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INTEGRATIVES LEISTUNGSZENTRUM

SCPC empfängt Paralympics-Segler

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Einen passenderen Rahmen hätte es kaum geben können: Der Segelclub Prien am Chiemsee (SCPC) war dieser Tage Gastgeber und Ausrichter des Priener City Cups Germany der Klassen 2.4mR und Sonar sowie der offenen bayerischen Landesmeisterschaften und der tschechischen Meisterschaften. Ein Abend im Rahmenprogramm wurde als Willkommensparty für die Heimkehrer von den Paralympics aus Rio gefeiert.

Prien – Mit riesigem Applaus und Ehrentellern wurden im Festzelt auf dem Gelände des Sportboothafens Stippelwerft Jens Kroker, Siegmund Mainka und Alexander Neufang begrüßt. Heiko Kröger und Lasse Klötzing waren entschuldigt, wurden aber auch in Abwesenheit bejubelt.

Ausgebildet und trainiert von Bundestrainer Christian Bittner, waren Kroker, Mainka, Kröger und Klötzing aus der Segelnationalmannschaft, dem „Audi Sailing Team Germany“, bei den Paralympics in der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro mit dabei, im Jugendlager der Deutschen Behinderten-Sportjugend (DBSJ) zudem SCPC-Mitglied Alexander Neufang (wir berichteten bereits ausführlich).

Heiko Kröger startete in dem Ein-Mann-Segler, in der Klasse der 2.4mR, als Team im Sonar traten Jens Kroger, Siegmund Mainka und Lasse Klötzing an.

„Sie haben Deutschland hervorragend vertreten“ CSU-MdL Klaus Stöttner

„Wir freuen uns unheimlich, dass ihr wieder hier seid“, sagte SCPC-Präsident Lothar Demps beim „Bayerischen Abend“. Mit großem Bedauern gab er bekannt, dass für die Segler die Paralymics in Rio 2016 wohl auf absehbare Zeit die letzten paralympischen Wettkämpfe gewesen sein werden. 2014 hatte die Olympische Kommission beschlossen, Segeln als Sportart aus dem Programm der nächsten Paralympics in Tokio 2020 zu streichen.

Mit mehreren Mitstreitern will Demps für die sportliche Inklusion und eine Wiederaufnahme kämpfen, kündigte er im Gespräch mit der Chiemgau-Zeitung an (ausführlicher Bericht folgt).

CSU-Landtagsabgeordneter Klaus Stöttner, Schirmherr der Regatten auf dem Chiemsee, hob an die Adresse des Vize-Präsidenten des BLSV, Klaus Drauschke, die Vorbildfunktion des SCPC beim Thema Inklusion hervor. Unter „sehr anspruchsvollen Wettbewerbsbedingungen“ hätten die Handi-cap-Segler „Deutschland wirklich hervorragend vertreten. Wir sind sehr stolz auf Sie“, rief Stöttner den heimgekehrten Sportlern zu. Inklusion klappe gerade durch die gemischten „Crews“ (Bootsbesatzungen) Behinderter mit Nicht-Behinderten beim Segeln „auf einzigartige Weise ganz hervorragend“. Dass Segeln in Tokio 2020 nicht mehr dabei sei, „stimmt mich sehr traurig“.

Stöttner sagte den Verantwortlichen des SCPC-Leisttungszentrums Inklusion seine vollste Unterstützung zu. Ins gleiche Horn stieß auch Wilfried Klein, Abteilungsleiter Segeln beim Bayerischen Behinderten Sportverband. Klaus Drauschke, Vize-Präsident des BLSV, bezeichnete Segeln als „ideales Modell für Inklusion“ und gratulierte den Seglern zu ihren beachtlichen Erfolgen. Auch Drauschke sagte seine Unterstützung zu.

Die Olympioniken berichteten von ihren Eindrücken in Rio. Jens Kroker, der viele Jahre in Brasilien gelebt hat, schilderte die schwierigen Bedingungen in der Bucht unter dem Zuckerhut, die den Seglern allerhöchste Konzentration abverlangt hätten. Aufgrund des Winds und vor allem wegen der Strömung habe es „kein Patentrezept“ gegeben.

Bundestrainer Christian Bittner brachte den Besuchern im Festzelt den Tagesablauf der Paralympischen Segler in Rio näher und bestätigte, dass trotz aller Technik gerade die Strömung in der Bucht den Mannschaften sehr zu schaffen gemacht habe. Als „harte Arbeit“ bezeichnete Siegmund Mainka den Kampf auf dem Wasser, sie seien aber mit dem sechsten Platz zufrieden.

Als „unglaublich aufregend“ beschrieb der 17-jährige Alexander Neufang seine Eindrücke. Eine Erfahrung teilte er mit den übrigen SCPC-Sportlern: Die Bevölkerung in Rio sei den Paralympics-Athleten und -funktionären viel freundlicher und aufgeschlossener gegenübergestanden als denen der Olympischen Spiele kurz zuvor.

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