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Wintersportler müssen flexibel sein

Skiclub Prien muss wegen Corona-Regeln viel improvisieren: „Planen von einem Tag zum anderen“

Das waren noch Zeiten: In den 1930er Jahren (im Bild Teilnehmer Josef Schmid) führte die Strecke bei Langlauf-Wettkämpfen mitten durch Prien. In der Corona-Pandemie sind die Sportler schon froh, wenn sie überhaupt irgendwo ihrem Hobby nachgehen können.
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Das waren noch Zeiten: In den 1930er Jahren (im Bild Teilnehmer Josef Schmid) führte die Strecke bei Langlauf-Wettkämpfen mitten durch Prien. In der Corona-Pandemie sind die Sportler schon froh, wenn sie überhaupt irgendwo ihrem Hobby nachgehen können.
  • Dirk Breitfuß
    VonDirk Breitfuß
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Die Vorfreude auf den Schnee ist bei Wintersportlern groß. Aber auch heuer trübt Corona den Spaß im Schnee. Auch beim Skiclub Prien wissen die Verantwortlichen vor allem, dass sie nicht wissen, wie der Winter wird. Die OVB-Heimatzeitungen haben nachgefragt.

Prien – Im Herbst werden die ersten Skifans ungeduldig. Sie wollen endlich wieder auf die Bretter und mit ihnen auf die Pisten und Loipen. Nach dem Corona-Winter 2020/2021 war die Vorfreude bei vielen Alpinen und Langläufern heuer besonders groß. Aber die Pandemie hat sie wieder ausgebremst. Vieles ist gerade unklar, Skigebiete wissen noch nicht, ob es sich lohnt, überhaupt aufzumachen.

Die OVB-Heimatzeitungen sprachen mit der stellvertretenden Vorsitzenden Uli Scheck vom Skiclub Prien.

Der zweite Winter in Folge scheint von der Corona-Pandemie überschattet zu sein. Wie ist die Stimmung aktuell beim Skiclub?

Uli Scheck: Wir sind schon sehr traurig, dass wir nur phasenweise ein Training machen können. Wir können nur noch von einem Tag zum anderen planen und somit ist es auch schwierig,die Mitglieder und die Aktiven bei der Stange zu halten.

Uli Scheck ist die stellvertretende Vorsitzende des Skiclubs Prien.

Wie hatte sich denn der erste Corona-Winter ausgewirkt? Gab es viele Austritte oder sind die Mitglieder dem Verein treu geblieben?

Scheck: Natürlich hatten wir wie alle anderen Vereine auch Austritte, aber die Vielzahl der Mitglieder ist uns treu geblieben in der Hoffnung, unsere vielseitigen Angebote wieder in Anspruch zu nehmen.

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Wie sieht die aktuelle Trainings-Planung für Alpine und Langläufer aus?

Scheck: Das wöchentliche Training findet abhängig von den gesetzlichen Einschränkungen statt. Die Skigymnastik findet zum Beispiel am Dienstag in der Franziska-Hager-Schule statt. Nach vier Terminen im Oktober war schon wieder Schluss, erst vorletzte Woche durften wir wieder beginnen. Das Langlauftraining ist am Freitag in Sachrang.

Welcher Aufwand ist wegen der Corona-Auflagen zusätzlich nötig, um überhaupt trainieren zu können?

Scheck: Wir haben keine Planungssicherheit für die Trainer, das ist unsere größtes Problem. Keiner weiß, wann wieder Änderungen auf uns zukommen. Alpinwart Konstantin Kaiser hält unsere Trainer auf dem Laufenden.

Die Aktiven des Skiclubs sind eigentlich viel im Nachbarland Österreich unterwegs. Geht das in diesem Winter überhaupt?

Scheck: Natürlich muss man versuchen, viele Training möglichst unkompliziert durchzuführen, wir werden sehen wo.

Wir wollen auch unser traditionelles, viertägiges Weihnachtstraining ab dem zweiten Feiertag durchführen, aber wo und in welcher Form werden wir sehr kurzfristig entscheiden müssen.

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Besteht noch die Hoffnung, Wettkämpfe wie Vereins- und Ortsmeisterschaften durchführen zu können? Wie ist da der Stand der Dinge?

Scheck: Wettkampfserien wie die Bioteace Tournee werden wie geplant stattfinden, ebenso wie die Alpinrennen. Unsere Vereinrennen und die Ortsmeisterschaft sind bereits seit Monaten terminiert. Die Vereinsrennen sollen am 6. Februar am Lärchenhof in Tirol stattfinden, die Ortsmeisterschaft am 20. Februar ebenfalls dort.

Die Langlaufwettkämpfe wollen wir kurzfristig in Sachrang ansetzen.

Welche Auflagen müssen eure Trainer derzeit erfüllen?

Scheck: 2 G. Alle unsere Trainer sind zweimal geimpft.

Der Skiclub organisiert ja auch immer Jahreskarten für Skigebiete. Ist das zurzeit überhaupt möglich? Bei vielen Skigebieten ist ja noch unklar, ob die Lifte überhaupt in Betrieb gehen.

Scheck: Momentan macht es keinen Sinn, Jahreskarten zu organisieren, weil wir nicht wissen, wie es weitergeht.

Wie wirken sich denn die Einschränkungen auf das Leistungsniveau aus? Gibt es da schon Erkenntnisse?

Scheck: Natürlich macht sich das bemerkbar. Gott sei Dank haben wir so motivierte Mitglieder, die auch eigenständig trainieren.

Der Vorstand des Vereins ist noch nicht lange in dieser Besetzung im Amt, einige vakante Posten wurden erst diesen Herbst neu besetzt. Da besteht sicher viel Rede- und Abstimmungsbedarf. Wie funktioniert das in Zeiten, wo Kontakte vermieden werden sollen?

Scheck: Unser neues Team funktioniert schon super und ist hoch motiviert, die momentanen Problemstellungen zu meistern.

Mindestens einmal im Monat kommt das Führungsteam aus zwölf bis 14 Personen per Teams in einer Online-Sitzung zusammen.

Bei kurzfristigen Neuerungen werden die Mitglieder zeitnah über die Vereinslogistik informiert.

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Wenn Sie es entscheiden könnten: Wie würde Corona-konformer Wintersport ablaufen?

Scheck: Die Entscheidungen liegen leider nicht in unserer Hand. Unser Landesverband ist aber im regen Austausch mit der Landesregierung.

Wir halten uns immer an die gesetzlichen Vorlagen.

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