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Mobilfunk in der Diskussion

Telekom reagiert einfach nicht – Ärger im Siegsdorfer Gemeinderat

Der derzeitige Funkmast der Telekom im Ortsteil Hinterwelln soll in unmittelbarer Nähe durch einen Neubau ersetzt werden. Für dessen Nutzung kann sich die Gemeinde mehrere Anbieter vorstellen.
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Der derzeitige Funkmast der Telekom im Ortsteil Hinterwelln soll in unmittelbarer Nähe durch einen Neubau ersetzt werden. Für dessen Nutzung kann sich die Gemeinde mehrere Anbieter vorstellen.
  • VonFranz Krammer
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Der Siegsdorfer Gemeinderat muss sich wieder mit Mobilfunk auseinandersetzen. Auffällig: Die Betreiber der Masten schweigen. Die Hintergründe.

Siegsdorf – Eigentlich war Siegsdorf beim Thema Mobilfunk schon umfassend aufgestellt – hatte der Gemeinderat doch ein eigenes Mobilfunkkonzept aufgestellt. Doch wieder einmal musste sich der Siegsdorfer Gemeinderat mit dem Thema auseinandersetzen. Hintergrund ist auch die Ignoranz der Telekom.

Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) hatte den Neubau eines 30 Meter hohen Betonmasten mit Outdoor-Technik und den Rückbau des bestehenden Mastes im Ortsteil Hinterwelln auf dem Hochberg beantragt. In Zusammenarbeit mit Experten hatte die Gemeinde im Rahmen ihres Mobilfunkkonzeptes auch diesen Standort untersuchen lassen.

Schutz vor Funk-Immissionen

Das Ergebnis war, dass sie nun zum besseren Schutz der umliegenden Bebauung vor Funk-Immissionen einen anderen, nahegelegenen Standort vor. Zur Sicherung der Planungen kann deshalb der Bauantrag auf befristete Zeit zurückgestellt werden. Einstimmig beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, die Zurückstellung über die Zulässigkeit des Bauvorhabens für ein Jahr zu beantragen.

Zuvor hatte sich das Gremium in einem zusätzlich eingeschobenen Tagesordnungspunkt ebenfalls einstimmig für die Ausweisung von Konzentrationsflächen für Mobilfunk ausgesprochen. Zu den bisherigen Standorten in Hammer und Vogling soll nun auch Standort Hinterwelln in den Plan mit einbezogen werden.

Das mehrmalige Angebot der Gemeinde, die inzwischen gutachterlich begleitet und beraten wird, war von der Deutschen Telekom bisher ignoriert worden. Mit der Bauleitplaung soll nun eine Basis für einen Dialog der Mobilfunkbetreiber mit der Gemeinde geschaffen werden, auch um den am besten geeigneten Standort für mehrere Anbieter zu nutzen.

Gemeinderat stimmt für den Standort Hinterwelln

Ziel der Planungen ist die Ausweisung von Gebieten, die sich besser eigenen und verträglicher für die Landschaft und das Ortsbild sind. Außerdem geht es um versorgungstechnische Aspekte und die Wohnbebauung. Einstimmig brachte der Rat die Erweiterung des Planes um den Standort Hinterwelln auf den Weg.

Einen einstimmigen Beschluss ohne Diskussionen gab es auch für eine Verlängerung der Standzeit der temporären Basisstation in Vogling-Hub. Die Gemeinde war hier bereits im Dialog mit den Betreibern und konnte mit den Berechnungen des beauftragten EMF-Instituts eine Zusage zur Abschaltung des nördlichen Sendesektors erreichen.

Ein Mast statt zwei geplant

Laut den Untersuchungen könnte der mobile Standort Hub später durch eine künftige Kombination aus den Standorten Hub und Hinterwelln ersetzt werden. Mit der Auflage, den nördlichen Sektor (Richtung Halleich, Embach) abzuschalten erteilte der Gemeinderat einstimmig das gemeindliche Einvernehmen zum Betrieb der temporären Basisstation um ein weiteres Jahr. Unverständnis erregte dagegen die Tatsache, dass die Gemeinde trotz des eingeleiteten Dialogverfahrens keine Kenntnisse über die Inbetriebnahme des Senders bekommen hatte.