Auf Skulpturenweg radeln oder römischen Ziergarten erkunden

Die Abenteuernachmittage im Keltengehöft Stöffling erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Sie beginnen immer dienstags um 14 Uhr unter strikter Einhaltung der in Corona-Zeiten geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.
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Die Abenteuernachmittage im Keltengehöft Stöffling erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Sie beginnen immer dienstags um 14 Uhr unter strikter Einhaltung der in Corona-Zeiten geltenden Hygiene- und Abstandsregeln.

Seeon-Seebruck –. Die heimische Natur und Kultur hält in der Gemeinde Seeon-Seebruck viele Sehenswürdigkeiten und Überraschungen parat.

Wer die, durch die Corona-Pandemie verspätet angelaufenen, Natur- und Kulturführungen der Tourist-Information Seebruck entdecken möchte, hat dazu folgende Gelegenheiten: Eine rund vierstündige Radtour über 16 Kilometer auf dem Skulpturenweg Heinrich Kirchner beginnt am heutigen Freitag, um 14 Uhr, an der Heinrich-Kirchner-Galerie, Jakob-Weyerer-Platz 4, in Seebruck.

Führung mitRuhestands-Dekan

Gottfried Stritar, Dekan im Ruhestand, wird zu den Objekten des bekannten deutschen Bildhauers führen, der sich 1970 nach seiner Lehrtätigkeit als Professor in München auf einem restaurierten alten Bauernhof, dem Fischerhof, in Pavolding niederließ. Bekannt wurde der 1984 im Alter von 81 Jahren verstorbene Künstler durch seine in der Form stark vereinfachten Menschen- und Tierplastiken aus Bronze. Die Gemeinde Seeon-Seebruck richtete gegenüber dem Seebrucker Römermuseum die Kirchner-Galerie ein.

Dieses Museum wurde vor genau zehn Jahren eröffnet. Auf etwa 100 Quadratmetern geben Großplastiken, Porträtbüsten, Kleinmodelle, Zeichnungen und Grafiken einen Einblick in das Schaffen des Künstlers. Ergänzt durch Multimedia-Elemente werden Werk und Wirkung Kirchners lebendig gehalten.

Mit der Museums- und Naturführerin Martina Ziereis wird am Samstag, 20. Juni, der römerzeitliche Ziergarten von Bedaium in der Seebrucker Ortsmitte erkundet. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Römermuseum in Seebruck, Römerstraße 3.

Die Ästhetik stand bei den Römern auch bei der Gartengestaltung an oberster Stelle. Nichts Alltägliches sollte von deren Schönheit ablenken. Die Römer trennten den Nutzgarten, in dem Obst, Gemüse und Kräuter angebaut wurden, aber strikt von dem sogenannten „Lustgarten“. Letzterer diente ausschließlich der Entspannung, Muße und Inspiration. Vorbilder waren die Gärten der Perser, Ägypter und Griechen. Zum Exkursionsprogramm gehört ein Besuch der antiken „Darre“ an der Römerstraße und des Museumsvorplatzes mit der rekonstruierten antiken Kastellmauer. Mit den weithin bekannten historischen Abenteuernachmittagen geht es am kommenden Dienstag, 23. Juni, um 14 Uhr, am Keltengehöft in Stöffling weiter, außer es regnet. Organisator Matthias Ziereis von der Tourist-Info Seebruck verspricht „Geschichte zum Anfassen und Begreifen mit allen Sinnen“.

Auf Groß und Klein wartet eine spannende zwei- bis dreistündige Reise in die Zeit der Kelten und Römer vor rund 2000 Jahren mit interessanten Mitmach-Programmen. Dazu zählen das Weben von keltischen Schmuck-Bändern mit Sabine Wastlhuber, das antike Räuchern mit Martina Ziereis und das Kettenhemd-Flechten mit Matthias Ziereis. Zudem kann mit dem Nachbau eines griechisch-römischen Feldgeschützes geschossen und eine Führung durch das Keltengehöft unternommen werden. Teilnehmen können nur Kinder ab fünf Jahren mit Begleitung.

Kein Pfeil- undBogenschießen

Bewährte Programmpunkte wie das Pfeil- und Bogenschießen oder das Backen am offenen Feuer entfallen vorerst wegen der Corona-Beschränkungen. Um die Abstands- und Hygienevorgaben zu erfüllen, ist die Teilnehmerzahl auf rund 20 Personen beschränkt.

Anmeldung in der Tourist-Information Seebruck im neuen Rathaus in der Römerstraße 10 oder unter Telefon 0 86 67/71 39 oder per E-Mail an tourismus@seeon-seebruck.de. mmü

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