LESERFORUM

Sicherheit für Radler erfordert Mut zu Neuem

Zur Berichterstattung über Stadtradeln und den Bahnübergang

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Ein Bravo der Prien Marketing, dass endlich auch Prien beim „Stadtradeln“ mitmacht: So können Autokilometer und Kohlendioxid gespart und damit auch kleine Schritte Richtung einer dringend nötigen Verkehrswende getan werden.

Allerdings ist die Sicherheit im Verkehr eine Grundvoraussetzung, dass möglichst viele ihr Auto stehen lassen und aufs Rad steigen. Und da hapert es in Prien noch ziemlich. Stichwort: Schienenübergang auf der Seestraße, Höhe Metzgerei Kunz. Zwar ist unbestritten hier schon Verschiedenes versucht worden, aber es reicht eben leider nicht, wie die hohe Zahl der Unfälle von Radlern aller Altersgruppen zeigt. Sich hier auf das reine Verkehrsrecht zurückzuziehen, nicht „haftbar“ zu sein, ist keine Lösung. Denn es geht darum, den Einheimischen und Gästen das Radeln so attraktiv wie möglich zu machen, sie zu ermutigen. Und dazu sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Wenn die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, muss eben Neues probiert werden! Zum Beispiel sollten die Fahrbahndecke und die Schienen auf einem Niveau sein, wie bei dem Übergang am Hafen. Des Weiteren könnte eine markierte Führung in der Weise angelegt werden, dass die Radfahrer die Schienen in einem günstigen Winkel überqueren. Auf jeden Fall ist aber eine Geschwindigkeitsreduzierung auf höchstens Tempo 30 einzurichten, wie etwa an Baustellen an der Seestraße praktiziert. Eine Horrorvorstellung, wenn ein Autofahrer hinter einem gestürzten Radfahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen kann, weil er zu schnell ist!

Helge Holzer

Prien

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