Seeon-Seebruck investiert zwei Millionen Euro in die Wasserversorgung

Während auf der Baustelle (Hintergrund) bereits gearbeitet wurde, erfolgte durch den symbolischen Spatenstich der Startschuss für den neuen Hochbehälter.
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Während auf der Baustelle (Hintergrund) bereits gearbeitet wurde, erfolgte durch den symbolischen Spatenstich der Startschuss für den neuen Hochbehälter.

Ein neuer Hochbehälter wird in einem Jahr den maroden, nicht mehr zu sanierenden und vom Fassungsvermögen zu kleinen Erdbehälter in Waltenberg bei Seeon ersetzen. Damit will der Wasserzweckverband Harter Gruppe die Trinkwasserversorgung für Seeon in den nächsten Jahrzehnten sicher stellen.

Seeon-Seebruck

Der Standort des neuen Hochbehälters befindet sich in unmittelbarer Nähe des bereits bestehenden Erdbehälters am höchsten Punkt von Seeon und liegt damit idealerweise höher als der höchste Wasserhahn. Somit kann das Wasser, das aus dem Brunnen „Bauschberg“ gespeist wird, durch den hydrostatischen Druck ohne weitere Kraft- oder Druckzufuhr weiter an seinen Bestimmungsort gelangen.

Das Projekt nimmt langsam Form an

Einige höher liegende Objekte werden noch über Drucksteigerungsanlagen bedient, erklärte Geschäftsführer Thomas Kehr beim offiziellen Spatenstich mit Vertretern der Firmen und der Gemeindeverwaltung.

Das Projekt hat bereits erste Formen angenommen. Wegen der Bodenbeschaffenheit mussten 60 sogenannte Mikrobohrpfähle gesetzt werden, um ein tragfähiges Fundament zu gewährleisten. Im weiteren Verlauf werden dann bis zum Winter die benötigten Leitungen verlegt.

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Im Frühjahr 2021 soll ein 24 mal 13 Meter großes Gebäude in Holzständerbauweise für zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von 500 Kubikmeter pro Behälter errichtet werden. Nach Angaben von Andreas Forrer von der Behälterbaufirma Hydro-Elektrik GmbH in Ravensburg, werden die 6,50 Meter hohen Tanks erst vor Ort zusammengeschweißt. Trinkwasserbehälter aus Edelstahl seien seit Jahren etabliert und Behältern aus Ton weit überlegen.

Das rund 1200 Quadratmeter große Grundstück konnte durch die Gemeinde zum Teil neu angekauft beziehungsweise durch Grundstückstausch erworben werden. Dafür sprach Bürgermeister Martin Bartlweber der Grundstücksbesitzerin seinen Dank aus. Für die Gemeinde sei es wichtig, eine entsprechende Infrastruktur für die Wasserversorgung bereitzustellen, um damit die hohe Wasserqualität sicherstellen zu können, betonte Bartlweber.

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Der zirka 60 Jahre alte und marode Erdbehälter werde stillgelegt und zurückgebaut. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme inklusive Grunderwerb und Nebenkosten liegen laut Bartlweber bei zwei Millionen Euro. Dieses Geld sei zur Sicherstellung unseres höchsten Gutes, dem Trinkwasser, gut investiert, betonte Kehr als Vertreter des Kooperationspartners Harter Gruppe. Mit dem Neubau des Edelstahlhochbehälters werde nicht nur das Trinkwasser, sondern auch das Löschwasser sichergestellt.Die Harter Gruppe hat vor rund 16 Jahren die technische Betriebsführung übernommen und ist somit für die Betreuung der Anlagenteile zuständig.

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Weiter teilte Kehr mit, dass die Gemeinde Seeon-Seebruck zum Bau des Hochbehälters vom Freistaat eine Förderung von rund 500 000 Euro erhalte. In deren Genuss kämen nur Gemeinden, die in der Vergangenheit kontinuierlich in ihr Leitungsnetz investiert hätten.

Laut Gemeinde sei der Wasserpreis im Rahmen einer Gebührenkalkulation bereits zum 1. Januar dieses Jahres auf 1,35 Euro für 1000 Liter angepasst worden.

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