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Erfolge im Bezirkswettbewerb

„Unser Dorf hat Zukunft“: Rottau erhält Silber und einen Sonderpreis

Silber für Rottau (von links): Moderatorin Traudl Siferlinger; Bürgermeister Stefan Kattari; Vorsitzender Tourismus- und Heimatverein Rottau, Hias Hofmann; Kathi Kern; Martina Hain; Dr. Konrad Schober, Regierungspräsident Oberbayern; Josef Mederer, Bezirkstagspräsident Oberbayern, und Rainer Petzi, stellvertretender Leiter der Bewertungs-Kommission.
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Silber für Rottau (von links): Moderatorin Traudl Siferlinger; Bürgermeister Stefan Kattari; Vorsitzender Tourismus- und Heimatverein Rottau, Hias Hofmann; Kathi Kern; Martina Hain; Dr. Konrad Schober, Regierungspräsident Oberbayern; Josef Mederer, Bezirkstagspräsident Oberbayern, und Rainer Petzi, stellvertretender Leiter der Bewertungs-Kommission.

Vier Dörfer wurden in der Abschlussveranstaltung des Bezirkswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ im Rottauer Gasthaus Messerschmied ausgezeichnet. Rottau durfte sich nicht nur über einen zweiten Platz, sondern auch über einen Sonderpreis freuen.

Von Josef Adersberger

Grassau – Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ des Bezirks Oberbayern hat Rottau in der Riege der größeren Dörfer den zweiten Platz erreicht.

In der Abschlussveranstaltung des Bezirks im Gasthaus Messerschmied überreichten Regierungspräsident Dr. Konrad Schober, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Rainer Petzi von der Bewertungs-Kommission Urkunde, Tafel und einen Scheck in Höhe von 300 Euro an Bürgermeister Stefan Kattari und Hias Hofmann, Vorsitzender des Tourismus- und Heimatvereins Rottau.

Außerdem wurde das Dorf Rottau mit einem Sonderpreis – dotiert mit 300 Euro – des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut geehrt für „die vorbildliche Erhaltung der Salinen-Brunnenhausanlagen als frühindustrielles, regional-typisches Denkmal“.

Stolz auf Engagement und Zusammenhalt

Bürgermeister Kattari sagte, er sei stolz darauf, wie viel Engagement und Selbstständigkeit die Rottauer in den Wettbewerb eingebracht hätten und „das Wichtigste ist, dass das Dorf weiter zusammenhält“.

Für einen guten Zusammenhalt im Dorf wäre es nach den Worten der Traunsteiner Stellvertretenden Landrätin Resi Schmidhuber für manche Dörfer gut, wenn sie an diesem Wettbewerb teilnehmen würden.

Im schön geschmückten Saal spielte zum Auftakt der Siegerehrung die Rottauer Dorfmusi auf. Durch das Programm führte TV- und Radio-Moderatorin Traudi Siferlinger. Von Jury-Mitglied Petzi wollte sie wissen, was das Wort „Bereisung“ im Zusammenhang mit dem Wettbewerb bedeute. Er antwortete, die Jury erlebe dabei „eine Inspiration durch die Bürgerinnen und Bürger, die enormes Engagement und Eigenverantwortung beweisen und damit ihre Zukunft aktiv gestalten“

Bezirkstagspräsident Mederer ging auf den Begriff „Dorfgemeinschaft“ ein. Dabei erfahre man, dass sich Zusammenarbeit und Zusammenhalt lohnen. Es dürfe niemand ausgegrenzt werden. Schober sieht den Wettbewerb als eine Chance einer Bilanzierung: „Was ist gut und wo kann es Verbesserungen geben?“

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Vor der Ehrung der Dörfer kam der große Auftritt der kleinen „Gederer Zwergerl“. Die Kinder im Alter zwischen drei bis sechs Jahren des Rottauer Trachtenvereins zogen mit ihren Leiterinnen Heidi Beck, Andrea Hausotter und Nina Adersberger unter lautstarkem Klatschen der Anwesenden auf die Bühne und sangen, begleitet auf einer Gitarre, das Kinderlied „S’Gickerl, s’Gackerl“. Dafür gab’s langanhaltenden Beifall des Publikums.

Wurstsemmel-App im Kramerladen

Traudi Siferlinger trug die Impressionen der Jury aus den Dörfern vor. Für Rottau fasste sie zusammen: Der Stromverbrauch bestehe zu 65 Prozent aus erneuerbarer Energie, ein Biomasseheizwerk werde gerade gebaut. Das Vereinsleben werde in dem Grassauer Ortsteil großgeschrieben. Im Kramerladen gebe es eine „Wurstsemmel-App“. „Hollerstauden beschützen das Dorf mit seinem historischen Ortskern. Viele Gewerbebetriebe sorgen dafür, dass man daheim wohnen und arbeiten kann. Es gibt zwei Museen im Dorf, den Torfbahnhof und das Klaushäusl.“

Silber bei den kleinen Dörfern erhielt Freutsmoos in der Gemeinde Palling, Landkreis Traunstein. Bürgermeister Franz Ostermaier und seine mitgereiste Delegation erhielten auf der Bühne Urkunde, Tafel und einen Scheck.

Gold für Schönberg

Gold bei den kleineren Dörfern bekam Schönberg in der Gemeinde Rottenbuch im Landkreis Weilheim-Schongau. Der Ort hat eine exponierte Lage auf der Spitze eines Hügels mit schönem Blick auf den Pfaffenwinkel. Das Dorf hat sich eine eigene Wasserversorgung und Kläranlage geschaffen. Ein ehemaliges Gasthaus wurde renoviert. Die örtlichen Vereine betreiben es. In dem sehr kleinen Dorf herrscht ein reges Vereinsleben. Zweiter Bürgermeister Vitus Gansler nahm die Auszeichnungen entgegen.

Gold bei den größeren Dörfern erhielt Huglfing im Landkreis Weilheim-Schongau. „Der Wille der Dorfgemeinschaft ist es, gewünschte Projekte auch gemeinsam umzusetzen, wie die Umnützung des Bahnhofs in ein Café, verschiedene Kindergartenmodelle und seniorengerechtes Wohnen beim Schmittner“, informierte Traudi Siferlinger. Urkunde, Tafel und Scheck wurden Bürgermeister Markus Huber überreicht.

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