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Jahresversammlung abgehalten

Kostspielige Erneuerungen stehen im Seebrucker Wassernetz an

Arbeiten in der Kastellgasse: In den kommenden Jahren wird der WBV Seebruck sein Hauptaugenmerk auf die Erneuerung der alten Hauptwasserleitungen legen.
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Arbeiten in der Kastellgasse: In den kommenden Jahren wird der WBV Seebruck sein Hauptaugenmerk auf die Erneuerung der alten Hauptwasserleitungen legen.
  • VonMarkus Müller
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„Die routinemäßigen vierteljährlichen Wasserproben wurden wie jedes Jahr durchgeführt und es gab keine Beanstandungen“, sagte der Vorsitzende Rupert Hartl in der Jahresversammlung des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Seebruck im Hafenwirt in Seebruck.

Alle Werte hätten stets unter den behördlichen Grenzen gelegen. Bei den Wasserleitungen stehen wieder hohe Investitionen an.

Hauptleitungen werden erneuert

Nachdem der Verband in den vergangenen Jahren viel Geld unter anderem für die Sanierung des Saugbehälters, die Erneuerung der Druckerhöhung und die Steuer- und Regeltechnik der Brunnen investiert hatte, wird man sich in den kommenden Jahren auf die Erneuerung der alten Hauptwasserleitungen konzentrieren.

„Dies wird ein finanzieller wie auch planerischer Kraftakt werden“, so Hartl. Je nach Haushaltslage werde man immer wieder abschnittsweise Leitungen erneuern.

Begonnen wurde damit bereits heuer mit einer gemeinsamen Spülbohrung (Strom und Wasser) von der Johann-Kagermeier-Straße in die Kastellgasse. „Die Bauarbeiten dauern bis Ende Oktober“, so Hartl. Der erste Bauabschnitt werde bis zur Kastellgasse 7 gehen und dort mit dem Ende der vorhandenen Hauptleitung im Bedaiumweg zusammengeschlossen. Eine Weiterführung der Hauptleitung von Kastellgasse 7 bis zum Jakob-Weyerer-Platz ist für das kommende Jahr geplant.

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„Die Kosten für die gesamte Strecke in der Kastellgasse sind mit zirka 160 000 Euro veranschlagt“, so Hartl. Aktuell sei die Hauptleitung bis zum Zusammenschluss im Bedaiumweg verlegt und gespült. Nach dem Umschließen der Hausanschlüsse auf die neue Hauptleitung seien Ende Oktober die Asphaltierungsarbeiten geplant, betonte Hartl. Zudem wies er darauf hin, dass Absperrschieber nicht überbaut oder zugepflanzt werden dürften, da dies bei Rohrbrüchen ein schnelles Auffinden erschwere und dann ein viel größerer Bereich abgesperrt werden müsse.

Hartl war eingangs auf die Wasserqualität eingegangen. Beim Brunnen 5 habe man die erhöhten Eisen- und Manganwerte durch die Enteisenungsanlage so senken können, dass diese jetzt im geforderten Bereich lägen.

Nitratwerte weit unter Grenzwert

Erfreulich sei auch, dass die Nitratwerte niedrig sind. „Sie liegen im Mischwasser bei sieben Milligramm pro Liter bei einem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter“, so Hartl.

„Die Wasserverluste lagen 2020 bei 3,4 Prozent, 2019 bei vier Prozent und 2018 noch bei neun Prozent“, betonte der Vorsitzende und sprach von „sehr guten Werten“. Der tägliche Verbrauch werde ständig beobachtet, um auf Veränderungen sofort reagieren zu können.

Hartl bat darum, dem WBV auch weiterhin ungewöhnliche Wasserverbräuche oder nasse Stellen mitzuteilen. Zudem bedankte er sich bei den Landwirten, die im Schutzgebiet ihre Flächen verantwortungsvoll bewirtschaften und für die gute Zusammenarbeit.

Neue Druckschalter und zusätzlicher Entlüfter

Hartl gab noch einen Überblick über die im Vorjahr erledigten Arbeiten. So berichtete er unter anderem von Straßham, wo in der Druckerhöhungsanlage defekte Druckschalter erneuert worden waren. Im Wasserschutzgebiet seien umgefallene Bäume entfernt und abgestorbene Bäume gefällt worden.

Um die Funktion der Enteisenungsanlage zu verbessern habe man einen zusätzlichen Entlüfter eingebaut und den Großentlüfter durch ein neues verbessertes Modell ausgetauscht. Der Verband beschaffte sich auch Anschlussmaterial für eine Notfallchlorung.

„Die Erneuerung eines Hausanschlusses in der Römerstraße gestaltet sich wegen fehlender oder unzureichender Leitungsrechte als sehr schwierig und ist leider immer noch nicht geklärt“, so Hartl.

Privatgrundstücke weniger nutzen

Er kündigte an, dass der Verband zukünftig versuchen werde, seine Leitungen nur noch in öffentlichen Grundstücken wie Wegen und Straßen zu verlegen. Dies werde zwar nicht immer möglich sein und sei auch oft nicht die kostengünstigste Lösung, „aber leider ist heutzutage die Bereitschaft der Grundstückseigentümer für Leitungen aller Art stark gesunken“, so der Vorsitzende. Die zunehmende Verdichtung der Bebauung erschwere zusätzlich die Leitungsführung.

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