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Rekord gefallen

Auf Spuren der Chiemgau-Römer: Ausstellung in Seebruck zieht Tausende an

Jung und Alt konnten während der Familientage an Info- und Mitmachstationen spannende Zeitreisen in die Kelten- und Römerzeit unternehmen und historisch gewandete Museumspädagogen standen ihnen dabei gerne Rede und Antwort.
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Jung und Alt konnten während der Familientage an Info- und Mitmachstationen spannende Zeitreisen in die Kelten- und Römerzeit unternehmen und historisch gewandete Museumspädagogen standen ihnen dabei gerne Rede und Antwort.
  • VonMarkus Müller
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5000 Besucher kamen zwischen April und November ins Seebrucker Museum Bedaium. Im Februar 2022 hatte es die Gemeinde vom Bedaiumverein übernommen.

Seeon-Seebruck – Nach zwei schwierigen Corona-Jahren kamen heuer von April bis November knapp 5000 Besucher ins Römermuseum Bedaium in Seebruck. Dies ist der höchste Wert seit 2013, als noch der 2014 verstorbene Dr. Alfons Regnauer Museumsleiter war. Erstmals seit 2015, als Andrea Krammer das Museum leitete, wurden wieder über 4000 Besucher gezählt.

Der Heimat- und Geschichtsverein Bedaium hatte das Museum seit der Eröffnung 1988 knapp 34 Jahre ehrenamtlich mit Erfolg betrieben. Aus wirtschaftlichen Gründen fiel dann der Entschluss, das Museum zum 1. Februar dieses Jahres an die Gemeinde Seeon-Seebruck abzugeben. Matthias Ziereis übernahm die Leitung vom Vorsitzenden des Bedaiumvereins, Josef Schwab, der im Jahr 2018 Dr. Christine Kreitmair an der Vereinsspitze und in der Museumsleitung abgelöst hatte.

Ein kompletter Neustart

„So eine hohe Besucherzahl von 4995 Personen hätte ich am Saisonanfang nicht zu hoffen gewagt“, freut sich Ziereis und spricht von einem „spannenden, erfolgreichen ersten Jahr“. Es sei ein kompletter Neustart gewesen, da man das Museum erst in die Struktur der Gemeindeverwaltung integrieren habe müssen. „Von der Übergabe bis zum Saisonstart im April sind nur knappe zwei Monate Zeit gewesen, um alles für den Museumsbetrieb vorzubereiten“, so der zertifizierte Museumsmanager. Nicht nur im Dienst, sondern auch in der Freizeit habe er viel Planungszeit für die Neueröffnung aufgebracht, doch es habe sich gelohnt.

Auch dank der großen Unterstützung von Ziereis Kollegen im Rathaus und im Bauhof hat Bürgermeister Martin Bartlweber (FW) das Römermuseum am 1. April dieses Jahres offiziell wiedereröffnen können. Die mit Abstand besucherstärksten Monate waren heuer der Juli mit 1077 Gästen, davon über 500 Schulkinder, und der August mit 943 Gästen. Insgesamt sind über 1000 Besucher im Rahmen von Schulklassenführungen ins Museum gekommen. „Die Schüler machen somit etwa ein Fünftel der Gesamtbesucherzahl aus“, berichtet Ziereis, der die Schulklassenführungen mit seiner Frau, der Museumspädagogin Martina durchführte.

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Sehr gut angekommen sind auch die sieben sonntäglichen Familiennachmittage mit historischen Darstellern, Mitmachstationen und zirka 400 Besuchern, elf Führungen auf den Spuren von Bedaium mit 140 Teilnehmern, elf Erlebnisführungen mit dem Legionär und rund 110 Teilnehmern sowie die 16 Workshops „Abenteuer Geschichte“ mit 340 Teilnehmern. Ein neuer Besucherrekord wurde beim letzten Familientag mit über 160 Gästen aufgestellt.

Sonderausstellung ein Höhepunkt im Jahr

Auch im Rahmen des Forums Römerregion Chiemsee war im Oktober im Museum einiges geboten gewesen, bevor es im Hafenwirt mit dem Vortragsprogramm weiterging.

Absoluter Höhepunkt des Museumsjahres war die große Sonderausstellung „Legionäre in Bedaium“, die Ziereis mit dem Isinger Gymnasiallehrer und neuem Zweiten Vorsitzenden des Bedaiumvereins, Marcus Altmann sowie Dirk Eggenweiler konzipiert hatte.

Legionäre warenein Blickfang

Besonders die zehn in historische Gewandung und Rüstung gekleideten römischen Legionäre waren ein Blickfang. „Ohne die ehrenamtliche Unterstützung und Bereitstellung der Schaufensterfiguren und der in einen Wert von über 10 000 Euro gehenden Ausstattung von Eggenweiler und Altmann hätten wir die Ausstellung nicht so präsentieren können“, so Ziereis. Auch im kommenden Jahr ist ab 1. April ein Museumsprogramm mit verschiedenen Angeboten und Attraktionen geplant.

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