Sie ist die neue „Kapitänin“ an der GMS Ruhpolding: Rektorin Josephine Brunnhuber

Die neue Rektorin Josephine Brunnhuber wurde in der Schulaula in ihr Amt eingeführt. Glückwünsche gab es von Pfarrer Otto Stangl, Schulrat Clemens Gruber und Bürgermeister Justus Pfeifer (von links).
+
Die neue Rektorin Josephine Brunnhuber wurde in der Schulaula in ihr Amt eingeführt. Glückwünsche gab es von Pfarrer Otto Stangl, Schulrat Clemens Gruber und Bürgermeister Justus Pfeifer (von links).

Die gebürtige Grabenstätterin Josephine Brunnhuber ist die neue Rektorin der Grund- und Mittelschule Ruhpolding. Die Pädagogin mit Leib und Seele hat bereits viele Jahre Praxiserfahrung und nimmt mit Freude die Herausforderung an. Auch, weil sie an ihrem neuen Einsatzort einmal begeisterte Skifahrerin war.

Von Ludwig Schick

Ruhpolding – Mit einem herzlichen Empfang ihres zukünftigen Kollegiums wurde die neue Rektorin der Grund- und Mittelschule Ruhpolding, Josephine Brunnhuber, in der Aula willkommen geheißen. Zugleich erfolgte die offizielle Amtseinführung durch Schulrat Clemens Gruber vom Staatlichen Schulamt.

Lag zu Beginn noch eine gewisse Angespanntheit in der Luft, verstand es Josephine Brunnhuber schnell, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Über verschiedene Stationen hinweg zeichnete sie ihren beruflichen sowie privaten Werdegang nach, dabei kamen heitere Momente nicht zu kurz.

Sie liebt Gerechtigkeit und Empathie

Aufgewachsen in Langerspach bei Grabenstätt und inspiriert von ihrem Vater, der ebenfalls als Lehrer tätig war, studierte sie nach dem Abitur am Chiemgau-Gymnasium Lehramt in Regensburg. Es folgten Referendars- und Lehramtszeiten in Marquartstein und Unterwössen, bevor sie dann nach Grabenstätt zunächst als Lehrerin wechselte und die vergangenen neun Jahre an der dortigen Grundschule die Verantwortung als Rektorin trug.

Lesen Sie auch:Corona: 1499 bekannte Neuinfektionen – Kritische 7-Tage-Inzidenz zum Schulstart in Rosenheim

Scherzhaft meinte sie, Ruhpolding habe sie nicht wegen des jüngeren Bürgermeisters gelockt, wie man vielleicht meinen könnte, vielmehr sei es die Herausforderung und Chance für sie gewesen, eine Grund- und Mittelschule zu führen.

„Symbolisch den roten Teppich ausgelegt“

Neue Dinge auszuprobieren und weiterzuentwickeln, darin sehe sie einen großen Anreiz, so Brunnhuber. Von den drei Grundsätzen Echtheit, Gerechtigkeit und Empathie, mit denen sie bisher gut gefahren ist, werde sie sich auch in ihrem neuen Aufgabenfeld leiten lassen. Mit Schoko-Krachern bedankte sie sich bei Konrektor Ralph Gstatter, Sekretärin Andrea Plenk und Hausmeister Michael Hiebl für die erste Unterstützung und den Worten: „Ihr habt mir symbolisch einen roten Teppich ausgelegt.“ Im Übrigen verbinde sie viele Erinnerungen an den Rauschbergort aus ihrer Zeit als aktive alpine Skirennläuferin. Dabei dachte sie auch an so manchen folgenschweren Sturz am Unternberg zurück. Da habe sie dann der Vater von Bürgermeister Justus Pfeifer, der Orthopäde Dr. Günther Pfeifer, „mehrmals verarzten müssen“.

Auch das könnte interessant sein:Elternbeirat der Preysing-Schule in Aschau sehen Chancengleichheit für Kinder bedroht

Digitalisierung steht auf dem Programm

Der Rathauschef hieß die neue Schulleiterin im Namen der Gemeinde ebenfalls willkommen. „In den nächsten Jahren“, so Pfeifer, „steht der Ausbau der Digitalisierung für die Schule im Vordergrund.“ Dazu werde man die Förderprogramme für Infrastruktur und Endgeräte „voll ausschöpfen, um die Bildungseinrichtung in enger Abstimmung mit der Schulleitung auf den neuesten Stand zu bringen.“

Um Verständnis warb er für die beengten Platzverhältnisse im Bereich der Offenen Ganztagsschule (OGS). Man arbeite unter Hochdruck an einer langfristigen Lösung.

Schulrat Clemens Gruber bestätigte der neuen Rektorin, „eine Bilderbuchkarriere“ hingelegt zu haben. Er ließ die beruflichen Eckpunkte der engagierten Lehrkraft nochmals Revue passieren und wünschte der „neuen Kapitänin“, dass sie „das Schiff GMS Ruhpolding“ durch alle Wellen steuern möge und wünschte ihr bei der Umsetzung ihrer pädagogischen Ziele eine glückliche Hand. An das Kollegium appellierte der stellvertretende Schulamtsleiter, die neue Chefin auf der gemeinsamen Reise loyal und konstruktiv zu unterstützen.

Kommentare