Chiemseerundweg genutzt

Seebrucker radelt 12.000 Kilometer ums Bayerische Meer

Andres Schlögl und sein Fahrrad, das ihm treue Dienste lesitet.
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Andres Schlögl und sein Fahrrad, das ihm treue Dienste lesitet.

Die Chiemseerundweg erfreut sich großer Beliebtheit. So auch bei Andreas Schlögl aus Seebruck. Warum er heuer schon ganze 200 Fahrten um den Chiemsee gemacht hat.

Von Thomas Donhauser

Seebruck – Eine Runde beträgt knapp 60 Kilometer – manchmal auch ein paar mehr - den Chiemsee hat der Seebrucker Andreas Schlögl in diesem Jahr am 5. Dezember 200 Mal mit dem Fahrrad umrundet. Das macht der 45-jährige schon seit Jahren. Im Schnitt fast zwei Mal in der Woche radelt er um das „Bayerische Meer“.

„Dabei spielt es keine Rolle, ob ich links- oder rechtsrum fahre“, sagt der Seebrucker, „es wird sich die Waage halten“. Bei seinem sportlichen Hobby hat er in den vier Stunden der Umrundung seine Lieblingsplätze für eine wohlverdiente Pause. In Rimsting am Strandkiosk ist er des Öfteren eingekehrt. „Hier glaube ich, gehört mit schon eine kleine Ecke“, informiert er augenzwinkernd. „Es ist auch der schönste Blick“.

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Im Herbst hält er in Gstadt für einige Minuten still. „Ich bin eigentlich Gymnasiallehrer, aber schon das 17. Jahr in Sparz als Realschullehrer tätig“, teilt Schlögl mit, der sein Hobby macht, seitdem er seit 2004 wieder am Chiemsee wohnt.

„Total verrückt eigentlich“

„Zunächst war es als Spaß mit ursprünglich zehn Kilometer am Tag im Schnitt gedacht“. Dann hat er vor acht Jahren 2012 mal 39 Runden geschafft, dann hatte er sich vorgenommen im Schnitt einmal in der Woche um den See zu fahren“. Schließlich wurden es immer mehr und dieses Jahr stolze 200. „Total verrückt eigentlich!“, sagt er. Die kürzeste Runde waren 49 Kilometer, die Längste ging über 115 Kilometer, das geht es über Ruhpolding, Reit im Winkl, Kössen und Prien“. Im Laufe der Zeit hat er auch Begegnungen auf dem Rad mit etlichen Politikern, Schauspieler und Sportler, die an einem vorbei huschen.

Notaufnahme statt Rundweg

Bisher ging alles glimpflich ab, auch ein Sturz. „Ich habe deswegen schon mal eine Runde nicht beenden können, stattdessen ging es in die Notaufnahme nach Prien“. Im Gegenzug musste er noch keine Erste Hilfe leisten, „stattdessen komme ich mir manchmal wie das fahrende Informationssystem für Touristen vor“, erklärt Schlögl.

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Auf seinen Fahrten passieren auch Pannen: „Einige Schläuche habe ich schon wechseln müssen, gut dass ich immer einen dabeihabe“. Und alle möglichen Wetterkapriolen hat es schon gegeben, Regen, Sturm, Hagel, Schnee und einen Temperatursturz von 20 Grad hat er mitgemacht.

Seinen Zeitplan richtet er nach dem Wetter, sein frühester Beginn war um 3:30 Uhr in diesem Jahr wegen einem tollen Sonnenaufgang, aber auch am späten Abend schwingt er sich noch auf seinen Drahtesel. „Spätester Beginn mit Fahrt so gegen 21 Uhr“.

Erholung im Strandbad

Im Sommer ist er auch häufig im Seebrucker Strandbad zu finden, hier erholt er sich von seinen Fahrten und genießt die Sonnenstrahlen und das kühle Nass des Chiemsees. Nun geht sein Rekordjahr zu Ende, aber Andreas Schlögl wird weiter seine Runden im heimischen Chiemgau drehen und 2021 seinem sportlichen Hobby einige Zeit widmen.

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