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DACHBODENERHÖHUNG ABGELEHNT

Sieben Meter Wandhöhe sind für Inzell zu hoch

  • VonHelmut Wegscheider
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Die geplante Wandhöhe war ausschlaggebend, dass der Inzeller Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einem Bauantrag einstimmig das ablehnte.

Inzell – Absprachen zu alternativen Baumaßnahmen werden nun geführt.

Beantragt wurden der Umbau und eine Dachanhebung sowie der Ausbau dessen an einem bestehenden Wohnhaus in der Bauhofstraße 31. Der Dachstuhl des Hauptgebäudes sollte von ursprünglich sechs Metern auf eine seitliche Wandhöhe von sieben Metern angehoben werden. Es muss noch nachgewiesen werden, ob im Dachgeschoss dadurch ein Vollgeschoss entsteht. Die Dachneigung bleibt mit 22 Grad unverändert.

Durch die geplante Umbaumaßnahme könnte eine zusätzliche Wohneinheit im Obergeschoss entstehen. Somit ergäben sich insgesamt zwei Wohneinheiten. Der Zugang ins Obergeschoss soll über eine neue Außentreppe erfolgen. Auf dem Grundstück werden drei Stellplätze nachgewiesen.

Bau muss sich in Eigenart der Umgebung einfügen

Ein Bauvorhaben ist generell zulässig, wenn es sich nach Art und Maß, der Bauweise und der Grundstücksfläche, in die Eigenart der näheren Umgebung einfügt und die Erschließung gesichert ist.

Der Standort des Hauses befindet sich in einem allgemeinen Wohngebiet und fügt sich somit in die nähere Umgebung ein. Die offene Bauweise ändert sich durch das Vorhaben nicht.

Allerdings überschreitet die neue Höhe von sieben Metern die umliegenden Gebäude auffallend. Der Antragsteller gab laut Bauverwaltung als Begründung die bestehende Nachbarbebauung an, weshalb eine seitliche Wandhöhe von sieben Metern gerechtfertigt sei. Er verweist hierbei auf ein bereits bestehendes Gebäude am Auweg zwölf.

Es soll kein Bezugsfall geschaffen werden

Nach Auffassung der Bauverwaltung entspricht dieses Gebäude nicht der geplanten Bauweise. Jedenfalls werde hier bei einer Zustimmung ein Bezugsfall geschaffen, der dann eine seitliche Wandhöhe von sieben Metern in der Gemeinde Inzell zulassen würde.

Da das Maß der baulichen Nutzung nicht eingehalten werde, so die Verwaltung in ihren Ausführungen weiter, sei dieses planungsrechtlich auch nicht zulässig. Auch mit einer Wandhöhe von sechseinhalb Metern könne noch ein Dachgeschossausbau ausgeführt werden.

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Übereinstimmend vertrat das Gremium die Meinung, dass Wohnraum wichtig sei und geschaffen werden müsse, doch gewisse Rahmenbedingungen müssten eingehalten werden.

Der Gemeinderat war einstimmig gegen diesen Bauantrag. Mit dem Antragsteller soll nun laut Beschluss eine städtebaulich vertretbare Lösung gefunden werden. Hierzu empfahl der Gemeinderat eine Bauberatung mit der Bauaufsichtsbehörde.

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