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Leben im Alter braucht ein Umdenken

Seniorenbeirat fordert Quartiersmanagement für die Stadt Traunstein

Mit einer Enthaltung beschloss der Seniorenbeirat der Stadt Traunstein in seiner Sitzung den Antrag an den Stadtrat, ein Quartiersmanagement auf der rechtlichen Grundlage des bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales einzurichten.

Traunstein – Die Vorsitzende Ingrid Buschold erklärte, die Stadt müsse nicht alles allein tragen, denn das Ministerium habe das Quartierskonzept entwickelt und stelle dafür Sonderfördergelder zur Verfügung. Der Freistaat Bayern bezuschusse die Implementierung eines Quartiersmanagements mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 80.000 Euro, verteilt auf vier Jahre.

Oberbürgermeister Dr. Christian Hümmer meinte, die demografische Entwicklung spreche eine klare Sprache, und plädierte dafür, solche Instrumente zu nutzen. Als Kommune könne man nicht alle Themen leisten und sei deshalb auf staatliche Unterstützung angewiesen. Im Baugebiet Seiboldsdorf seien Mehrgenerationenwohnungen vorgesehen. Die geplante städtische Wohnungsbaugesellschaft könne solche Dinge vernetzen.

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Auch Landrat Siegfried Walch sehe das Quartiersmanagement als wichtiges Thema, betonte der Senioren- und Behindertenbeauftragte des Landkreises, Werner Fertl, der das Konzept vorstellte. Im Landkreis gebe es bereits vier Kommunen – Reit im Winkl, Ruhpolding, Schleching und Seeon-Seebruck –, die ein Quartiersmanagement betrieben oder anrichteten. Dieses habe die wichtige Funktion, dass ältere Menschen im Quartier sich umeinander kümmerten und in ihrem Stadt- bzw. Ortsteil bis ins hohe Alter leben könnten. Unterstützt würden sie dabei von einem Quartiersmanager. Der Anteil älterer Menschen nehme zu und damit auch der Bedarf an Unterstützung. Weitere Faktoren seien veränderte Familienstrukturen, Pflegenotstand, soziale Kluft einhergehend mit Vereinsamung, ein Dschungel an Beratungs- und Unterstützungsangeboten, fehlende aufsuchende Dienst und Teilhabeangebote, Anonymität und das Fehlen von Senioren-Streetworkern.

Mehr selbstständiges Miteinander

Der Mehrwert eines Quartiers sei, dass die Gemeinschaft eine bessere Vernetzung erfahre, Synergien geschaffen, alte Bürger aktiv eingebunden und in die Stadt verwurzelt sowie zu ehrenamtlichem Engagement animiert würden. Möglich seien auch eine interkommunale Zusammenarbeit, eine Vernetzung von Beratungsangeboten und die Unterstützung bei der Umsetzung von seniorenpolitischen Gesamtkonzepten. Auf kommunaler Ebene müsse nun ein Umdenken stattfinden: durch den Wechsel von der Versorgungs- zur Mitwirkungsgesellschaft sowie das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamt. /MN

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