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Rück- und Ausblick des Bürgermeisters

Seeon-Seebruck: Kiesabbau bleibt, Strandbadinsel kommt

Die Strandbadinsel soll saniert werden. Das Areal des Chiemseeparks soll unter der Einhaltung des Naturschutzes touristisch aufgewertet werden.
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Die Strandbadinsel soll saniert werden. Das Areal des Chiemseeparks soll unter der Einhaltung des Naturschutzes touristisch aufgewertet werden.
  • VonGabi Rasch
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Einige Runden müssen die Gemeinderäte in Seeon-Seebruck noch zu den unbeliebten Themen Kiesabbau und Fotovoltaik drehen. Außerdem stehen viele neue Projekte für 2022 auf der Agenda.

Seeon-Seebruck – Emotional umstrittene Themen wie Kiesabbau oder Fotovoltaik– Freiflächenanlagen werden den Seeon-Seebrucker Gemeinderat auch heuer beschäftigen. Ähnlich verhält es sich mit der Ausweisung von PV-Freiflächen. Diese und weitere Themen schnitt Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) in seinem aus Zeitgründen verschobenen Jahresrückblick 2021 in der ersten Gemeinderatssitzung 2022 an.

Zum laufenden Verfahren für die Ausweisung von Kiesabbau-Konzentrationszonen teilte Bartweber auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen mit, dass aktuell die Einwände der zweiten Auslegung des Bebauungsplanes ausgearbeitet werden. Spätestens im April werden die Ergebnisse dann dem Gemeinderat zur weiteren Beratung vorgelegt.

Ergebnis zu Fotovoltaik im März

Bei den Fotovoltaik-Freiflächen rechne er noch bis Mitte März mit einem Ergebnis, welche Flächen in Betracht gezogen werden. Diese müssten dann aber noch auf ihre Machbarkeit geprüft werden.

Bartlweber erinnerte an die Ausweisung eines Ausweichparkplatzes für Tagesausflügler und Radfahrer am Ortsende von Seebruck und an den ersten Bauabschnitt des Ausbaus der Pattenhamer Straße in Truchtlaching. Im Laufe des kommenden Frühjahres soll dann mit dem Ausbau des zweiten Streckenabschnitts begonnen werden.

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In Betrieb genommen werden konnte der neue Hochbehälter in Waltersham. Hier wurden zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils 500 Kubikmeter Trinkwasser für Kosten von rund 2,1 Millionen Euro errichtet. Der mittlerweile stillgelegte Erdbehälter soll laut Bartlweber zeitnah ausgebaut werden. Nach dem die Gemeinde in der Vergangenheit kontinuierlich ihn ihr Leitungsnetz investiert hat, wurde ihr für die neue Baumaßnahme eine Förderung von rund 500 000 Euro in Aussicht gestellt.

Der erste Abschnitt der Sanierung der Pattenhamer Straße in Truchtlaching, war im letzten Jahr ein Großprojekt in der Gemeinde Seeon-Seebruck. Der zweite Bauabschnitt beginnt im kommenden Frühjahr.

Vorangetrieben wurde auch das Wohnprojekt Ischl. Insgesamt werden dort 11 Wohnungen entstehen, die ausschließlich an Einheimische vermietet werden sollen.

Nach den Worten des Bürgermeisters habe heuer die Planung für ein neues Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Seeon oberste Priorität. Die verschobene Baumaßnahme habe mehr oder weniger Planreife, sodass noch heuer die Ausschreibungen der Gewerke auf den Weg gebracht werden könnten. Das neue Gebäude soll 2024 bezugsfertig sein.

Strandbadinsel wird saniert

Unbedingt „dran bleiben“ müsse man an der Sanierung der Strandbadinsel des Chiemseeparks , die im Rahmen des sogenannten ISEK (Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) touristisch aufgewertet werden soll. „Hier gestaltet sich die Planung nicht einfach“, betonte Bartlweber. Ziel des seit Jahren diskutierten Projekts ist es, die Vegetation der Strandbadinsel mit ihren charakteristischen Fachwasserbereichen und Uferzonen trotz der touristischen Nutzung zu bewahren. Neben einem neuen Rundweg, sollen auch die Freiflächen entsprechend aufgewertet werden.

Sitzungen im neuen Rathaus?

Für das neue, noch junge Jahr erhofft sich das Gemeindeoberhaupt weniger Einschränkungen: „Ich hoffe, dass die Corona-Einschränkungen gelockert werden können und bin zuversichtlich, dass der Gemeinderat im Laufe des Jahres wieder im Rathaus in Seebruck tagen kann.“ Auch der Zweite Bürgermeister Norbert Maier hofft darauf. Die Mitarbeiter der Verwaltung und der Tourist-Info lobte er, aus der Situation das Beste gemacht zu haben.

Sepp Daxenberger (CSU) wies auf den Leerstand zweier Geschäfte in Seeon hin und forderte, diesen zeitnah zu beseitigen. Die Apotheke ist aus der Ortsmitte in das neue Wohn- und Nahversorgungsprojekt umgezogen und der Friseur hat sein Geschäft für immer geschlossen. Das Problem, wie von Daxenberger angeregt, über den Arbeitskreis „Infrastruktur für Wirtschaft“ abzuwickeln, sei schwierig, erklärte der Bürgermeister. Man sei stattdessen mit der Wirtschaftsförderung Traunstein in Kontakt getreten. Soweit ihm bekannt sei, werde für die ehemaligen Apothekenräume bereits ein Mieter gesucht.

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