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Wasserzweckverband Chiemseegruppe

So gut ist das Trinkwasser in Rimsting

Blick in eine der jeweils 350 Kubikmeter fassende Speicherkammer des neuen Hochbehälters. Berger
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Blick in eine der jeweils 350 Kubikmeter fassende Speicherkammer des neuen Hochbehälters. Berger
  • Ulrich Nathen-Berger
    VonUlrich Nathen-Berger
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Die Gemeinde Rimsting und der Wasserzweckverband Chiemseegruppe haben den neuen Hochbehälter am Höhenberg in Betrieb genommen. Der unterirdische Speicher fasst 700 Kubikmeter Trinkwasser, verteilt auf zwei Kammern.

Rimsting – Die Wasserversorgung für Rimsting ist für künftige Jahre gesichert: Vor wenigen Tagen ist der neue Wasserhochbehälter auf dem Höhenberg im Ortsteil Pinswang offiziell in Betrieb gegangen. 700 Kubikmeter Trinkwasser, verteilt auf zwei Kammern, fasst der unterirdische Speicher. Versorgt werden von hier aus die Ortsteile Pinswang, Zacking, St. Salvator und über eine Fernleitung zudem auch einige Bereiche der Gemeinde Riedering.

Alter Hochbehälter ein Sanierungsfall

Der Grund für den Neubau: Der 50 Jahre alte Hochbehälter wenige Hundert Meter weiter westlich war mittlerweile ein Sanierungsfall, sagt Bauamtsleiter Hans-Peter Jakobi im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen. Bei der Gegenüberstellung der Kosten für Sanierung oder Neubau habe es vor mehr als zwei Jahren kaum Differenzen gegeben: Für beide Varianten wurden rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt.

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Also brachte der Gemeinderat in seiner Sitzung im Mai 2020 die Planung für einen neuen Wasserspeicher auf den Weg. Auch die Gemeinde Riedering hatte grünes Licht gegeben, sie beteiligt sich zur Hälfte an den Erstellungskosten.

„Der alte Speicher wurde mittlerweile stillgelegt, er wird im kommenden Jahr abgerissen“, kündigt Jakobi an.

Für den stetigen Wasserzulauf sorgen drei Brunnen im Guggenbichl im Ortsteil Aiterbach. Betrieben werden sie vom „Wasserzweckverband Chiemseegruppe“, der 1961 von den Gemeinden Rimsting und Prien gegründet wurde.

Eine Pumpenanlage in Burgersdorf

Modernste Pumptechnik unter der Erde: Wasserwart Josef Kinne (links) im Gespräch mit Bürgermeister Andreas Fenzl.

Von Aiterbach aus wird das flüssige Lebensmittel in den verbandseigenen 6000 Kubikmeter fassenden Hochbehälter auf der Ludwigshöhe gepumpt und in die Leitungsnetze verteilt, auch in die der Gemeinden Chiemsee, Breitbrunn und Gstadt, erklärt der Verbandsvorsitzende, Rimstings Bürgermeister Andreas Fenzl, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen.

Die beiden letztgenannten Kommunen zapfen ihr Trinkwasser zwar aus eigenen Brunnen, pumpen aber bei niedrigen Nachtstromtarifen rund 1000 Kubikmeter auf die Ludwigshöhe und lassen sich tagsüber über den gleichen Weg von dort mit Wasser versorgen. Zudem bedient ein Strang über eine Pumpenanlage in Burgersdorf den neuen Hochbehälter am Höhenberg, ein weiterer den Hochbehälter in Pinswang für die Priener Marktgemeinde.

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„Pro Jahr gewinnen wir aus unseren Brunnen in Aiterbach rund 1,5 Millionen Kubikmeter sauberes Trinkwasser“, betont Fenzl. „Über unser Leitungsnetz versorgen wir geschätzt rund 20 000 Menschen mit dem kostbaren Nass.“ Sorgen um den ständigen Nachschub aus den tiefen Schichten der Grundwasserbereiche müsse sich der Verband nicht machen. Eigentlich sei es derzeit nicht vorstellbar, dass sich der Grundwasserspiegel so stark senken und damit die Entnahme gefährden könnte, ist sich der Verbandsvorsitzende sicher.

Zudem werde das Trinkwasser aus drei unterschiedlich tief liegenden Schichten entnommen, „die insgesamt aber ein riesiges Wasservorkommen bieten“. Gespeist werden diese Bereiche laut Fenzl aus der Hemhofer-Eggstätter-Seenplatte, das hätten vor Jahren entsprechende Messungen ergeben.

Und darauf ist Andreas Fenzl besonders stolz: „Wir bieten ein Trinkwasser mit 1 A-Qualität an.“

Der oberirdische Bereich des neuen Wasserhochbehälters der Gemeinde Rimsting am Höhenberg.

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