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Gegen 140 Teilnehmer durchgesetzt

So überzeugt man Menschen: Franz Josef Kobler aus Bernau gewinnt bei internationalem Redewettbewerb

Beim Vorentscheid in Waiblingen qualifizierte sich der Bernauer Franz Josef Kobler für den internationalen Rednerwettbewerb „Speaker-Slam“.
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Beim Vorentscheid in Waiblingen qualifizierte sich der Bernauer Franz Josef Kobler für den internationalen Rednerwettbewerb „Speaker-Slam“.
  • VonElisabeth Kirchner
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140 Redner aus 19 Ländern sind im rheinland-pfälzischen Mastershausen beim Wettbewerb „Speaker-Slam“ gegeneinander angetreten. Franz Josef Kobler aus Bernau war einer von ihnen und holte sich den ersten Platz. Das sind seine Tipps für überzeugende Vorträge.

Bernau – „Bleibe jung, auch wenn du älter wirst:“ Überzeugend musste er wohl gewirkt haben, denn Franz Josef Kobler (76) aus Bernau holte sich kürzlich den Titel als bester Redner beim „Internationalen Speaker-Slam“ in Mastershausen (Rheinland-Pfalz).

Das Publikum mitreißen

Vier Minuten, um alles zu sagen, was wichtig ist, und das Publikum mitzureißen – das ist wohl wahre Redekunst. Dass er diese auch im normalen Alltag beherrscht, zeigt sich im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Josef Kobler, gebürtiger Markt-Schwabener, erzählt sehr unterhaltsam aus seinem Leben.

Wie er sich aus einfachen Verhältnissen emporarbeitete und wie er sich nach dem Marketing und Design-Studium im Vertrieb behauptete. Auch, wie er seine Liebe zur Medizin fand und dass er früher gern Rennrad fuhr.

Fachwissen und Redekunst

Dies alles habe schlussendlich dazu geführt, dass er sich tiefer in die Themen Sport, Gesundheit, Ernährung und Alter eingelesen habe und nunmehr seit langem Vorträge hierüber halte. Sein offener Blick und seine Gesten wirken derart zugewandt, dass man ihm gern zuhört.

Aber wie behauptet man sich erfolgreich bei Redewettbewerben? Fachwissen sei das eine, das andere die Redekunst. Ähnlich wie beim Poetry-Slam gehe es darum, das Publikum zu beeindrucken, sagt Kobler. Jeder Teilnehmer spricht über ein Thema seiner Wahl.

Die Herausforderung dabei ist, dass jeder Redner genau 240 Sekunden Zeit hat, danach wird das Mikrofon abgedreht. Über 140 sogenannte Speaker aus 19 Nationen traten in Mastershausen auf Deutsch oder Englisch gegeneinander an. Weltrekord, wie der Veranstalter, die Eventagentur Hermann Scherer, sagt.

Kobler setzt auf Gesundheit

Dabei standen die Teilnehmer mit einem breiten Themenmix auf der Bühne: Der Augsburger Sven Kirschning überzeugte sein Publikum von der Wichtigkeit von Schutzkleidung, der Allgäuer Kurt Schauer sprach über Unternehmensnachfolgen, die Frankfurterin Monika Narita über Kommunikation mit Menschen aus fremden Kulturen, auch ohne deren Sprache zu sprechen.

Jürgen Zirbik überzeugte mit „Überzeugen ohne Gedöns“ und Franz Josef Koblers Tochter trat mit einem Vortrag über Weiterbildung und Führungsstärke an.

Er hingegen setzte auf Gesundheit. „Ich habe meinen Zuhörern Mut gemacht, dass es nie zu spät ist, um für seine Gesundheit was zu tun.“ Nach exakt 3:50 Minuten kam er zu seinem Schlusssatz: „Bleibe jung, auch wenn du älter wirst.“

In Mastershausen werden alljährlich bis zu sieben „Speaker-Slam-Wettbewerbe“ ausgetragen, informiert Chiara Theurer vom Eventmanagement Scherer. „Bei dem Wettbewerb ist man automatisch dabei, wenn man in unserem Gold-Programm Teilnehmer ist.“

Bei Vorentscheid qualifiziert

Kobler hat sich nach eigenen Angaben bei einem Vorentscheid in Waiblingen (Baden-Württemberg) qualifiziert. Alle Teilnehmer würden, so Theurer, als Gewinner bezeichnet, da sie gemeinsam diesen neuen Rekord aufgestellt hätten. Man mag es deshalb als unwichtigen Titel abtun, aber reden und gleichzeitig überzeugen zu können, ist nicht sicherlich nichts für jeden.

Aber: Kann man lernen, gute Reden zu halten? Authentisch wirken, Fachwissen haben, begeistern können, und die ersten drei Reihen betrachten – den „Publikumsspiegel“. Das sind die Tipps von Redner-Profi Kobler. Sagt’s, und verrät noch sein Geheimnis, wie man im Alter jung bleibt: „Jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen 100 Liegestütze.“

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