Sonderförderprogramm „Berghütten“: Freistaat finanziert 75 Prozent

Übergabe des Förderbescheids:(von links) Behördenleiter Walter Raith vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein, Almgenossenschafts-Vorsitzender Alois Speicher, BürgermeisterJosef Heigenhauser und Zweiter Bürgermeister Matthias Schlechter. Hauser

Reit im Winkl –Eine erfreuliche Angelegenheit gab es für die Gemeinde Reit im Winkl und die Almgenossenschaft Winklmoos-Dürrnbach.

Walter Raith, Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, überbrachte einen Förderbescheid des Freistaates Bayern im Rahmen des Sonderförderungsprogramms „Berghütten“ für die Trinkwassererschließung der Winklmoos-Alm.

Rund 2,5 Millionen Euro wird die geplante Trinkwasserleitung voraussichtlich kosten, die das Almgebiet Winklmoos mit dem gemeindlichen Wassernetz im Tal bei Seegatterl verbinden soll. Dafür gibt es eine Förderung vom bayerischen Umweltministerium in Höhe von knapp 1,9 Millionen Euro. Das Förderprogramm sieht eine anteilige Finanzierung von 75 Prozent durch den Freistaat Bayern vor. Den noch fehlenden Betrag von 600 000 Euro übernimmt die Almgenossenschaft Winklmoos-Dürrnbach. Das geplante Vorhaben umfasst den Bau einer rund 4,5 Kilometer langen Trinkwasserleitung, einer zentralen Hochdruck-Pumpstation sowie eines Hochbehälters mit 150 Kubikmetern Volumen. Durch den Anschluss des Almgebiets Winklmoos an die gemeindliche Wasserversorgung Reit im Winkl wird die Trinkwasserversorgung auf der Winklmoos-Alm dauerhaft verbessert. Auch die Versorgung von 38 Gebäuden mit überwiegend stark frequentierten Gast- und Beherbergungsstätten sowie mehrerer Betriebsgebäude der Bergbahnen und privat genutzter Almen wird auf Dauer sichergestellt.

„Bei der Trinkwasserversorgung in Bergregionen ist in vielen Fällen Handlungsbedarf gegeben, um Einrichtungen wie Berghütten über 1000 Meter über dem Meeresspiegel in ausreichender Menge und Qualität mit Trinkwasser zu versorgen“, sagte Behördenleiter Raith bei der Übergabe des Bescheids an Bürgermeister Josef Heigenhauser. Mit der „Zukunftsstrategie für den bayerischen Alpenraum“ der Staatsregierung sollen nach seinen Worten stark frequentierte Einrichtungen in Bergregionen über das Sonderprogramm finanziell unterstützt werden.

Damit könne zukünftig auch die touristisch hochfrequentierte Winklmoos-Alm mit einwandfreiem Wasser versorgt werden, so Bürgermeister Heigenhauser. Alois Speicher, der Vorsitzende der Almgenossen Winklmoos-Dürrnbach, sagte, dies sei eine einmalige Gelegenheit, auf der Winklmoos-Alm eine ordentliche Trinkwasserversorgung sicherzustellen, die für die Almbauern und die Gastronomie einen sehr hohen Stellenwert habe.

Beide bedankten sich bei Raith und seinem Mitarbeiter Johann Seiwald von der Planungsabteilung für die gute Zusammenarbeit bei der Verwirklichung des Vorhabens. sh

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