Sehr wertvoll für den Tourismus

Die erste Etappe des neuen Salzalpensteiges führt von Prien nach Bernau. Auf dieser Strecke marschierte eine Gruppe um Landrat Wolfgang Berthaler sowie um Jürgen Seifert und Philipp Bernhofer, die Bürgermeister von Prien und Bernau.  Foto  berger
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Die erste Etappe des neuen Salzalpensteiges führt von Prien nach Bernau. Auf dieser Strecke marschierte eine Gruppe um Landrat Wolfgang Berthaler sowie um Jürgen Seifert und Philipp Bernhofer, die Bürgermeister von Prien und Bernau. Foto berger

In der Region am Chiemsee hat der Urlauber überaus viele Möglichkeiten für Erlebnisse der besonderen Art: Er kann zum Beispiel mit dem Rad um das Bayerische Meer fahren oder etwa auch mit dem Schiff zur Herreninsel übersetzen und dann das Schloss von König Ludwig II. besichtigen.

Und er kann sich neuerdings auch auf eine lange Wanderung begeben: Der neue Salzalpensteig führt von Prien nach Hallstatt. Ein Gruppe um Landrat Wolfgang Berthaler testete dieser Tage den Weg. Ihr Ergebnis war eindeutig: sehr wertvoll für den Tourismus.

Prien - Die Menschen in den Regionen an der deutsch-österreichischen Grenze lebten in früheren Jahrhunderten zu einem guten Teil von der Salzgewinnung. Das "Weiße Gold" brachte Wohlstand und Fortschritt. Die Spuren, die die Erzeugung in den Landschaften hinterließ - Salzbergwerke, Soleleitungen und Salinen - können Wanderer jetzt entdecken. In einer gemeinsamen Aktion haben Touristiker hüben wie drüben den grenzüberschreitenden Salzalpensteig geschaffen: einen Fernwanderweg vom Chiemsee bis zum Hallstätter See.

Nach der offiziellen Eröffnung des neuen Fernwanderweges vor einiger Zeit an der deutsch-österreichischen Grenze hat jetzt eine Gruppe aus der Region am Chiemsee die erste Etappe von Prien nach Bernau getestet: Landrat Wolfgang Berthaler, Jürgen Seifert und Philipp Bernhofer, die Bürgermeister von Prien und Bernau, sowie weitere Wanderer schnürten sich die Schuhe und begaben sich auf des Schusters Rappen auf die Reise.

Ehe sie durchstarteten, würdigten sie in Prien das neue Angebot für Wanderer - und freilich auch für Einheimische. Seifert sagte, dass der Weg und das Wandern in Zeiten zunehmender Hektitk eine hervorragende Möglichkeit für eine "Entschleunigung in der Natur" bieten. Er sei stolz, dass Prien der Ausgangspunkt für die Fernwanderung sei - und dass der Wanderer mit dem Prienavera und dem Schloss Herrenchiemsee schon einmal gleich zu Beginn seiner Tour zwei Höhepunkte auf seiner langen Tour erlebt.

Auf des Schusters Rappen von Prien nach Bernau

Seifert freute sich, wie er weiter sagte, dass der Salzalpensteig im Rahmen nicht nur einer landkreis-, sondern auch landerübergreifenden Zusamenenarbeit entstanden sei. Und Priens Bürgermeister betonte, dass diese Arbeit schon Früchte trage: "Ich bin froh, das der Salzalpensteig gut angenommen wird."

Berthaler erinnerte daran, dass die Salzgewinnung in der Region früher weit verbreitet gewesen sei. Bis nach Rosenheim sei einst die Sole aus den Bergen geflossen. Vom Salz, vom "weißen Gold", lebten früher laut dem Landrat viele Menschen. Berthaler freute sich, dass mit dem neuen Fernwanderweg die Erinnerung an die frühere Zeit und die einstige Bedeutung des Salzes für die Region "wieder auftaucht".

Der Salzalpensteig ist ein weiteres Mosaikstein, die Region für den Urlauber noch attraktiver zu machen. Der Tourismus sei im Aufwind, sagte Berthaler. Und er hoffte, dass der Trend weiter nach oben geht. Der Chiemgau und der Chiemsee seien "Aushängeschilder für den Tourismus".

Christina Pfaffinger, die Geschäftsführerin des Chiemsee Alpenland Tourismusverbandes, sagte, dass der Salzalpensteig der erste Premium-Wanderweg in Oberbayern sei. Im Rahmen des Angebotes für die Urlauber sei er ein "Riesen-Zugewinn". 14 Tage lang könne sich der Wanderer auf der Strecke über das Salz und dessen Gewinnung informieren. Die Route sei flexibel gestaltet, auf eine kurze folge ein lange Etappe.

Bernhofer bezeichnete den Salzalpensteig als "wunderbar" auch für die Tourismusgemeinde Bernau. Wer sich in Prien auf die Fernwanderung begebe, komme dann gleich nach Bernau. Der Salzalpensteig sei eine "verbindende Einrichtung" zwischen den Gemeinden Prien und Bernau - ein "herrlicher Ansatz, den wir touristisch weitergehen wollen".

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