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Dutzende Verletzte

Schwerer Busunfall bei Inzell: Unfallursache noch offen

Hunderte Einsatzkräfte bargen die Verletzten und versorgten die schockierten Reisenden. Besonders schwer traf es die Personen, die im hinteren Teil des Doppeldeckers saßen. Für sie wurde mit Spezialgeräten eine Luke in das Dach des Busses geschnitten, um sie schonend herausholen zu können.
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Hunderte Einsatzkräfte bargen die Verletzten und versorgten die schockierten Reisenden. Besonders schwer traf es die Personen, die im hinteren Teil des Doppeldeckers saßen. Für sie wurde mit Spezialgeräten eine Luke in das Dach des Busses geschnitten, um sie schonend herausholen zu können.
  • VonEva-Maria Gruber
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Hunderte Einsatzkräfte, fünf Hubschrauber und ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen waren am Samstag im Einsatz, um die verletzten Schüler und ihre Betreuer zu retten. Noch sind die Unfallursachen unklar.

Inzell - 52 Personen wurden dabei verletzt, elf davon schwer. Neun Businsassen blieben unverletzt. Die B 306 war aufgrund der umfangreichen Rettungsarbeiten rund neun Stunden voll gesperrt.

Böschung hinuntergestürzt

Sofort nach Bekanntwerden des Unglücks wurde Großalarm für Feuerwehren, Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technisches Hilfswerk und Polizei ausgelöst. Zudem wurden zahlreiche Notärzte und insgesamt fünf Rettungshubschrauber aus Bayern und Österreich an die Einsatzstelle beordert. Ein zusätzlicher Hubschrauber wurde von der Polizei an die Einsatzstelle bestellt. Die Insassen des Doppeldeckerbusses aus Beckum im Landkreis Warendorf (Nordrhein-Westfalen) waren auf dem Weg in den Skiurlaub. Auf Höhe des Römerweges, zwischen dem Ortsausgang Inzell und dem Eisstadion, kam der 58-jährige Fahrer nach den derzeitigen polizeilichen Ermittlungen mit seinem Bus nach rechts von der Fahrbahn ab.

Schwerer Unfall mit Reisebus auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022

Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
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Schwerer Unfall auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022
Schwerer Unfall mit Reisebus auf der B305 bei Inzell am 26. Februar 2022

Das Fahrzeug stürzte daraufhin mehrere Meter eine Böschung hinab und blieb auf der Seite liegen. Gegen 8.20 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Traunstein ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungskräften aus dem Landkreis Traunstein sowie aus den Landkreisen Berchtesgadener Land und Rosenheim. Der Kommandant der Inzeller Feuerwehr, Albert Stadler, hatte die Feuerwehreinsatzleitung übernommen. Stadler betonte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten von der ersten Minute an reibungslos funktioniert habe.

14 Menschen in stationärer Behandlung

Dies unterstrich auch Bürgermeister Hans Egger gestern, der sich trotz aller Tragik erleichtert zeigte, dass niemand ums Leben gekommen war. Über Leitern seien Aggregate und hydraulische Rettungsgeräte über die Böschung hinuntergetragen worden, um die eingeklemmten und eingeschlossenen Personen befreien zu können, so der Feuerwehrkommandant weiter. Drei der Insassen waren eingeklemmt und mussten von der Feuerwehr mit schwerem technischem Gerät befreit werden. Um sich Zugang zu den Schwerverletzten zu verschaffen, mussten Teile des Fahrzeugdaches entfernt werden, ehe die drei Personen gerettet werden konnten. Zudem wurde die Frontscheibe geöffnet, damit auch dort Passagiere den Bus verlassen konnten. Bereits vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelang es zahlreichen Personen, den Bus über Notausstiege im Dach zu verlassen. 90 Minuten nach dem Alarm, hatten die Feuerwehrkräfte alle Personen aus dem Bus befreit. In Zusammenarbeit mit der Integrierten Leitstelle wurde der Transport in umliegende Krankenhäuser koordiniert, die Verletzten wurden überwiegend in Kliniken nach Traunstein und Salzburg gebracht.

Ein schwer verletztes 16-jähriges Mädchen wurde mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik Murnau geflogen. Am Sonntagmorgen befanden sich noch 14 Personen in stationärer Krankenhausbehandlung, eine davon in intensivmedizinischer Versorgung.

Die Polizei kümmerte sich über die Behörden in Nordrhein-Westfalen um die Verständigung der Angehörigen und zusammen mit dem Reiseunternehmen um den Rück- oder Weitertransport der leicht oder unverletzten Reisenden. In der Turnhalle der Max-Aicher-Arena wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Suche nach der Unfallursache

Unter Leitung der Staatsanwaltschaft Traunstein übernahm die Polizeiinspektion Traunstein die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang. Mit Bestürzung reagierte die Stadt Münster auf das Busunglück. Oberbürgermeister Markus Lewe: „Meine Gedanken begleiten die Verletzten und deren Angehörige.“ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst schrieb gestern auf Twitter von einer „tragischen Nachricht“.

Rettungskräfte beim Einstieg in das umgestürzte Fahrzeug.

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