Aus dem Gemeinderat

Seeon: Sitzung abgebrochen - Entscheidung zum Kiesabbau vertagt

Umstritten ist der Kiesabbau in Seeon-Seebruck. Nach fünf Stunden beendete der Gemeinderat die Diskussion.
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Umstritten ist der Kiesabbau in Seeon-Seebruck. Nach fünf Stunden beendete der Gemeinderat die Diskussion.
  • vonGabi Rasch
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Der Gemeinderat Seeon-Seebruck tagte wieder zum umstrittenen Kiesabbau. Nach fünf Stunden wurde die Sitzung abgebrochen – das sind die Gründe.

Seeon-Seebruck – Wie umfassend das laufende Verfahren für einen kontrollierten Kiesabbau in der Gemeinde Seeon-Seebruck ist, zeigte sich in einer Sondersitzung des Gemeinderats in der Truchtlachinger Turnhalle.

Über 40 Behörden, Verbände und Gemeinden, mussten an dem Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren zur Aufstellung eines sogenannten „Sachlichen Teilflächennutzungsplans Konzentrationszonen Kiesabbau“ beteiligt werden. Dazu kommen noch die Einsprüche von Privatpersonen und von weiteren Bedenkenträgern.

160 Seiten ablesen

Rund 30 Behörden und Fachstellen hatten im Zuge der ersten Auslegung Stellungnahmen, Empfehlungen oder Hinweise abgegeben. So musste in der Sitzung ein über 160 Seiten starker Beschlussvorlagen-Katalog abgearbeitet werden. Das heißt: Sämtliche Stellungnahmen sowie die Abwägungsvorschläge der Verwaltung, die soweit auch abgesegnet wurden, wurden abwechselnd von den Verwaltungsangestellten vollinhaltlich vorgetragen. Ein wenig Sitzfleisch brauchte man da schon.

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Nach fünf Stunden wurde die Sitzung jedoch abgebrochen und wird jetzt am Donnerstag kommender Woche um 18 Uhr im Truchtlachinger Bürgersaal fortgeführt. Der neu gewählte Gemeinderat hatte sich nämlich in seiner konstituierenden Sitzung darauf verständigt, dass die Sitzungen spätestens um 22 Uhr beendet sein müssen.

Eilantrag der CSU

Zu Beginn der Sitzung informierte Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) über einen Eilantrag der CSU-Fraktion. Die CSU hatte unter anderem darauf hingewiesen, dass zwei Gemeinderatsmitglieder als Grundstücksbesitzer der vorgeschlagenen Flächen betroffen sind und gewissermaßen befangen wären. Auf Nachfrage von Bartlweber erklärten beide, dass sie deshalb bei der Abstimmung nicht mitstimmen werden.

In diesem Zusammenhang zeichnete sich auch ab, dass womöglich eine Teilfläche aus der jetzt geplanten Gesamtfläche noch herausgenommen werden soll.

Hohe Investition in Zeit und Geld

Die Gemeinde Seeon-Seebruck hatte aufgrund eines Abgrabungsantrages von ihrem Recht Gebrauch gemacht, den Kiesabbau in der Gemeinde zu lenken und zu konzentrieren, um einen sparsamen Umgang mit der Fläche zu erreichen. Die Konzentrationszonen wurden auf zwei Gebiete bei Eglhart und Steinrab mit zirka 26 Hektar an möglichen Kiesabbauflächen reduziert.

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Daraufhin wurde ein Ingenieurbüro mit der Erstellung eines sogenannten „Sachlichen Teilflächennutzungsplan Konzentrationszonen Kiesabbau“ beauftragt, der Mitte Juli 2017 ins Verfahren gegangen war. Damals wie heute wird das Vorhaben von Kiesgegnern massiv kritisiert. Aber alles infrage zu stellen, könne nicht der Weg sein, sagte Bartlweber. Es sei immer das Ansinnen des Gemeinderats gewesen, den Kiesabbau zu konzentrieren. Die Gemeinde habe dafür sehr viel Geld in Hand genommen und sehr viel Zeit investiert, so Bartlweber.

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