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Seeon-Seebrucks Bürgermeister zieht Bilanz: Gutes Ergebnis trotz schwieriger Corona-Zeiten

Die Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching hat im nächsten Jahr Priorität. Darüber informierte Bürgermeister Martin Bartlweber den Gemeinderat in der Jahresabschlusssitzung im Truchtlachinger Bürgersaal. Der Ausbau der Gemeindestraße erfolgt zwischen der Ortsmitte und dem Wohngebiet Kobelreut (links).
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Die Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching hat im nächsten Jahr Priorität. Darüber informierte Bürgermeister Martin Bartlweber den Gemeinderat in der Jahresabschlusssitzung im Truchtlachinger Bürgersaal. Der Ausbau der Gemeindestraße erfolgt zwischen der Ortsmitte und dem Wohngebiet Kobelreut (links).
  • vonGabi Rasch
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Die CSU-Fraktion hatte den Bürgermeister in einem schriftlichen Antrag aufgefordert, den Gemeinderat und die Öffentlichkeit über die aktuelle Finanzsituation sowie laufende und anstehende Projekte zu informieren.

Seeon-Seebruck – Die Corona-Pandemie hat auch die Gemeinde Seeon-Seebruck in diesem Jahr vor große Herausforderungen gestellt. „Die Ausgangslage war prekär. Deshalb mussten Haushaltsansätze zurückgefahren werden. Trotzdem haben wir für die momentan schwierige Zeit ein gutes Ergebnis gefahren“, fasste Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) in der letzten Gemeinderatssitzung des vergangenen Jahres im Truchtlachinger Bürgersaal zusammen.

Aussagen zu Projekten gefordert

Unter anderem forderten die Christsozialen Aussagen zum laufenden Hochbehälter-Neubau für die Wasserversorgung Seeon, zum Projekt Strandbadsanierung Seebruck, zum Breitbandausbau sowie zu geplanten Straßenerneuerungen und Grundstücksverkäufen.

Wie Bartlweber mitteilte, habe man sich im Rahmen einer Ferienausschusssitzung darauf verständigt, laufende Projekte, wie den Hochbehälter-Neubau oder die Planung der Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching restriktiv weiterzuführen.

Hochbehälter sollte 2020 fertig sein

Ursprünglich sollte der Hochbehälter der Wasserversorgung Seeon noch im vergangenen Jahr fertiggestellt werden. Aufgrund der Pandemie habe sich der Beginn der Baumaßnahme, die im Moment ruht, aber auf Mitte August verschoben. Die Bodenplatte und die Leitungen seien soweit fertiggestellt geworden, sodass dann im Frühjahr mit dem Bau eines 24 mal 13 Meter großen Gebäudes in Holzständerbauweise für zwei Edelstahlbehälter, die vor Ort zusammengeschweißt werden, begonnen werden könne.

Zu den laufenden Planungen der Strandbadsanierung Seebruck im Rahmen des Förderprogramms ISEK teilte er mit, dass sich hier einiges bei der Förderung geändert habe. Trotzdem müsse hier an der Umsetzung erster Maßnahmen zügig weitergearbeitet werden.

Sanierung der Straße wird 1,6 Millionen Euro kosten

Die Sanierung der Pattenhamer Straße zwischen der Ortsmitte von Truchtlaching und dem neuen Wohngebiet Kobelreut soll auf jedem Fall im nächsten Jahr durchgeführt werden, so der Bürgermeister. Der Ausbau der Straße, bei dem auch das Abwasserproblem beseitigt werden soll, werde mit rund 1,6 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Auf der Agenda 2021/2022 steht auch Umsetzung des Wohnprojekts Ischl. Das neue Feuerwehrhaus für die Freiwillige Feuerwehr Seeon soll erst 2023 umgesetzt werden.

Keine deutliche Kostensteigerungen

Zum laufenden Verwaltungshaushalt teilte Bartlweber mit, dass dieser im Wesentlichen entsprechend dem Haushaltsplan verlaufen sei. Erfreulich sei, dass die aufgrund der Corona- Krise geringer angesetzten Einnahmen tatsächlich im Ergebnis gehalten und teilweise sogar überschritten werden konnten.

Deutliche Kostensteigerungen sowie Einnahmeausfälle, die den Haushaltsausgleich gefährden könnten, seien nicht eingetreten, sagte Bartlweber. Der Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen liege bei der angenommenen Höhe. Dies treffe auch auf die bisherigen Raten der Einkommensteuerbeteiligung zu. Der Betrag werde im Ergebnis sogar überschritten. So könne nach den derzeitigen Hochrechnungen der Verwaltungshaushalt ausgeglichen werden.

Die Zuführung an den Vermögenshaushalt wird höher ausfallen als eingeplant. Dies liege im Wesentlichen daran, dass die Ausgabenansätze eingehalten und teilweise deutlich unterschritten worden seien, so Bartlweber. Insgesamt bleibe der Vermögenshaushalt bei den Einnahmen und Ausgaben deutlich hinter den Ansätzen zurück.

Einige geplante Grundstücksverkäufe noch nicht erfolgt

Einige Maßnahmen hätten sich verzögert, sodass der eingeplante Kostenumfang bislang noch nicht angefallen sei. Dies wirke sich auch auf die Einnahmesituation aus. So seien zum Beispiel eingeplante Grundstücksverkäufe noch nicht erfolgt und Zuwendungen konnten aufgrund eines geringen Kotenstandes noch nicht abgerufen werden.

Der Schuldenstand bei laufenden Kredittilgungen belaufe sich aktuell auf 2,8 Millionen Euro, so der Bürgermeister: „Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 635 Euro.“

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