Soziale Dienste im Kreis sind krisensicher

Das Rote Kreuz Traunsteinversucht, seine sozialen Dienste während des Katastrophenfalls aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch die Versorgung von älteren Menschen mit warmen Mahlzeiten. BRK

Traustein – In enger Abstimmung mit dem im Rotkreuz-Kreisverband Traunstein eingerichteten Krisenstab wurden die sozialen Dienste der Hilfsorganisa tion an den aktuellen Corona-Katastrophenfall angepasst, um hilfsbedürftige Menschen in der Region auch weiterhin bestmöglich unterstützen zu können.

So wurde eine Koordinierungsstelle für die sich im ganzen Landkreis spontan entwickelnden Helfer- und Einkaufskreise gebildet. Sie bietet über die Rotkreuz-Gemeinschaft einen strukturellen Rahmen, welche die Absicherung der Helfenden gewährleistet und Hilfeersuchen weiterleitet.

Telefonate undZaungespräche

Helfende erhalten auf Wunsch eine Bescheinigung, dass sie sich im öffentlichen Raum bewegen können und sind nach den Richtlinien des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) versicherungs- und haftungsrechtlich geschützt.

Zudem wurden die Lieferdienste wie Essen auf Rädern und die Besorgungsdienste wie die Medikamentenbeschaffung ausgeweitet, die Vorratslager gefüllt und Einzelfallregelungen für besonders bedürftige Personen festgelegt. Gegen Vereinsamung plant das BRK die Einführung von lebenspraktischen Hilfen via Telefon, Gartenzaungespräche sowie die Begleitung von bewegungseingeschränkten und behinderten Menschen beim täglichen Spaziergang. Die hauswirtschaftliche Hilfe bei pflegebedürftigen Menschen ohne Angehörige wird als Nothilfe fortgeführt. Hierfür wurde eine personelle Notfallreserve geschaffen.

Den Hausnotruf, der die Sicherheit von Senioren in der eigenen Wohnung erhöht, nutzen viele Personen, die aufgrund ihres Alters der Corona-Risikogruppe zuzuordnen sind. Darum wurde der Hintergrunddienst, der durch die Betätigung des Notrufknopfs alarmiert wird und in Notsituationen vor Ort Unterstützung leistet, in Hinblick auf infektionsvermeidende Maßnahmen besonders sensibilisiert. „Wir beobachten gemeinsam mit dem Lagedienst ständig die Entwicklung vor Ort und entscheiden täglich, ob und welche weiteren sinnvollen Maßnahmen und Hilfen notwendig werden. Dadurch können wir kurzfristig reagieren und die Dienste den sich ändernden Bedürftigkeitslagen anpassen“, berichtet Bernhard Lerner, der Leiter der sozialen Dienste beim BRK-Kreisverband Traunstein. Die Koordinierungsstelle ist während der üblichen Geschäftszeiten telefonisch unter der Nummer 08 61 / 9 89 73 44 zu erreichen. Auch die Blutspendetermine des BRK in der Region finden weiterhin statt.

Risikopatientenbrauchen Blutspenden

Denn die Versorgung der Kliniken mit Spenderblut muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein, da viele Therapieformen für schwer erkrankte Personen wie Krebspatienten, nur mit Blutpräparaten möglich sind. Darum ist der Besuch eines Blutspendetermins auch explizit als triftiger Grund im Gesetzestext erwähnt, um das Haus trotz der Ausgangsbeschränkungen verlassen zu dürfen. Alle Blutspendetermine in der Region sind unter www.brk-traunstein.de abrufbar.

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