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AUS DEM KREISAUSSCHUSS TRAUNSTEIN

Sonderzuschuss für Pflegefamilien im Landkreis Traunstein

Auch einige Jugendfeuerwehren im Landkreis (Symbolbild) profitieren von den bewilligten Zuschüssen.
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Auch einige Jugendfeuerwehren im Landkreis (Symbolbild) profitieren von den bewilligten Zuschüssen.
  • VonMonika Kretzmer-Diepold
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Einstimmige Beschlüsse im Kreisausschuss: Der Landkreis Traunstein fördert unter anderem Jugendfeuerwehren und den Verein Chiemgau Tourismus.

Traunstein – Für jedes schulpflichtige Kind oder für Jugendliche, die in einer Pflegefamilie leben, hat der Kreisausschuss einstimmig einen einmaligen Sonderzuschuss von 400 Euro bewilligt. Damit folgte der Ausschuss des Traunsteiner Kreistags einem Antrag des Vereins „Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern für Kinder Rosenheim (PFAD, der betroffene Familien in den Landkreisen Rosenheim, Traunstein und Ebersberg unterstützt. Für den Landkreis Traunstein summieren sich die Ausgaben auf 36.000 Euro.

Pflegefamilien weniger geworden

Hintergrund des Antrags sind laut Landrat Siegfried Walch (CSU) die besonderen Belastungen durch Homeschooling und Wechselunterricht während des Corona-Lockdowns – wobei Pflegeeltern sowieso schon besondere Herausforderungen zu bewältigen haben. Das Kreisjugendamt sei dankbar über jede Familie, die bereit sei, Pflegekinder aufzunehmen. Der Landrat wörtlich: „Man kann die Leistungen von Pflegefamilien nicht hoch genug einschätzen.“

In den letzten Jahren sei die Zahl der Pflegefamilien stetig zurückgegangen. Auch vor diesem Hintergrund wolle man mit dem Sonderzuschuss „Wertschätzung und Anerkennung zeigen“, hob Walch heraus.

Stabiles Umfeld für Kinder sehr wichtig

Er stieß im Kreisausschuss auf Zustimmung von allen Seiten. Karl Schleid, CSU, bezeichnete ein stabiles Umfeld für Kinder als sehr wichtig. Von „Prävention für die Zukunft“, sprach Walpurga Mörtl-Körner, Bündnis 90/Die Grünen. Eine hohe Zahl von 90 Kindern und Jugendlichen im Landkreis sei auf Pflegeeltern angewiesen, unterstrich Johann Schild, SPDplus, und lobte Pflegefamilien als „segensreiche Einrichtung“.

Kreisbrandrat Christof Grundner im Zuhörerbereich freute sich sichtlich über Zuschüsse für 2020 in Höhe von insgesamt 14 875 Euro für „seine“ Jugendfeuerwehren.

Eine Million Euro für den Tourismus

Bestimmte Kriterien waren Voraussetzung für eine Förderung mit 17 Euro pro Jugendlichem.

Nicht nur der Kreisbrandrat, sondern auch die Fachkreisbrandmeisterin Jugend, Martina Steinmaßl, hatten die letztlich 74 förderfähigen Anträge im Vorfeld geprüft. Die Zuschüsse entsprachen der Zahl der jungen Mitglieder.

Außerdem bekam die 37-köpfige Kinderfeuerwehr Seeon-Seebruck-Truchtlaching einen Obolus von stattlichen 629 Euro aus dem Kreissäckel, den höchsten überhaupt aufgrund der Mitgliederzahl. Weitere Beträge gingen unter anderem an die Wehren Ruhpolding, Traunstein, Rabenden und Lampoding mit jeweils 374 Euro sowie Grassau mit 340 Euro.

Im Herbst nochmals Gas geben

Mit einer Million Euro, dem mit Abstand größten vergebenen Betrag in der Sitzung, fördert der Landkreis Traunstein heuer wieder den Verein Chiemgau Tourismus. Geschäftsführer Stefan Semmelmayr lieferte einen Kurzbericht über die Entwicklung im Fremdenverkehr während der Corona-Pandemie. Mit einem Minus von 13,5 Prozent bei den Übernachtungen im Jahr 2020 habe der Landkreis Traunstein deutlich besser abgeschnitten als vergleichbare Landkreise in Oberbayern. Im Herbst habe man „nochmals Gas gegeben“ mit der Aktion „#ChiemNow2020“. Inzwischen gehe es wieder aufwärts.

Heuer werde „#ChiemNow“ mit einem Mitteleinsatz von 240 000 Euro fortgeführt, aufbauend auf der Kampagne des letzten Jahres.

Neue Homepage mittlerweile online

Im Mittelpunkt stehe der Chiemgau als Ganzjahresdestination, dazu Angebote der Orte, Gastgeber und Freizeitanbieter. Ein weiteres Thema sei zum Beispiel eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Tourismusverband und Wirtschaftsförderung. Die neue Homepage sei mittlerweile online. Ziele aller Aktivitäten seien das Gewinnen neuer Gäste, Qualitätsentwicklung und Professionalisierung, Stärkung der Saison-Nebenzeiten, Erhalt und Steigerung der touristischen Wertschöpfung sowie Sicherung und Steigerung der Tourismusakzeptanz.

Der Landrat hatte noch eine gute Nachricht parat: Das Bayerische Kultusministerium hat einen Erweiterungsantrag der Staatlichen Berufsschule Traunstei n auf den zusätzlichen Zweig „Gesundheit“ genehmigt. Die neue Ausbildungsrichtung könne mit Beginn des Schuljahres 2021/22 starten.

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