Soziale Projekte für Jugend und Familie

Traunstein – Der Jugendhilfeausschuss des Landkreises hat zahlreiche Zuschussanträge abgesegnet.

Dabei gab es weder Diskussionen noch Gegenstimmen. Die größte Einzelzuwendung mit 200 000 Euro geht an den Kreisjugendring (KJR) Traunstein. 100 000 Euro davon werden direkt an die Jugendverbände und -vereine zur Förderung der Jugendarbeit im Landkreis weitergeleitet, wie KJR-Vorsitzender Markus Burghammer im Antrag ausführte. „100 000 Euro brauchen wir für Personalkosten und zum Unterhalt der Geschäftsstelle.“

Das Katholische Kreisbildungswerk (KBW) erhält für das Eltern-Kind-Programm 6500 Euro. Mit dem Geld werden laut KBW unter anderem die Kosten für die Aus- und Fortbildung, Beratung und Begleitung der aktiven ehrenamtlichen Gruppenleiterinnen mitfinanziert.

Das Programm laufe seit 30 Jahren erfolgreich und mit stetigem Zuspruch. Der Zuschuss wird dem KBW seit 2004 in unveränderter Höhe gewährt. Derzeit arbeiten im Landkreis 42 örtliche EKP-Gruppen unter 35 verantwortlichen Leiterinnen nach dieser Konzeption. Damit würden an mindestens 30 Treffen pro Jahr und Gruppe wöchentlich an die 340 Familien erreicht, so KBW-Vorsitzende Ursula Lay im Antrag.

Dem Erzbischöflichen Ordinariat München wird für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Landkreis Traunstein ein Zuschuss von 10 000 Euro gewährt. Der für den Landkreis geplante Haushalt für das Jahr 2020 beläuft sich auf einen Gesamtaufwand von rund 218 000 Euro. Das Mütterzentrum „Wössner Regenbogen“ kann einen Kreiszuschuss von 6000 Euro einplanen.

Der Verein bietet ein familienorientiertes und bedarfsgerechtes Betreuungsangebot für Kinder. Dazu gehören unter anderem Mutter-Kind-Gruppen, ein Babytreff und ein offener Treff mit Beratungsangeboten. Das Caritas-Zentrum Traunstein wurde für die Arbeit der Suchtpräventions-Fachkraft mit 44 288 Euro bedacht. Dies sind zwei Drittel der Personalkosten für eine Vollzeitkraft – ohne Kosten für Verwaltung, Leitung, Sachkosten und ohne Umlagen. Dieser Satz war bereits 1997 vom Jugendhilfeausschuss beschlossen worden. Die Regierung von Oberbayern bezuschusst die Stelle mit einem Festbetrag von 12 280 Euro. Die tatsächlichen Kosten für die Suchtprävention sind im Haushalt der Caritas mit knapp 80 000 Euro angesetzt, so Kreisgeschäftsführer Franz Burghartswieser. Zwei Präventionsfachkräfte mit je 19,5 Stunden arbeiten im Rahmen des Präventionsnetzwerks „Trapez“ eng mit der Kreisjugendpflegerin und dem Gesundheitsamt zusammen. Lisa Haunerdinger und Katharina Stelzer stellten dem Ausschuss gemeinsam mit Stefan Dufter von der Kommunalen Jugendarbeit das „Trapez“ näher vor. rse

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