Siegsdorf: Lehrer und Schüler der Mittelschule verabschieden zwei Geschätzte Kollegen

Gehen nun in ihren wohlverdiendten Ruhestand: Konrektor Franz Wögerbauer (links) und Klassenleiter der M10, Arthur Schmidtner, während der Abschlussfeier im Pausenhof der Mittelschule Siegsdorf.
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Gehen nun in ihren wohlverdiendten Ruhestand: Konrektor Franz Wögerbauer (links) und Klassenleiter der M10, Arthur Schmidtner, während der Abschlussfeier im Pausenhof der Mittelschule Siegsdorf.

Mit Konrektor Franz Wögerbauer und dem Klassenleiter der M10, Arthur Schmidtner, musste die Mittelschule Siegsdorf gleich zwei begeisterte, engagierte und beliebte Lehrer in den Ruhestand ziehen lassen.

Siegsdorf– In zwei getrennten Abschiedsfeiern der Schüler und des Lehrkörpers, in denen das kollegiale Verhältnis mit den anvertrauten Schülern und den langjährigen Kollegen deutlich wurde, stellten die Akteure die fruchtbare Arbeit der beiden Vollblutpädagogen noch einmal deutlich heraus.

Konrektor Franz Wögerbauer, den seine Lehrerlaufbahn zuerst nach Ruhpolding und Inzell verschlug, kam 2007 nach Siegsdorf an die Schule. Als Klassenleiter und seit 2013 als Konrektor an der Mittelschule war es ihm stets ein Anliegen, dass in den Klassen- und Lehrerzimmern nicht nur gearbeitet sondern auch gelacht wurde.

„Ein Tag ohne ein Lied gesungen zu haben ist ein verlorener Tag“

Ein Motto das begeisterten Sportlers, Fliegers, Handwerkers und Musikers lautet: „Ein Tag ohne ein Lied gesungen zu haben ist ein verlorener Tag“. Wögerbauer versuchte in seinen über 39 Dienstjahren stets, die ihm anvertrauten jungen Menschen ernst zu nehmen und gemeinsam mit dem „lebendigen Werkstoff Schüler“ die Schule nicht als Prüfanstalt zu gestalten, sondern als kostenlose Möglichkeit Bildung zu erwerben, sich sportlich und künstlerisch zu betätigen und Freundschaften zu pflegen.

Schüler bilden einen Spalier

Dass ihm dies gelungen ist bewiesen die Schüler mit einem Spalier aus Skiern und Werkzeugen und bewegenden Worten ebenso wie mit ihrem Abschiedsgeschenk: eine von den Klassen entworfene und gefertigte Holzfigur in „typischer Wögerbauer-Pose“, die neben anderen Holz-Skulpturen künftig die Aussenfassade der neuen Turnhalle schmücken wird. Auch das gesamte Lehrerkollegium und die Schulleitung lobten die stets kollegiale und faire Zusammenarbeit mit dem Konrektor und bedankten sich mit praktischen Geschenk beim künftigen Hausmann und „Richter“ (es gibt ja immer irgend etwas zu reparieren).

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Arthur Schmidtner, ein Späteinsteiger als Lehrer, kann auf über 25 Jahre Lehramt zurückblicken, die er in Trostberg, an der Franz-von-Kohlbrenner-Schule in Traunstein und seit 2012 an der Mittelschule Siegsdorf mit voller Kraft absolvierte. Dabei sorgte er sich als Klassenleiter stets um die neunten und zehnten Abschlussklassen und und bereitete sie mit gegenseitigem Respekt und auf Augenhöhe auf ihren weiteren Bildungs- oder Berufsweg vor. Die Schüler dankten es dem begeisterten Musikus, Schauspieler, Fotografen und Hobbykoch mit einem Spalier aus Küchenutensilien und herzlichen Abschiedsworten.

Emotionale Abschiedsworte

„Die Kunst versöhnt die Menschen“, war eine seiner vielen Maximen, die der Salzburg- und Theaterfreund Schmidtner stets versucht hat in seiner Arbeit umzusetzen. Mit emotionalen Abschiedsworten bedankte er sich bei seinen Schülern und Kollegen „für eine wunderbare Zeit an einer Schule mit unglaublichem künstlerischen und sportlichen Potenzial, an der ich auch noch mein persönliches Lebensglück gefunden habe“. Mit einer Schultüte, einer Kochschürze, passendem „Kochwein“ und einem unterhaltsamen Video über die „Leidenschaften des Genussmenschen Arthur Schmidtner“ bedankten sich das Kollegium und die Schulleitung beim Weinkenner und Kabarettisten Schmidtner bevor sich der gesamte Lehrkörper zur bekannten Melodie von „Zwei kleine Italiener“ mit einem selbstgedichteten Lied über „Zwei große Schulhaus-Meister“ von den beiden künftigen Pensionären verabschiedete.

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