schätzen die Abkürzung, um ins Dorf, zum Pfarrzentrum, zur Pfarrkirche oder weiter zu den beiden Friedhöfen zu gelangen. Vor allem Senioren, denen das Axthammer-Wegerl hinauf zur Kirche zu steil ist, kommt der asphaltierte Weg sehr entgegen.

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Doch damit ist bis auf Weiteres Schluss – offiziell zumindest. Denn die Gemeinde als zuständige Sicherheitsbehörde hat das Spatzenwegerl gesperrt. „Wir mussten das tun, damit niemand zu Schaden kommt, auch aus Haftungsgründen“, erklärt Christine Haase, die im Rathaus den Bürgerservice leitet.

Lockere Steine im Böschungsbereich

Inzwischen machten sich Vertreter der zuständigen Stellen ein Bild über die Lage – unter anderem die Kirchenverwaltung sowie die katholische Pfründestiftung. Diese Einrichtung verwaltet das kirchliche Grundvermögen der sieben Erzdiözesen in Bayern, zu dem auch ein Großteil des Hangs unterhalb der Einfriedungsmauer des Bergfriedhofs gehört.

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Wie Stefan Speicher, Verwaltungsleiter der Pfarrei St. Georg, mitteilte, geht laut geologischem Gutachten keine Gefahr von der Friedhofsmauer aus. Vielmehr besteht ein gewisses Gefährdungspotential durch lockere Steine im Böschungsbereich. Wie die Hangsicherung in absehbarer Zukunft erfolgen soll, etwa durch Fangnetze oder einen Erdwall, ist ebenso wie die finanzielle Zuständigkeit in weiteren Verhandlungen abzuklären.

Lösung noch unklar

Bis es soweit ist, bleibt Gutsmüthl und ihren „Weggefährten“ nur, entlang der Hauptstraße in den Ort zu kommen. Was sie allerdings im Winter wegen Schneematsch und Spritzwasser vorbeifahrender Autos scheut. Auch befürchtet sie, dass der Weg für immer geschlossen bleibt. Verwaltungsleiter Speicher kann die Befürchtungen entkräften: „Es wird sicher eine tragbare und sichere Lösung geben.“ Doch bis dahin werden die Spatzen noch länger von den Dächern pfeifen. slu

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