Sorgfältig beraten lassen

Landkreis Traunstein - Die Arbeitslosenquote im Landkreis Traunstein beträgt im Februar vier Prozent, das ist um einen Prozentpunkt niedriger als im Januar. Im Februar 2013 lag sie ebenfalls bei diesem Wert. 3635 Menschen sind arbeitslos gemeldet, das sind 96 mehr als vor einem Jahr und entspricht einem Anstieg um 2,7 Prozent. Im Vormonatsvergleich sind es 13 Personen oder 0,4 Prozent weniger.

35,8 Prozent oder 1300 Menschen sind älter als 50 Jahre, verglichen mit Januar sind dies 14 Menschen weniger, im Vorjahresmonat waren es 58 weniger. 653 Menschen zählen zu den Langzeitarbeitslosen, eine Zahl, die im Vorjahresvergleich um 49 gestiegen, im Vergleich zu Januar um sieben niedriger ist.

357 Menschen sind jünger als 25 Jahre, ein Anstieg um 17 zum Vormonat und eine Abnahme um 33 junge Menschen zum Vorjahresmonat. Die isolierte Arbeitslosenquote bei dieser Altersgruppe liegt im gesamten Agenturbezirk aktuell bei 3,7 Prozent, in der Untergruppe der 15- bis 20-Jährigen liegt sie bei 1,7 Prozent. In beiden Gruppen ist ein Anstieg um 0,2 Prozentpunkte im Vergleich zu Januar zu beschreiben. "Darunter sind erfahrungsgemäß auch Ausbildungsabbrecher", erläutert Jutta Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein. "Wir wissen, dass nicht jeder Abbruch heißt, dass dieser junge Mensch nicht mehr an Ausbildung interessiert ist. Vielmehr wird in den meisten Fällen sofort nach einer Anschlussausbildung oder einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme gesucht. Das unterstützen wir nach Kräften und appellieren an die jungen Leute, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sich sorgfältig bei uns beraten zu lassen und die eigenen Fähigkeiten kritisch zu prüfen. Eine Berufsentscheidung nur nach ,Neigung‘ ist gewagt", appelliert Müller abschließend.

901 Neumeldungen wurden in Traunstein registriert, das sind 739 weniger als im Januar, ein deutliches Anzeichen für den überschrittenen Saisonhöchststand. Auch im Vorjahresvergleich ist der Zugang um 10,7 Prozent geringer. Das sind 108 Menschen weniger. 542 Neumeldungen kamen aus Erwerbstätigkeit, 128 haben eine Ausbildung oder Qualifizierung beendet und 209 meldeten sich aus Nichterwerbstätigkeit arbeitslos.

908 Abmeldungen wurden gezählt, ein Rückgang gegenüber Januar von 64. Hiervon gingen 387 Menschen in Erwerbstätigkeit, 113 begannen eine Ausbildung und 353 Menschen meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab.

Geteilt nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: Von den 3635 arbeitslos Gemeldeten zählen 2335 Menschen zu den Kunden der Agentur für Arbeit (SGB III) und 1300 zu den Kunden des Jobcenters (SGB II).

Im Arbeitgeberservice waren im Februar 833 Stellenangebote registriert, gegenüber Januar sind das 60 Angebote mehr. Darunter sind 295 Angebote aus dem Bereich Produktion und Fertigung, 158 aus dem Bereich kaufmännische Dienstleistungen und 126 Angebote aus den sozialen und Gesundheitsberufen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 16 Stellen mehr. re

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